Wahl-Check: Jürgen Hardt (CDU)

Unser Redakteur Jan Filipzik hat für Sie die Wuppertaler Bundestags-Kandidaten unter die Lupe genommen und sie gefragt, was sie für Wuppertal erreichen wollen, sollten sie am 24.09. gewählt werden. Wir stellen Ihnen die Kandidaten und ihre Ziele in unserer Serie "Wahl-Check" vor:

Der CDU-Bundestagsabgeordndete Jürgen Hardt – © CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag / Michael Wittig

Heute kommt Jürgen Hardt (CDU) zu Wort.

Beruf:
Jürgen Hardt, Mitglied des Bundestages seit 2009 (CDU)

Alter:
54 Jahre, verheiratet, evangelisch, 1 Tochter

DS: Für welches Thema stehen Sie hauptsächlich ein?

Jürgen Hardt: „Im Wahlkreis ist das Thema „Kommunalfinanzen“ am drängendsten. Ich freue mich, dass der Bund mit insgesamt 65 Mrd. Euro in dieser Legislaturperiode mehr für die Kommunen getan hat als je zuvor. Auch die Sanierung der Müngstener Brücke, die Zusage über 15 Mio. Euro für Schloss Burg und über 27 Mio. Euro für das Tanztheater Pina Bausch konnte ich mit voranbringen, ebenso weitere Mittel für den Denkmalschutz. In Berlin bin ich Außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Meine Aufgabe ist es, die Außenpolitik der Fraktion zu formulieren und zu vertreten und das Team der insgesamt 36 Außenpolitiker in der CDU/CSU-Fraktion zu führen. Hinzu kommt meine Regierungsaufgabe als Koordinator für die Transatlantische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt. Hier ist Außenminister Gabriel mein Chef. Die Pflege der Beziehungen zu den USA ist zu Zeiten von Trumps Präsidentschaft eine besondere Herausforderung. Mit meiner Arbeit in Berlin versuche ich dazu beizutragen, dass Deutschland international engagiert und gut vernetzt bleibt. Wir leisten damit unseren Beitrag für Frieden in der Welt.“

DS: Warum ist Ihnen das Thema so wichtig?

Jürgen Hardt: „Der Kampf gegen die Schulden in den Kommunen ist mir seit meiner Tätigkeit in der Kommunalpolitik ein Herzensanliegen. Denn in den Städten erleben die Menschen die Politik und ihre Auswirkungen hautnah. Oberbürgermeister und Stadträte brauchen deshalb Handlungsfreiheit. Dazu müssen die Haushalte ins Lot kommen. Bereits bei meiner ersten Wahl in den Bundestag 2009 habe ich mich als Mitglied im Verteidigungsausschuss und Europaausschuss sowie als Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO in der Außen- und Sicherheitspolitik engagiert. Denn Deutschlands Wohlergehen hängt maßgeblich von guten Beziehungen in Europa und der Welt ab. Auch im Bewusstsein der Menschen wird die Außenpolitik immer wichtiger. Ich möchte deshalb meinen Sachverstand zum Wohle der Bürger auch zukünftig in diesem Feld einbringen. Deutschland steht gut da. Vielleicht können wir dazu beitragen, dass es auch anderen besser geht.“

DS: Was sind andere Themen, für die Sie sich einsetzen möchten?

Jürgen Hardt: „Ich finde, dass wir den Völkern in Afrika eine echte Chance geben müssen, Wohlstand, soziale Sicherheit und Frieden zu erreichen. Auf diesem Kontinent gibt es viele schlechte, jedoch auch zahlreiche ermutigende Entwicklungen. Wir wissen heute besser als früher, wie wir Gerechtigkeit, Demokratie und wirtschaftlichen Wohlstand in Afrika aktiv unterstützen können. Allerdings brauchen wir hierfür Geld und einen langen Atem. Eine neue Agenda für Afrika steht auf der Tagesordnung für die nächste Legislaturperiode. Ein weiteres Thema sind Steuervereinfachungen und Steuersenkungen vor allem für mittlere Einkommen.“

DS: Was können Sie besser als die anderen Kandidaten?

Jürgen Hardt: „Selbstüberschätzung fängt damit an, von sich zu glauben, man könne etwas besser als andere. Ein solches Urteil muss man immer dem Wähler überlassen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich anschauen, was ich geleistet habe und noch leisten will und dann ihr Urteil fällen. Ich freue mich natürlich über jede Stimme.“

DS: Wie rechnen Sie sich Ihre Chancen bei der Wahl aus?

Jürgen Hardt: „2009 habe ich – sicher nicht nur überraschend für mich – den Wahlkreis erstmals wieder für die CDU gewinnen können. 2013 konnte ich dies wiederholen. Es wäre eine große Ehre zum, dritten Mal als direkt gewählter Kandidat für Solingen, Remscheid und Wuppertal II in den Bundestag einzuziehen.“

 

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