14. August 2026

Pardun & Biniek stecken künstlerisch die Köpfe zusammen

Von Sommerpause keine Spur! In der Bergischen Kunstgenossenschaft (BKG) steht die nächste große Ausstellung an: Die Wuppertaler Künstlerinnen Birgit Pardun und Piet Biniek präsentieren ihre Werke. Die Vernissage findet am Sonntag (23.08.) um 12:00 Uhr im BKG-Studio im Kolkmannhaus statt.

Die beiden Wuppertaler Künstlerinnen Birgit Pardun (l.) und Piet Biniek stellen in der BKG gemeinsam aus – © BKG

Zur Natur der Malerei von Birgit Pardun gehört unbedingt der schnelle Gestus, mit dem ihre Bilder entstehen. Das verlangt, vollkommen im Moment des Schaffens voll und ganz präsent zu sein und auf das zu reagieren, was geschieht. Man braucht Vertrauen in die eigene Intuition und Fähigkeit ebenso wie den Mut, zu scheitern – vermeintlich Gelungenes mit einer einzigen Geste oder einem einzigen Pinselstrich zu ruinieren.

Was dabei herauskommt, ist ein Mix aus Malerei und typografischen Elementen, wobei sich der komplette Eindruck oft erst im Zusammenspiel mit den Bildtiteln entzündet. Die Bilder von Birgit Pardun sind selten einfach nur heiter. Und trotz ihrer vermeintlichen Einfachheit, die bisweilen an kindliche Malereien erinnert, sind sie weder niedlich noch eindeutig. 

Wie dem Kind geht es ihr nicht um reale Abbildung, sondern um Aneignung, um das Begreifen der wundersamen Welt der Erwachsenen mit all ihren widersprüchlichen und oft schwer zu ertragenden Erscheinungen. Es sind diese Dissonanzen und Brüche des Daseins des Menschen, für die sich Birgit Pardun interessiert und die sich in ihren Arbeiten widerspiegeln. 

Ein Werk der Wuppertaler Künstlerin Birgit Pardun – © Birgit Pardun

„Es geht nicht um Kunst, auch nicht um bloßes Können. Es geht um das Leben, und darum, für das Leben eine Sprache zu finden. Und es geht immer wieder auch um das, was noch nicht Kunst ist, was aber vielleicht Kunst werden kann“, so definierte die weltberühmte Choreografin Pina Bausch über ihre Kunst.“  „Ich finde, das passt auch auf die Kunst von Birgit Pardun“ (Auszüge aus einem Text der Kunstpädagogin Dr. Anne-Kathrin Reif)

Piet Binieks künstlerische Praxis ist geprägt von einer präzisen konzeptuellen Haltung. Ihre künstlerischen Arbeiten folgen inneren Ideen, die in Werken von hoher Intensität sichtbar werden.

„Ein zentrales Motiv ist der Körper als Medium: Er erscheint als Speicher von Empfindungen, Verletzungen und Wandlungen. Piet Binieks Arbeiten sind stark assoziativ und lassen viel Raum für eigene Erinnerungen und Erfahrungen der Betrachtenden.“ (Auszug aus einem Text der Kunsthistorikerin Karolina Bürger).

In dieser Ausstellung steht bei Piet Biniek eine reliefartige Bildtafel in kräftigem Dunkelrot im Zentrum. Auf ihrer Oberfläche befinden sich zahlreiche unregelmäßig verteilte, kugelförmige Erhebungen. Je länger man hinsieht, desto weniger eindeutig wird, was genau die Betrachter wirklich vor sich haben.

Ein Werk der Wuppertaler Künstlerin Piet Biniek – © Piet Biniek

Piet Biniek sagt dazu: „Fotografie, Performance, bildende Kunst ist eine Art, etwas auszudrücken, für das gesprochene Sprache nicht geeignet ist. Der Butoh-Tänzer Min Tanaka hat gesagt: Tanzen bedeutet, sich einer vorab definierten Norm zu widersetzen und an etwas zu rühren, das man sich nicht alleine nehmen kann. Das gilt, denke ich, auch für meine Kunst.“ Es ist übrigens das erste Mal, dass Birgit Pardun und Piet Biniek ihre Köpfe künstlerisch zusammenstecken.

Termin: 

Kunstausstellung

Birgit Pardun & Piet Biniek

Vernissage: Sonntag 23.09.2026 – 12:00 Uhr 

BKG-Studio im Kolkmannhaus – Hofaue 55 – 42103 Wuppertal – Innenhof – 3. OG

Das BKG-Studio ist samstags & sonntags von 14:00 – 17:00 Uhr geöffnet

Die Ausstellung läuft vom 23.08. – 13.09.2026

Link zur Webseite der Bergischen Kunstgenossenschaft (BKG):

http://www.bkg-wuppertal.de

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