29. September 2026Peter Pionke
Gerd Dudenhöffer als „trauernder Witwer Heinz Becker“
Gerd Dudenhöffer als trauernder Witwer Heinz Becker, mit den Blumen, der er vergaß, ins Grab seiner Hilde zu werfen – © Gerd DudenhöfferGerd Dudenhöffer kommt auf Einladung der renommierten Kultur-Event-Agentur „Salon Knallenfalls“, betrieben von Csilla Letay und Christina Dell, an die Wupper. In seinem aktuellen Programm kokettiert das zweite Ego des Künstlers mit seinem Alter und verarbeitet als Witwer auf seine ganz eigene, knorrige Art die Trauer über den Tod seiner Ehefrau Hilde. Für sein Publikum inszeniert er dabei mit schwarzem Becker-Humor theatralisch ein „Kabarett Noir“, nimmt sich selbst aber nicht so ernst. So werden sicher Tränen fließen – aber sicher nicht vor Trauer, sondern vor Lachen.
Gerd Dudenhöffer wurde am 13.10.1949 in Bexbach (Saarland) geboren. Er ist studierter Graphiker, Kabarettist, Komiker, Mundart-Gedankendrechsler, Autor und Regisseur, spielt seit über 40 Jahren mit perfektem Timing, sparsam gesetzter Mimik und herzhaftem Mutterwitz, das sensible Ohr unmittelbar an des Volkes Stammtischen. Political Correctness ist und bleibt für seine realsatirische Kunstfigur Heinz Becker ein Fremdwort. Er ist die personifizierte Karikatur des universellen Kleinbürgers, dem wohl jeder schon einmal im Alltag begegnet ist.
In der Tradition von Helmut Qualtinger
Wer feinen Wortwitz und wahre Komik schätzt, kommt voll auf seine Kosten. Und derjenige hält es dann vielleicht ‚mit dem Becker Heinz sein Vadder‘: „Besser morgens zwei Schnaps, als wie abends keinen. Man muss auch mal Prioritäten den Vortritt lassen…“
Oder noch ein Bespiel für seine genialen Weisheiten auf den Punkt: „Wie soll man einen Begriff wie gefühlte Temperatur erklären? Vielleicht so: Man hat fünf Bier getrunken, gefühlt waren es nur drei. Also trinkt man noch zwei…“
Gerd Dudenhöffer liefert Perfektion in jeder theatralisch-humoristischen Dimension. Er verleiht seinem Heinz ein unnachahmliches, minimalistisches Minenspiel, sein Zögern beim Nichtsagen, seine Wortverdrehungen beim Unaussprechlichen – und seine unverkennbaren Gesten wie beispielsweise das Fingerpochen auf dem Oberschenkel.
Der Künstler selbst nennt seine Bühnenwerke um sein Alter Ego „Ein-Personen-Stücke zwischen Theater und Kabarett“, ganz in alter Tradition des legendären österreichischen Kabarettisten Helmut Qualtinger (*08.10.2026 † 29.09.1986).
Gerd Dudenhöffer präsentiert sein tragik-komisches Programm im Wuppertaler Opernhaus. Im Vordergrund die berühmte Skulptur „I’m Alive“ von Tony Cragg – © Achim OttoÜber das Programm:
Mit seinem Programm „DOD – Das Leben ist das Ende – Gerd Dudenhöffer spielt Heinz Becker“ startete der Kabarettist bereits im Jahr 2020. Dann machte ihm Corona einen Strich durch die Rechnung. Seine Tournee musste unterbrochen werden. Erst seit 2025 ist Gerd Dudenhöffer mit seinem Programm in überarbeiteter Form wieder auf den deutschen Bühnen unterwegs.
Der Inhalt: Plötzlich kaltweißes Licht. Heinz Becker kommt von der Beerdigung seiner Frau Hilde nach Hause.Er trägt einen schwarzen Anzug, in der Hand hält er fünf weiße Callas. I „Die hannich vergesst, ins Grab zu schmeißen.“ Stattdessen liegen die Blumen nun auf dem Küchentisch.Was will man machen!? „Willsche noch’n Bier?“ Obligat-liebenswerte Frage im früheren Leben. Ab jetzt muss er selbst entscheiden. Vertraute Routine? Weggebrochen. Nichts ist mehr, wie’s war. Sein Alltag – kollabiert. Dazu diese Trauer. Kummervolle Nachdenklichkeit. Diese unbeholfene Ratlosigkeit. Und langsam beginnt er zu sinnieren, zu reflektieren, zu verarbeiten. Gerd Dudenhöffer alias Heinz Becker wahrt geschickt die Balance zwischen Tragik und Komik. Tragikomisch eben. Denn Heinz ist nun einmal Heinz: „Todsicher“.
Über Gerd Dudenhöffer:
Einem breiten Publikum bekannt wurde Gerd Dudenhöffer durch seine Auftritte in Jürgen von der Lippes WDR-Fernseh-Show „So isses“ (1984 – 1989).
Seit 1985 steht er mit seinen Solo-Programmen auf der Bühne. Bislang schrieb er 19 Bühnenprogramme und 1 Theaterstück.
1992 – 2004 liefen 42 Folgen der TV-Serie „Familie Heinz Becker“ im Fernsehen.
Über die Auszeichnungen:
„Telestar“ – heute „Deutscher Fernsehpreis“ (1994) – „Saarländischer Verdienstorden“ (1996) – „Goldene Europa“ (1997) – „Deutscher Comedy-Preis“ (2004) – „Friedestrompreis“ (2006) – „Ehrenpeis des Landes Rheinland-Pfalz“ – „Deutscher Kleinkunstpreis“ (2015) – Ernennung zum „Ehrenkünstler des König Albert Theaters in Bad Elster“ (2023)
Die erfolgreiche Kultur-Managerin Csilla Letay von der Kultur-Event Agentur „Salon Knallenfalls“ und 2. Vorsitzende des BV des Fördervereins „Pro Mirke e.V.“ – © Malte ReiterTermin:
„DOD – Das Leben ist das Ende“
Gerd Dudenhöffer spielt Heinz Becker
Präsentiert vom „Salon Knallenfalls“
Samstag – 10.10.2026 – 20:00 Uhr
Opernhaus – Kurt-Drees-Str. 4 – 42283 Wuppertal
Tickets unter: http://www.eventim.de
Link zur Webseite der Kultur-Agentur „Salon Knallenfalls“
http://www.solonknallenfalls.de
Pressefoto © Gerd Dudenhöffer
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