8. Juni 2026

Die „Lange Tafel der Baukultur“ & „ZUGumZUG“

„Lange Tafel der Baukultur“ - gemeinsam mit dem Förderverein Pina Bausch Zentrum, dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) Wuppertal und der Bergischen Universität Wuppertal beteiligt sich das Pina Bausch Zentrum under construction am 19. Juni an dem bundesweiten Aktionstag. Einen Tag später (20. Juni) ist das „PBZ“ Veranstaltungs-Location des Akkordeon-Konzerts „ZUGumZUG“. 

Der Vorplatz des Pina Bausch Zentrums under construction wird zur Bühne der „Langen Tafel der Baukultur“ – © Pina Bausch Zentrum

Am Freitag (19.06.) wird mit einer langen Tafel auf dem Vorplatz des Pina Bausch Zentrums under construction ein Ort für Austausch, Begegnung und Vernetzung geschaffen. Die bundesweite Aktion wird von der Bundesstiftung Baukultur gemeinsam mit Baukulturinitiativen und ihren Mitgliedern getragen. 

Ziel ist es, Baukultur vor Ort sichtbar zu machen, besondere Orte zu beleben und den Dialog über Architektur, Stadtentwicklung und gesellschaftliches sowie baukulturelles Engagement zu fördern. Rund 60 Städte beteiligen sich an der Aktion „Lange Tafel“.

Um 11:00 Uhr ist die feierliche Eröffnung mit MdB Helge Lindh, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Pina Bausch Zentrum. Marina Kirrkamm und Prof. Holger Hoffmann begrüßen die Gäste für den BDA Wuppertal. Bettina Milz, Leitung der Vorlaufphase Pina Bausch Zentrum, und Florian Schrader, Abteilungsleiter Denkmalschutz heissen Interessierte im Namen der Stadt Wuppertal willkommen. 

Ute Völker, bekannt als herausragende Akkordeonistin, wird mit ihrem Solistenorchester eine musikalische Kostprobe liefern, als Vorgeschmack auf das Akkordion-Event einen Tag später. 

Um 11:30 Uhr, 12:30 Uhr und 13:30 Uhr gibt es Führungen durch das ehemalige Schauspielhaus und die seltene Gelegenheit, mal wieder einen Blick auf die Bühne und hinter die  Kulissen zu werfen. Florian Schrader, Abteilungsleiter Denkmalschutz bei der Stadt Wuppertal, leitet Führungen durch den denkmalgeschützten Theaterbau, der derzeit nur in Teilen  zugänglich ist.

Bettina Milz, Leiterin des Pina Bausch Zentrums under Construction – ©

Auf dem Vorplatz des Schauspielhauses findet ab 13:30 Uhr eine Ausstellung mit einem Workshop von Studierenden des Lehrstuhls Städtebau von Prof. Dr. Tanja Siems aus der Fakultät 5 der Bergischen Universität Wuppertal statt. Unter dem Titel „Mapping Memories“ präsentieren die Studierenden Arbeiten aus dem Forschungsprojekt Urbane Sprachlandschaften des Architekten Mohamed Fezazi aus dem Lehrstuhl Städtebau. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, gemeinsam Erinnerungen, Spuren und Geschichten im Stadtraum rund um das Schauspielhaus zu erkunden.

Um 15:30 Uhr bietet Antonia Dinnebier vom Förderverein Historische Parkanlagen Wuppertal einen geführten Spaziergang mit viel Backgroundwissen vom Schauspielhaus über den Klopphaus-Park und weiter über die Höhen an. Ab 15:00 Uhr kann Tango auf dem Tanzdeck getanzt werden. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Startpunkt ist jeweils am Schauspielhaus.

Jährlich laden die Bundesstiftung Baukultur und der Förderverein der Bundesstiftung Baukultur Initiativen, Bauprojekte und weitere Akteure dazu ein, das Thema Baukultur in die Städte zu tragen und Impulse für Architektur und Stadtentwicklung zu setzen. Der bundesweite Aktionstag „Lange Tafel der Baukultur“ rückt dabei insbesondere das vielfältige baukulturelle Engagement in den Fokus.

