19. August 2026Peter Pionke
„Sinneswandel“: Ein Kunst-Projekt wird erlebbar
Jan Koemmet, Wuppertaler Musiker und Initiator des performativen Kunst-Projektes „Sinneswandel“, posiert vor dem Wuppertaler Opernhaus – © privatGeplant sind insgesamt vier Themen-Abende: Feuer, Erde, Luft und Wasser. An dem performativen Kunst-Projekt sind 12 Künstlerinnen und Künstler beteilig, die jeweils vier eigene Werke beisteuern.
Jan Koemmet: „Erlebt, was passiert, wenn eine Landwirtin, eine Köchin, 12 Künstlerinnen und Künstler und ein Theater gemeinsam versuchen, klimafreundliche Ernährung nicht nur zu erklären, sondern auch auch erlebbar machen.“
Entscheidend ist, wann etwas geschieht – und wie die einzelnen Elemente aufeinander reagieren. Wie in einer Partitur werden sechs vegane Gänge, drei Theaterinterventionen des Jungen Theaters Leverkusen, zwölf eigens entstandene Kunstwerke, Gespräche, Landwirtschaft und Musik miteinander verwoben.
Auch die Musik folgt einer Dramaturgie. Sie führt von Bach über Mahler, Debussy und Mendelssohn bis zu Wagner und Schönberg. Vivaldis „Sommer“ erscheint in der zeitgenössischen Bearbeitung von Max Richter. Dazwischen spielt Jan Koemmet sein neues Lied „Im Land der tausend Feuer“ live mit Gesang und Gitarre.
Die „Sinneswandel“-Künstler-Crew bei einem der letzten Planungs-Meetings vor der Auftaktveranstaltung – © SinneswandelDie einzelnen Disziplinen laufen dabei nicht einfach nacheinander ab. Sie greifen ineinander. Der Künstler und Geiger Christian Knust etwa beantwortet die Frage nach dem Feuer in seinem Kunstwerk nicht nur mit Worten, sondern improvisiert vor seiner Arbeit auf der Geige. Während einer späteren Theaterszene wird bereits das Obst für das Dessert über dem Feuer gegrillt.
Auch das Menü von Küchenchefin Ulla Vöpel ist Teil dieser Komposition. Beim Probekochen wurden die sechs Gänge in dieser Woche ein letztes Mal aufeinander abgestimmt. Regionale und saisonale Produkte bilden ihre Grundlage.
Jan Koemmet, der künstlerische Leiter des Projektes erklärt: „Landwirtschaft hat einen Kalender. Küche kann ihm folgen. Wir haben lange an den einzelnen Teilen gearbeitet. Jetzt entsteht daraus ein gemeinsamer Rhythmus. Niemand liefert einfach nur seinen Beitrag ab. Kunst, Theater, Musik, Landwirtschaft und Küche reagieren aufeinander – und das Publikum wird Teil dieser Partitur.“
Das Plakat zur Veranstaltung – © SinneswandelTermin:
Performatives Kunst-Projekt
„SINNESWANDEL“
Auftakt-Veranstaltung: „eins:feuer“
Freitag – 28.08.2026 – 19:00 Uhr (Einlass 18:30 Uhr)
Eventschmiede Solingen – Müngstener Brückenweg 66 – 42659 Solingen
Link zur Webseite des Kunst-Projekts „Sinneswandel“:
https://sinneswandel-bergisches-land.de
Weiter mit:
Kommentare
Neuen Kommentar verfassen