15. Februar 2024

Justizminister Limbach besucht Verein „Bewährungshilfe“

NRW-Justizminister Benjamin Limbach (Bündnis 90/Die Grünen) war am Dienstag zusammen mit Yazgülü Zeybek, Landesvorsitzende der Grünen in Nordrhein-Westfalen, zu Besuch in Wuppertal. Gemeinsam besuchten sie den „Verein für Bewährungshilfe Wuppertal“.

NRW-Justizminister Benjamin Limbach und Yazgülü Zeybek, Landesvorsitzende der Grünen in Nordrhein-Westfalen –  © Roland Lang / Die Grünen NRW

Der Verein unterstützt straffällig gewordene Menschen während ihrer Bewährungszeit, bei ihrer Rückkehr in die Gesellschaft. Dafür bietet der „Verein für Bewährungshilfe Wuppertal“. Wohnraum, Anti-Gewalt-Training und außergerichtliche Täter-Opfer-Ausgleichsgespräche an.

Minister Benjamin Limbach und Yazgülü Zeybek kamen anschließend  im Kultur- und Kommunikations-Zentrum „die börse“ auch mit „normalen“ Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch und beantworteten Fragen aus dem Publikum.

Ina Besche-Krastl, Landtagsabgeordnete für den Kreis Mettmann, eröffnetegemeinsam mit Inan Özer, Vorsitzender der Wuppertaler Grünen, die Podiumsdiskussion zum Thema „Gemeinsam Demokratie verteidigen“.

Vor ungefähr 100 Bürgerinnen und Bürgern schilderte Justizminister Benjamin Limbach seine Eindrücke von dem Besuch bei dem Wuppertaler „Verein für Bewährungshilfe“: „Die Aufgabe der Gesellschaft hört nicht auf, wenn jemand aus dem Gefängnis entlassen wird. Dann geht die Arbeit erst los.“

Verein „Bewährungshilfe“ ist seit 70 Jahren aktiv

Und die grüne Landesvorsitzende Yazgülü Zeybek ergänzte: „Dieser Verein leistet seit fast 70 Jahren einen großartigen Beitrag. Die angebotenen Sozialkurse vermitteln Erfahrungen jenseits des kriminellen Umfelds und geben den jungen Menschen wichtige Werkzeuge an die Hand, damit sie ihren Platz in der Gesellschaft wiederfinden.“

Auf Fragen zur aktuellen Protestbewegungen für Demokratie und gegen die AfD erklärte Benjamin Limbach: „Zu den Demonstrationen in Nordrhein-Westfalen haben breite gesellschaftliche und politische Bündnisse aufgerufen, in der Politik über die Parteigrenzen hinweg. Das macht die Demonstrationen besonders stark.“

Und Yazgülü Zeybek ergänzte: „Das waren die Sportvereine, das waren die Unternehmen. Die haben gesagt: Die AfD ist wirtschaftsfeindlich, sie ist demokratiefeindlich.“

Angesprochen auf die Arbeit der Grünen in der Landesregierung erklärte die Landesvorsitzende: „Wir Grüne erleben eine Eintrittswelle. Mehr als 600 Anträge für eine Parteimitgliedschaft wurden in den letzten Wochen bei den GRÜNEN in Nordrhein-Westfalen gestellt. Das nehmen wir ernst. Bei uns können die Menschen sehen, dass sie mitentscheiden können. Und es ist gut, dass gerade auch andere demokratischen Parteien wachsen. Denn wir brauchen alle.“

Am Ende richtete der Minister für Justiz Benjamin Limbach seine Worte direkt an das Publikum: „Es wird Sie alle brauchen. Weimar ist nicht nur an Fehlern in der Verfassung und einer autokratischen Verwaltung gescheitert sondern auch am Wahlverhalten der Bürgerinnen und Bürger. Es kann bei der EU-Wahl keine Nichtwähler geben. Sie haben eine Verantwortung bei Ihren Kindern und Ihren Enkeln.“

Nach dem Podiumsgespräch bestand noch die Möglichkeit für ein persönliches Gespräch mit Benjamin Limbach und Yazgülü Zeybek.

 

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