„Die gebaute und gestaltete Umwelt prägt unseren Alltag, denn Baukultur ist gegenwärtig und spürbar – beim Arbeiten, Wohnen, in der Freizeit, der Mobilität und unseren sozialen  Begegnungen. Sie umfasst den öffentlichen Raum, den Baubestand, die Infrastruktur, das Kulturerbe, Freiräume, neue Kulturlandschaften und vieles mehr“ so Marina Kirrkamm, Vorstandsvorsitzende des BDA Wuppertal. 

Bettina Milz: „Unser Thema 2026 ist die Gemeinschaft. Welches Bild steht mehr dafür, als die lange Tafel? Ich freue mich sehr, dass auch die BUGA 2031 und die Initiative InnenBandStadt dabei sind. Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam über den Wert von Architektur und Baukultur, die Gestaltung unserer Städte zu sprechen. Eine besondere Einladung: Für das 60. Jubiläum des Schauspielhauses am 24. September 2026 sammeln wir an dem Tag alte Fotos und Geschichten, die in eine Ausstellung eingehen. Bringen Sie Ihre Erinnerungen mit!“

„Lange Tafel der Baukultur“ – Freitag – 19. Juni 2026 – 11:00-18:00 Uhr – Vorplatz des Pina Bausch Zentrum under construction – Bundesallee 260 – 42103 Wuppertal 

Interessierte sind herzlich eingeladen, teilzunehmen, miteinander ins Gespräch zu kommen und den besonderen Ort neu zu entdecken.

Acht Akkordeonspielerinnen und Akkordeonspieler zelebrieren ein Konzert der besonderen Art – © Birgit Pardun

Ein Akkordeon-Konzert der besonderen Art

Ein besonderes Projekt feiert das Akkordeon als Instrument des Jahres. Die Konzertperformance „ZUGumZUG“ bringt renommierte Akkordeonistinnen und Akkordeonisten sowie Akkordeonorchester aus ganz Deutschland zusammen. 

Am Samstag (20.06) um 20:00 Uhr wird ein dreiteilige Abend der besonderen Art im Pina Bausch Zentrum under constructionpräsentiert.  Unter dem Motto „ZUGumZUG“ haben acht Akkordeonistinnen aus ganz Deutschland ein neues Ensemble gegründet. Die Musikerinnen haben sich alle solistisch im Jazz, in der Klassik oder in der Neuen Musik einen Namen gemacht. 

Für die außergewöhnliche Konzertperformance „ZUGumZUG“ treffen sie auf Akkordeonorchester an fünf Orten in Deutschland. Im Pina Bausch Zentrum under construction wird das Ergebnis dieser Zusammenarbeit in einem dreiteiligen Abend erstmals präsentiert. 

Der uruguayischen Komponisten Osvaldo Budón hat dafür eigens eine neue Arbeit komponiert. Unter Anleitung der Choreografin Thusnelda Mercy agieren alle Musikerinnen und Musiker gemeinsam im Raum und verbinden Klang und Bewegung zu einer dichten, körperlichen Erfahrung. 

Im zweiten Teil präsentiert das Akkordeonorchester Werke aus seinem Repertoire und gibt Einblick in die lebendige Orchesterkultur. Zum Abschluss verbindet sich das Projektensemble mit dem Orchester in einem musikalischen Prozess aus Improvisation, Performance und klanglicher Raumgestaltung, der den Klangapparat des Akkordeonorchesters neu definiert.

Im Lauf des Abends wird das Akkordeon in seiner ganzen Bandbreite erfahrbar – von  folkloristisch geprägten Klangfarben bis hin zu elektronisch anmutenden Texturen. Wenn sich 30 oder mehr Akkordeons im Raum bewegen, entsteht ein einzigartiges Klangerlebnis: dichte Klangflächen, fragile Linien, sich überlagernde Strukturen und bewegte Klangwolken  umgeben das Publikum.

