8. Oktober 2026

Gedenken an die Opfer des Hamas-Massakers

Aus Anlass des dritten Jahrestages des Terrorangriffs der Hamas auf Israel hat der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU Wuppertal gemeinsam mit zahlreichen Gästen in der Gemarker Kirche an die Opfer erinnert. Die Veranstaltung war zudem ein Zeichen der Solidarität mit Israel und jüdischen Menschen sowie einer klaren Haltung gegen Antisemitismus.

Bei der Gedenkveranstaltung: (v.l.) Sebastian Richter, Bürgermeister Rainer Spiecker, Leonid Goldberg und Abraham Lehrer – © Stadt Wuppertal

Hauptredner war Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, mit seinem Vortrag „Jüdisches Leben in Deutschland – Mit Zuversicht leben?!“. Er betonte die Bedeutung persönlicher Begegnungen zwischen jüdischen und nichtjüdischen Menschen. Wer miteinander ins Gespräch komme und den Alltag des Gegenübers kennenlerne, könne Vorurteile abbauen und Gemeinsamkeiten entdecken. Jüdisches Leben solle als selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft wahrgenommen werden. 

Diesen Ansatz verfolgt auch das bundesweite Begegnungsprojekt „Meet a Jew“ des Zentralrats der Juden in Deutschland. Es bringt jüdische Ehrenamtliche mit Menschen etwa in Schulen und Vereinen zusammen und schafft Raum für persönliche Gespräche und Fragen.

EAK-Kreisvorsitzender Sebastian Richter begrüßte die Gäste und führte durch den Abend. In seiner Ansprache betonte er, dass Erinnerung nicht beim Rückblick stehen bleiben dürfe, sondern Verantwortung für das heutige Zusammenleben bedeute. 

Bürgermeister Rainer Spiecker vertrat OB Miriam Scherff

Mit Blick auf Wuppertal unterstrich er, dass Angriffe auf jüdische Einrichtungen nicht allein die jüdische Gemeinde, sondern die gesamte Stadtgesellschaft beträfen. Sebastian Richter rief dazu auf, hinzusehen, zuzuhören und nicht zu schweigen, wenn Menschen antisemitisch beleidigt oder bedroht werden. Sebastian Richter mahnte: „Entscheidend ist eine klare Haltung – unabhängig davon, aus welcher politischen oder gesellschaftlichen Richtung der Antisemitismus kommt.“ Leonid Goldberg, Vorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal, hörte aufmerksam zu.

Wuppertals Bürgermeister Rainer Spiecker überbrachte ein Grußwort in Vertretung von Oberbürgermeisterin Miriam Scherff. Andre Enthöfer gab dem Abend mit seiner musikalischen Begleitung einen würdigen Rahmen. Stille Momente des Gedenkens, persönliche Begegnungen und Gespräche prägten den Abend. Mit 251 Kerzen wurde an die 251 Menschen erinnert, die am 7. Oktober 2023 als Geiseln aus Israel verschleppt worden waren. Ein emotionaler Moment!

Bei der Kollekte kamen 300 Euro für die israelische Hilfsorganisation NATAN zusammen. Sie unterstützt unter anderem die medizinische Versorgung palästinensischer Kinder im Gazastreifen.

 

 

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