28. März 2024

Jan Filipzik: Kolumbien – letzte Station unserer Weltreise

Sie sind auf dem Weg, sich ihren grossen Traum zu erfüllen - die Unternehmensberaterin Lena Lichterbeck und der Berater Jan Filipzik, Ex-Chefredakteur des Wuppertaler Magazins "talwärts". Die beiden haben ihre gemeinsame Wohnung aufgegeben und sind unterwegs auf großer Weltreise. Dabei begleiten wir Lena und Jan. Gehen SIE mit auf große Reise - wenn SIE mögen...

Lena Lichterbeck und Jan Filipzik mit typischer Kopfbedeckung in Kolumbien – © reisen-ist.jetzt

Der Weg nach Kolumbien führt zurück über Lima. Mit dem Nachtbus machen wir uns von Arequipa auf den Weg dorthin, insgesamt 18 Stunden sind wir unterwegs. Wieder einmal stellen wir fest, wie riesig die Distanzen in diesem Land sind. Zum Glück haben wir im Bus die bequemste Option gebucht.

Und so dösen und schlafen wir vor uns hin, lesen ein wenig, schauen Serie und bestaunen die akrobatischen Übungen unserer Mitreisenden, während wir in unseren gemütlichen Sesseln Kilometer für Kilometer Richtung peruanischer Hauptstadt schaukeln. Weil wir von dort schon am nächsten Tag weiter nach Bogotá fliegen, haben wir uns für die Nacht ein Hotel direkt am Flughafen gemietet.

In Lenas & Jans Reiseblog „reisen-ist.jetzt – Unterwegs ist da, wo wir sind“ finden Sie noch viel mehr Fotos, Infos und Impressionen:

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Die bekanngte Kathedrale in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens – © reisen-ist. jetzt

Das verlassen wir nur abends kurz, um etwas zu essen, wobei die Portionen unerwartet riesig und wir am Ende ziemlich vollgefressen sind. Auf dem Weg zurück zu unserer Unterkunft werden wir immer wieder von jungen einheimischen Männern abgecheckt.

Oft rufen sie uns etwas hinterher oder sagen demonstrativ offensiv Hallo. Es geht ihnen darum, Präsenz zu zeigen, wir sollen wissen, dass sie hier sind – das haben wir inzwischen gelernt und es stört uns nicht.

Am nächsten Tag fliegen wir nach Kolumbien, dem letzten außereuropäischen Ziel unserer Weltreise. Auf den ersten Blick wirkt Bogotá deutlich sauberer, ordentlicher und fortschrittlicher als Lima. Es gibt sogar dreigelenkige Busse, was ich vorher noch nie gesehen habe. Doch der Eindruck ändert sich, je mehr wir uns der Innenstadt nähern.

Die Skyline von Bogotá, der kolumbianischen Metropole – © reisen-ist.jetzt

Der Verkehr ist chaotisch, vieles ist kaputt und dreckig, an nahezu jeder Ecke stehen Polizei und Militär, ihre Präsenz ist bemerkenswert. Was uns ebenfalls auffällt ist die Höhe. Die Stadt liegt auf 2.600 Metern und ist damit eine der am höchsten gelegenen Hauptstädte der Welt. Da kann die Luft im Wortsinn schon einmal etwas dünn werden.

Um einen Eindruck von Bogotá zu bekommen, unternehmen wir am nächsten Tag eine Free Walking Tour – die allerdings nur insofern kostenlos ist, als das man selbst bestimmen kann, was man am Ende gibt. Empfohlen werden umgerechnet 12 Euro pro Person, und das ist die Tour absolut wert.

Unser Guide führt unsere Gruppe drei Stunden durch die Gassen der Stadt, lässt uns das leicht alkoholhaltige Getränk Chicha probieren und stoppt an einem Markt, auf dem wir kolumbianische Schokolade kaufen, an zahlreichen Sehenswürdigkeiten, Plätzen, Kirchen und Regierungsgebäuden.

