8. August 2026Peter Pionke
„Sinneswandel“: Aus einer Vision wird ein Kunst-Projekt
Die Künstlerinnen und Künstler des „Sinneswandel“-Projektes planen in der Eventschmeide Solingen ihre performative Reise – © Ja KoemmetWas bislang auf Initiative des Wuppertaler Musikers Jan Koemmet nur auf dem Papier existierte, wurde erstmals gemeinsam gedacht, diskutiert und gestaltet. Im Mittelpunkt standen die ersten künstlerischen Arbeiten zum Element Feuer, die Entwicklung des performativen Menüs, die Theaterinszenierung sowie die räumliche Gestaltung des Abends. Die Eventschmiede wurde dabei nicht nur als Veranstaltungsort vorgestellt, sondern selbst Teil des künstlerischen Prozesses.
Michael Brandes führte die Gruppe zunächst durch die Geschichte der Eventschmiede Solingen und stellte den außergewöhnlichen Ort vor. Anschließend präsentierte Ulla Vöpel ihr Konzept eines sechsgängigen veganen Flying Dinners, das regionale und saisonale Zutaten mit einer performativen Essenssituation verbindet.
Petra Clemens und Hanna Nagy vom „Jungen Theater Leverkusen“ gaben Einblicke in die geplanten Theatersequenzen, die den Abend in drei etwa fünfzehnminütige Aufführungen gliedern. Danach stellten die beteiligten Künstlerinnen und Künstler ihre ersten Ideen zum Thema Feuer vor. Es entstand ein intensiver Austausch über Inhalte, Materialien und die Präsentation der Werke.
Eine performative Reise durch die Elemente
Das Werkstattgespräch war weit mehr als eine organisatorische Besprechung. Es markierte den Beginn eines gemeinsamen künstlerischen Arbeitsprozesses. Unterschiedliche Disziplinen – Bildende Kunst, Theater, Kulinarik und Musik – begegneten sich erstmals in einem gemeinsamen Raum und entwickelten ein Verständnis dafür, wie ihre Beiträge miteinander in Beziehung treten können.
„Sinneswandel“ versteht sich als ein interdisziplinäres Kulturprojekt im Bergischen Land. In vier Themenabenden verbinden zwölf bildende Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten mit Theater, Musik, performativer Kulinarik und Gesprächen über nachhaltige Ernährung. Ziel ist es, nicht nur über gesellschaftliche Veränderungen zu sprechen, sondern sie gemeinsam sinnlich erfahrbar zu machen.
Kreative Künstler-Gespräche in einer urigen, historischen Werkstatt – © Jan KoemmetInitiator Jan Koemmet zog nach dem Werkstatt-Gespräch eine positive Bilanz:„Für mich war das Schönste an diesem Nachmittag zu erleben, wie aus zwölf einzelnen künstlerischen Positionen langsam eine Gemeinschaft wurde. Genau darum geht es bei ‚Sinneswandel’: Jede und jeder bringt eine eigene Perspektive mit – und gemeinsam entsteht etwas, das größer ist als die Summe seiner Teile.“
Über „Sinneswandel“:
Vier Themenabende: Erde, Feuer, Luft und Wasser
12 Künstlerinnen & Künstler × 4 Werke = 48 neue Arbeiten
Theater, Musik und performative Kulinarik
Auftakt-Veranstaltung:
Thema: „eins:feuer“
Freitag – 28. August 2026
Eventschmiede Solingen – Müngstener Brückenweg 66 – 42659 Solingen
Link zur Webseite von „Sinneswandel“:
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