19. Juli 2026Peter Pionke
„One World“: Kunst soll Menschen verbinden
BKG Vorstandsmitglieder Frank N (vorne) und Michael Alles (hinten Mitte) mit Künstlern aus der Partnerstadt Matagalpa (Nicaragua) – © Kevin BerteltIn einer Zeit gesellschaftlicher Polarisierung und globaler Krisen will die Bergische Kunstgenossenschaft (BKG) mit diesem internationalen Projekt ein Zeichen für Dialog, Zusammenarbeit und kulturelle Offenheit setzen. Initiiert wurde das Projekt vom Wuppertaler Künstler Frank N. Für ihn knüpft die BKG mit „One World“ an den Erfolg der Ausstellung „Welcome Art“ aus dem vergangenen Jahr an und entwickelt deren Idee konsequent weiter.
Während 2025 Jahr Werke aus Wuppertals Partnerstädten gemeinsam präsentiert wurden, arbeiten die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler diesmal direkt in Wuppertal zusammen. Im Mittelpunkt steht nicht nur das fertige Kunstwerk, sondern vor allem der kreative Prozess des gemeinsamen Arbeitens, Lernens und des Austauschs.
Grundlage des Projekts sind die langjährigen Städtepartnerschaften Wuppertals. Gemeinsam mit den Partnerschaftsvereinen entsteht ein internationales Netzwerk, das kulturelle Begegnungen ermöglicht und neue Perspektiven eröffnet.
Frank N sieht in der Kooperation weit mehr als nur eine künstlerische Arbeitsmethode. Das gemeinsame kreative Arbeiten schaffe Räume, in denen unterschiedliche Erfahrungen, kulturelle Prägungen und Perspektiven aufeinandertreffen. Aus diesem Austausch entstünden so Werke, die vermutlich kein Einzelner allein entwickeln und schaffen könnte. Und zugleich könnten sich Begegnungen ergeben, die weit über die Kunst hinausreichen.
In der „Alten Glaserei“ gegenüber von Utopia-Stadt an der Nordbahntrasse findet die Eröffnungsveranstaltung von „One World“ statt – © Frank NFrank N erklärt: „Gerade heute gewinnt dieser Gedanke an Bedeutung. Gesellschaftliche Spaltung, Isolation und internationale Konflikte machen deutlich, wie wichtig Orte der Begegnung sind. Kunst kann solche Räume schaffen. Sie eröffnet neue Sichtweisen, fördert Verständigung und bringt Menschen miteinander ins Gespräch – oft dort, wo Sprache oder Politik an ihre Grenzen stoßen.“
Die Verbindung von Kunst und gesellschaftlichem Wandel hat eine lange Tradition. Immer wieder haben Künstlerinnen und Künstler Brücken zwischen Kulturen gebaut und neue Impulse für den gesellschaftlichen Dialog gesetzt. „One World“ will jetzt an diese Tradition anknüpfen und versteht Kunst als verbindende Kraft.
Das Projekt verfolgt – so Frank N – das Ziel, nachhaltige internationale Netzwerke aufzubauen, den kulturellen Austausch zwischen Wuppertal und seinen Partnerstädten zu stärken und gemeinsame künstlerische Erfahrungen zu ermöglichen. So soll ein lebendiges Labor für Kreativität, Vielfalt und Zusammenarbeit entstehen – und ein sichtbares Zeichen dafür, dass Verständigung dort beginnt, wo Menschen einander begegnen. Noch einmal der Initiator: „‚One World‘ ist ein Abenteuer mit offenem Ausgang. Gerade darin liegt seine Stärke: Neue Begegnungen schaffen neue Ideen. Aus Zusammenarbeit entsteht Vertrauen. Und aus Kunst können Verbindungen wachsen, die weit über die Ausstellung hinausreichen.“
Helge Lindh, rühriger Bundestagsabgeordneter und Schirmherr von „One World“ – © Frank NTermin:
Eröffnungsveranstaltung
„One World – Kunst ohne Grenzen“
Kooperationsprojekt der BKG mit Künstlerinnen und Künstlern aus den Partnerstädten Wuppertals
Es sprechen Schirmherr Helge Lindh (MdB), Heiner Fragemann (1. Bürgermeister) und Matthias Nocke
Live-Musik u.a.
Donnerstag – 23.07.2026 – 18:00 Uhr
Alte Glaserei – Forum an der Nordbahntrasse – Juliusstraße 12 – 42105 Wuppertal
Die Ausstellung und das Projekt laufen bis zum 09.08.2026
Weitere Informationen und Termine unter:
Weiter mit:
Kommentare
Neuen Kommentar verfassen