Eine malerische Gasse in Bogotá – © reisen-ist.jetzt

Dazwischen gibt es immer mal wieder kurze Informationen zur Geschichte des Landes, der Stadt, zur Kultur, zur Politik oder allgemein zum Lebensgefühl der Kolumbianer. Randvoll mit frischem Wissen stärken wir uns nach der Tour in einem kleinen Restaurant, das wir zufällig in einer Straße entdecken und in dem man uns für vier Euro ein komplettes vegetarisches Menü auftischt. Anschließend besichtigen wir das Goldmuseum und gehen noch kurz ins Fitnessstudio, das praktischerweise ein Teil des Gebäudes ist, in dem wir unser Airbnb gemietet haben.

Als wir am nächsten Tag wach werden und das Fenster unseres Schlafzimmers öffnen, riecht es nach Rauch. In Bogotá hat es gebrannt, ein Großfeuer, 70 Häuser sind zerstört worden. Doch in den Nachrichten aus Deutschland finde ich darüber nichts. Auch das sagt etwas aus – wie einseitig und beschränkt unsere Sicht und unser Zugang zu Informationen doch manchmal sind, während wir glauben, stets über alles Bescheid zu wissen.

Blick auf Bogotá vom Berg Monserrate – © reisen-ist.jetzt

Wir nutzen den Vormittag und setzen uns in ein Café, wo wir bei Kaffee, Empanadas und Keksen unsere Rückkehr nach Europa planen und recherchieren, wie und über welche Route wir von Madrid nach Wuppertal zurückreisen wollen. Anschließend machen wir uns gestärkt daran, den Berg Monserrate zu besteigen.

Er liegt direkt am Rand der Stadt, über zahlreiche Treppen und Serpentinen geht es insgesamt 600 Meter hinauf, bis auf 3.200 Meter. Von hier oben hat man eine schöne Aussicht und es ist deutlich kühler und angenehmer als in der Stadt. Um unsere Knie zu schonen, nehmen wir die Seilbahn zurück, deren steile Abfahrt durchaus beeindruckend ist.

Am nächsten Tag endet unsere Zeit in der Hauptstadt. Wir haben Bustickets nach Salento gekauft, wo zahlreiche Kaffeefarmen und ein wunderschönes Tal mit einmalig hohen Palmen auf uns warten. Unterwegs sehen wir viele Rennradfahrer, die vor einer malerischen Kulisse aus endlos grünen Bergen ihre Kilometer abspulen.

Lena Licherbeck auf einer der vielen Kaffee-Plantagen – © reisen-ist.jetzt

Salento selbst ist sehr lebhaft und touristisch und gefällt uns insgesamt trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb, sehr gut. Wir haben eine einfache Unterkunft am Stadtrand gemietet, umgeben von zahlreichen Katzen, Hunden und Vögeln, mit einem grünen Garten, in dem morgens das Frühstück serviert wird.

Unser erster Ausflug führt uns zu einer der Kaffeefarmen. Weil wir Lust auf ein bisschen Bewegung haben, verzichten wir darauf, einen Jeep zu buchen und laufen stattdessen – was sich aufgrund der zahlreichen Fahrzeuge auf der Schotterpiste als staubige Angelegenheit entpuppt.

Doch der Blick auf die umliegende Landschaft macht das wieder wett, es ist einfach extrem schön hier. Die Tour auf der Kaffeefarm ist genauso, wie man sie sich vorstellen würde. Sie lohnt sich, das abschließende Tasting ist interessant und macht Lust darauf, sich noch weiter mit dem Thema Kaffee auseinanderzusetzen.

Lena und Jan halfen bei der Ernte von Kaffee-Früchten – © reisen-ist.jetzt

Womit wir weniger gerechnet haben, sind diese kleinen Fliegen. „Ach guck mal. Hat mich das gerade gebissen? Ich merke gar nichts. Aber ein wenig blutet es. Na ja, aber solange es nicht wehtut, ist es ja nicht so schlimm.“ Die „kleinen Fliegen“ entpuppen sich als Kriebelmücken – und nein, der Biss tut wirklich nicht weh, aber nach ein paar Stunden fängt er an zu jucken. Und zwar schlimmer und länger als jeder normale Mückenstich.