„ZUGumZUG“ versteht sich als ein Spiel mit Nähe und Distanz, mit Dichte und Transparenz, mit Vergangenheit und Zukunft – und ein kraftvolles Plädoyer für die klangliche Vielfalt und Ausdrucksstärke eines Instruments, das es neu zu entdecken gilt.

Die erfolgreiche Wuppertaler Choreografin Thusnelda Mercy – © b12

Über Ute Völker

Ute Völker ist als Akkordeonistin auf freie improvisierte Musik spezialisiert. In ihrer Musik lotet sie die Möglichkeiten ihres Instrumentes aus. Sie erschafft Klangarchitekturen, die in Raum und Zeit zerfließen und sich zu immer wieder neuen und überraschenden akustischen Formen verbinden. Ute Völker studierte Akkordeon und Tonsatz an der Musikhochschule Köln/Abteilung Wuppertal und anschließend Musikwissenschaften, Germanistik und  Phonetik in Köln, Wien und Paris und absolvierte zusätzlich ein Studium für Kulturmanagement an der TU Kaiserslautern.

Sie konzertiert regelmäßig bei internationalen Festivals für improvisierte Musik in Europa, wo sie als Solistin oder mit verschiedenen Besetzungen auftritt. Sie gab Konzerte in den USA, Kanada, Afrika, China und in Südamerika. Sie ist Mitbegründerin des Ensembles für neue und improvisierte Musik PARTITA RADICALE. Darüber hinaus arbeitet sie in interdisziplinären Projekten mit Bildenden Künstlern, Videofilmern, Schauspielern, Literaten und Perfomern zusammen. Ute Völker ist Mitglied des WIO (Wuppertaler ImprovisationsOrchester). Sie lebt in Wuppertal und arbeitet als Musikpädagogin an der Musikschule Bochum.

Über Eva Zöllner

Eva Zöllner studierte Akkordeon in Köln und Kopenhagen. Sie zählt zu den aktivsten Akkordeonistinnen ihrer Generation und widmet sich mit Leidenschaft der zeitgenössischen Musik. Als international gefragte Künstlerin präsentiert sie Projekte, die von experimentellen Solo-Performances bis zur Zusammenarbeit mit namhaften Orchestern reichen. 

Konzertreisen führten sie auf alle Kontinente. Die Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten auf der ganzen Welt ist ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit. 2021 erschien ihr Buch Komponieren für Akkordeon. Im September 2023 legte sie ihre Solo-CD voces, señales vor. Im Jahr 2025 wurde sie mit dem Interpretenpreis der Deutschen Gesellschaft für Neue Musik ausgezeichnet. Eva Zöllner lebt im Westerwald und ist oft auf Reisen, um ihr Instrument in unterschiedlichsten Kontexten und Kulturen zu erkunden.

Produktion:

Idee: Eva Zöllner & Ute Völker

Komposition: Osvaldo Budón

Bewegung im Raum: Thusnelda Mercy

Akkordeonistinnen & Akkordeonisten: Vojta Drnek, Kathi Koenig, Silke Lange, Annette Rießner, Florian Stadler, Susanne Stock, Ute Völker & Eva Zöllner

Orchester: Villakkordeon, 1. Essener Akkordeonorchester, Ensemble cisis Bochum, Akkordeonorchester Ruhr

„ZUGumZUG“ – Performance & Konzert für 8 Akkordeonistinnen und Akkordeonisten sowie Akkordeonorchester – Idee: Eva Zöllner & Ute Völker – Samstag – 20. Juni – 20:00 Uhr – 

Pina Bausch Zentrum under construction – Bundesallee 260 – 42103 Wuppertal 

Der Eintritt ist frei

https://pinabauschzentrum.de

 

 

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