18. Mai 2026Peter Pionke
WSV trennt sich von Cheftrainer und Berater
Der Wuppertaler SV geht ohne Cheftrainer Mike Wunderlich (r.) und Berater Stephan Küsters in die neue Saison in der Oberliga Niederrhein – © Archivfoto Jochen ClassenZeitnah soll demnach ein Nachfolger präsentiert werden – der Mann, der dann mit einer vermutlich komplett neuformierten Mannschaft das Thema Wiederaufstieg in Angriff nehmen soll.
„Der WSV bedankt sich bei Mike Wunderlich ausdrücklich für seinen Einsatz in einer sportlich herausfordernden Phase. Er hat Verantwortung übernommen und den Verein mit großem Engagement unterstützt. Der Verein arbeitet derzeit intensiv an der zukünftigen sportlichen Ausrichtung und wird zeitnah einen Nachfolger präsentieren. Ziel ist es, mit neuen Impulsen die Grundlage für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Wuppertaler SV zu schaffen“, so der Wortlaut der kurzen Pressemitteilung.
Mike Wunderlich war erst im Winter vom Ahrweiler BC an die Wupper gekommen, um den entlassenen Kollegen Sebastian Tyrala zu ersetzen. Doch auch er konnte das Blatt nicht wenden. Dabei hätte in diesen Jahr sogar der drittletzte Tabellenplatz ausgereicht, um in der Regionalliga zu bleiben. Selbst das Ziel wurde nicht erreicht. Weil nämlich Fortuna Düsseldorf aus 2. Bundesliga in de 3. Liga abgestiegen ist, muss die U23 der Düsseldorfer in die Oberliga Niederrhein zwangsabsteigen.
In nächster Zeit werden beim Wuppertalers SV zahlreiche Personalfragen entschieden. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Da auch Fußball-Fachmann Stephan Küsters dem Verein in der nächsten Oberliga-Saison offensichtlich nicht mehr als Berater oder Sportdirektor zur Verfügung steht, stellen sich viele WSV-Fans die bange Frage, wer hat denn jetzt in Reihen des WSV die nötige sportliche Kompetenz, eine schlagkräftige Mannschaft zusammen zu stellen, die im besten Fall nach einer Saison gleich wieder in die Regionalliga zurückkehrt? Oder liegt der Verzicht auf die Expertise Stephan Küsters auch an der sehr angespannten Finanzsituation des Traditionsvereins?
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