Weil wir in unserer Sorglosigkeit nicht darauf achten, haben die Viecher jede Menge Zeit uns zu malträtieren. Mehr als 50 Stiche zählen wir beide am nächsten Tag – und das Jucken ist wirklich nicht von dieser Welt. Es begleitet uns auch in das Cocora-Tal, in dem die besagten, hohen Palmen wachsen. Genau gesagt sind es Wachspalmen, die bis zu 60 Meter hoch werden können und damit die höchsten Palmen der Welt sind.

Jan Filipzik als „Kaffe-Pflücker“ – © reisen-ist.jetzt

Das Tal ist ein Naturschutzgebiet und Teil des Los Nevados Nationalparks, der neben der spektakulären Landschaft auch zahlreiche Wandermöglichkeiten bietet. Eine davon nutzen wir und machen uns auf den etwa zweistündigen Aufstieg zu einem auf der Karte eingezeichneten Wasserfall. Letztlich entpuppt er sich als absolut unspektakulärer Bachlauf. Wir verbuchen die Wanderung als Workout und nehmen es sportlich.

Als Belohnung für die schweißtreibende Angelegenheit gönnen wir uns abends in der Stadt erst ein Bier, dann einen Wein und schließlich einen Burrito, der tatsächlich der beste Burrito ist, den ich je gegessen habe. Das lässt sogar fast das nervtötende Jucken der Mückenstiche vergessen, das nach wie vor in jedem Augenblick präsent ist und einfach nicht besser werden will.

Wir hoffen, zufrieden und mit vollem Bauch, trotzdem auf eine gute Nacht. Denn am nächsten Tag geht es früh raus. Wieder einmal wartet ein Bus auf uns, diesmal bringt er uns in die zweitgrößte Stadt des Landes: nach Medellín.

Jan Filipzik

  1. März 2024

Am 02. Mai erscheint „REISEN IST JETZT“ – das Buch von Jan Filipzik

© Harder Star

REISEN IST JETZT – Jan Filizik – Verlag Harder Star

Die Wohnung aufgeben und sieben Monate als digitale Nomaden durch Deutschland reisen. Anschließend den Job kündigen und zu einer 16-monatigen Weltreise aufbrechen. Und das im Alter von fast 40 Jahren. Kann das gut gehen? Anfang 2022 lässt sich Jan mit seiner Partnerin auf dieses Abenteuer ein. Und schreibt darüber – über die Vorbereitungen, den Auszug, die Reise und das, was sie mit ihm gemacht hat. Mit dem Buch will er andere Menschen ermutigen, Dinge auszuprobieren. Denn was kann schon passieren? Außer, dass man eine Menge Erfahrungen und Erkenntnisse verpasst, wenn man es nicht tut. Die Wohnung aufgeben und sieben Monate als digitale Nomaden durch Deutschland reisen. Anschließend den Job kündigen und zu einer 16-monatigen Weltreise aufbrechen. Und das im Alter von fast 40 Jahren. Kann das gut gehen? Anfang 2022 lässt sich Jan mit seiner Partnerin auf dieses Abenteuer ein. Und schreibt darüber – über die Vorbereitungen, den Auszug, die Reise und das, was sie mit ihm gemacht hat. Mit dem Buch will er andere Menschen ermutigen, Dinge auszuprobieren. Denn was kann schon passieren? Außer, dass man eine Menge Erfahrungen und Erkenntnisse verpasst, wenn man es nicht tut.

Erscheinungsdatum: 02. Mai 2024

Preis: 9,80 €

 ISBN: 978 90 833609 8 0

HIER KÖNNEN SIE DAS BUCH VORBESTELLEN:

https://www.harderstar.de/product-page/reisen-ist-jetzt-einmal-alles-auf-anfang

 

Lena Lichterbeck & Jan Filipzik: Grüße aus Bogotá mit einem kühlen Bier – © reisen-ist.jetzt

In Lenas & Jans Reiseblog „reisen-ist.jetzt – Unterwegs ist da, wo wir sind“ finden Sie noch viel mehr Fotos, Infos und Impressionen:

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