30. März 2020

Wolfgang Niedecken schenkt Fans zum 69. einen Song

Wolfgang Niedecken, Kopf und Sänger der legendären Kölsch-Rock-Gruppe "BAP", ist am 30. März 69 Jahre alt geworden. Eigentlich hatte er sich seine Geburtstagsfeier ganz anders vorgestellt. Aber zu Coronavirus-Zeiten ist nichts so wie immer. Statt Geburtstagsgeschenke entgegen zu nehmen, macht Wolfgang Niedecken seinen Fans ein Präsent: Er schenkt ihnen einen neuen Song: „Huh Die Jläser, Huh Die Tasse“.

Wolfgang Niedecken – © Niedeckens BAP

 

Zum 69sten Geburtstag: Wolfgang Niedeckens BAP – so Semmel Concerts – verneigen sich mit dem Song „Huh Die Jläser, Huh Die Tasse“ in tiefem Respekt und Dankbarkeit vor allen HeldInnen unseres Alltags.

Eigentlich wollte Wolfgang Niedecken seinen 69. Geburtstag am heutigen 30.03. mit Gästen und einer Schiffstour auf dem Rhein begehen. Eigentlich.

An seinem Geburtstag erscheint jetzt der Song „Huh Die Jläser, Huh die Tasse“. Ein musikalischer Toast und eine tiefe Verneigung vor allen, die in der aktuellen Zeit an vorderster Stellen den Alltag und die Gesellschaft am Laufen halten. Mit großem Respekt und Dankbarkeit vor jeder und jedem Einzelnen.

Geschrieben hat Wolfgang Niedecken den Song bereits im Frühjahr letzten Jahres. Ohne natürlich auch nur zu ahnen, welche Aktualität gerade jetzt und in diesen tragischen Zeiten er einmal erlangen könnte. Getextet eigentlich in dem generellen Wunsch, einmal all diejenigen hochleben zu lassen, die zum Teil gering bezahlt oder im Ehrenamt zusammenhalten und nicht im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen.

Geplant als ein Song auf seinem neuen Album, das im Spätsommer erscheinen soll. Aber warum warten? „Huh Die Jläser, Huh Die Tasse“ ist gerade momentan angebrachter denn je.

Ein musikalisches Geschenk, eine Verbeugung, aus größtem Respekt und tiefster Dankbarkeit! Natürlich wie immer bei BAP „op Kölsch“ gesungen, doch universell gültig.

Wolfgang Niedecken: „Huh Die Jläser, Huh Die Tasse ist ein fröhlicher Reggae, in dem wir uns unter anderem bei den Menschen bedanken wollen, die beruflich oder ehrenamtlich im weitesten Sinne im sozialen Bereich arbeiten, oft unterbezahlt und in unserer Gesellschaft viel zu wenig beachtet. Jeder, der gerade die Nachrichten über die Corona Pandemie verfolgt, kennt die Bilder von überarbeitetem Pflegepersonal, von Krankenhausärzten, Supermarktkassiererinnen, Busfahrern, Rettungssanitätern, Kraftfahrern etc. Das sind die Menschen, die uns jetzt den Arsch retten. Wir haben keine Zeit zu verlieren, es gilt alle Kräfte zu bündeln, um den Kampf gegen das verdammte Virus zu gewinnen. Das, was wir als BAP beisteuern können, ist unsere Musik. In der Hoffnung, dass sie bei den Alltagsheldinnen und Helden ankommt und Ihnen Kraft spendet. Wir alle zusammen sollten auf keinem Fall den Humor verlieren. Denn, wie ich schon vor 9 Jahren in „Halv su wild“ gesungen habe: … dä möht noch jeboore weede, dä domet durchköhm, uns – em Ähnz – die Freud ahm Levve nöhm!“

Auch für den geplanten Video-Clip zum Song gibt es eine besondere Idee von Wolfgang Niedecken: „Wir werden am 30.März ein Lyric-Video veröffentlichen, geschnitten aus Material, das wir im letzten Jahr in Dresden bei den Recording Sessions in den Castle Studios gefilmt haben. Wir wünschen uns dieses Video in den kommenden Wochen durch eins zu ersetzen, das die vielen Heldinnen und Helden unseres aktuellen Alltags würdigt. Also: schickt uns gerne Handyfilmchen/Fotos im Querformat von euren persönlichen Helden. Wir möchten in unserem finalen Video möglichst vielen Menschen, die uns mit ihrem Einsatz, ihrer Energie, oft bis zum Rande der Erschöpfung durch diese schwierige Zeit begleiten, unsere tiefste Hochachtung ausdrücken.“

Hier der Link zum Song:

https://www.youtube.com/watch?v=NmAQb6MUMLM

 

Der Text des neuen BAP-Songs auf Hochdeutsch

 

Hoch die Gläser, hoch die Tassen

Wir trinken heut` mal auf die Guten,
auf die Leut`, die auch für andere da sind,
die nicht dran denken zu verzagen
und nicht nur ihr eigenes Päckchen tragen.
Auf den Notarzt und den Altenpfleger,
auf die Schwester und den Krankenwagenfahrer und die stattlichen Kerle von der Feuerwehr.

Auf Leute, die sich um Asylanten kümmern, ehrenamtlich, ohne groß zu stöhnen, Obdachlosen im Winter Decken

bringen, warme Suppe zum Überleben.

 

Refr.: Hoch die Gläser, hoch die Tassen,
auf die Leut`die in kein Schema passen.

 

Ihr seid die Coolsten im ganzen Land, Gottseidank!

Komm wir trinken auf die Guten,
auf die Kinder mit dem längeren Atem,
die sich nicht ins Bockshorn jagen lassen
und für die Zukunft sogar auf die Straße gehen. Auf all die, die sich nicht verbiegen
Im Minenfeld zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Frustration und Nächstenliebe.

Haben den Planet nur ausgeliehen,
doch manchem fällt es schwer, das einzusehen. Hier das Lied, das ist für euch, Leute,
gut zu wissen, dass es Leute wie euch gibt.

 

Refr.: Hoch die Gläser, hoch die Tassen,
auf die Leut`die in kein Schema passen.

Ihr seid die Coolsten im ganzen Land, Gottseidank!

 

Lasst uns einfach fröhlich bleiben, lasst uns feiern.
Bloß nicht den Humor verlieren.

auf die Leut`die in kein Schema passen.
Ihr seid die Coolsten im ganzen Land, Gottseidank!

 

Refr.: Hoch die Gläser, hoch die Tassen,
auf die Leut`die in kein Schema passen.

Ihr seid die Coolsten im ganzen Land, Gottseidank! Und wir sind froh, dass wir euch haben.

 

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