9. September 2026Peter Pionke
INSEL: Anlegestelle für hochkarätige Kultur-Events
Die renommierte Wuppertaler Akkordeon-Virtuosin Ute Völker – © Silke KammannAn jedem dritten Freitag im Monat lädt der INSEL Kulturgarten dazu ein, gemeinsam „Bleibefreiheit“ zu erleben und zu gestalten. Nach der Philosophin Eva von Redecker ist wahre Freiheit die Freiheit, Zeit zu haben und an einem Ort bleiben zu können, den man liebt. Die Natur selbst ist ein Akteur, dessen „Bleiben“ Freiheit erlebbar macht.
Am Freitag (18.09.) geht es um das verborgene Orchester im Untergrund, das mit akustischer Bodenforschung erkundet werden soll. Als besonderer Gast ist die Wuppertaler Improvisationsmusikerin Ute Völker dabei, die sich mit allen anderen im INSEL Kulturgarten auf eine ungewöhnliche Klangexpedition begibt und um 18 Uhr mit einer künstlerischen Intervention aktiv wird.
Im INSEL Kulturgarten wird die Erde hörbar: Mithilfe von Bodenmikrofonen des Projekts Sounding Soil (initiiert von der Schweizer Stiftung Biovision und dem Podcast Soilcast) widmet sich das Team den Geräuschen des Bodenlebens. Vom entsiegelten Spaltengarten über Hochbeete und Baumscheiben bis hin zum Dachgarten und den Grünflächen wird sichtbar – und vor allem hörbar –, wie lebendig städtischer Boden sein kann.
Mit den Messgeräten wird dieses faszinierende „Bodenorchester“ direkt erlebbar. Ob Springschwänze, Asseln, Hundertfüßer, Käfer, Larven oder Regenwürmer: Die Tiere erzeugen typische Geräusche beim Fressen, bei der Fortbewegung oder nutzen den Untergrund durch feine Vibrationen sogar zur Verständigung. Je vielfältiger die Klangkulisse, desto gesünder und artenreicher ist die Bodenfauna.
Ein gesunder Boden ist unverzichtbar für Ernährungssicherheit, Klimaanpassung und Artenvielfalt. Genau dieses Bewusstsein möchte die akustische Bodenforschung stärken. Mit dem Projekt verbindet der INSEL Kulturgarten Kunst und Umweltbewusstsein für gesunde Böden, Ernährung und Klimaresilienz.
Über Ute Völker
Ute Völker ist als Akkordeonistin auf freie improvisierte Musik spezialisiert. In ihrer Musik lotet sie die Möglichkeiten ihres Instrumentes aus. Sie erschafft Klangarchitekturen, die in Raum und Zeit zerfließen und sich zu immer wieder neuen und überraschenden akustischen Formen verbinden. Sie konzertiert regelmäßig bei internationalen Festivals für improvisierte Musik in Europa, wo sie als Solistin oder mit verschiedenen Besetzungen auftritt. Sie gab Konzerte in den USA, Kanada, Afrika, China und in Südamerika.
Sie studierte Akkordeon und Tonsatz an der Musikhochschule Köln / Abteilung Wuppertal und anschließend Musikwissenschaften, Germanistik und Phonetik in Köln, Wien und Paris. Sie absolvierte zusätzlich ein Studium für Kulturmanagement an der Technischen Universität Kaiserslautern. Ute Völker lebt in Wuppertal und arbeitet als Musikpädagogin an der Musikschule Bochum.
INSEL Kulturgarten – Bleibefreiheit – Freitag – 18.09.2026 – 16 – 19 Uhr – Eintritt frei
https://www.biovision.ch/soundingsoil/ueber-soundingsoil/
Das Schumann-Jazz-Trio tritt auf der INSEL auf: (v.l.) Conrad Noll, Joerg Kaufmann und Mathias Haus – © Web DiesnerEin außergewöhnliches Jazz-Trio nähert sich der romantischen Klangwelt Robert Schumanns auf ganz eigene Weise: Schumanns „Kinderszenen“ op. 15 werden in einer kammermusikalischen Besetzung neu interpretiert – inspiriert von zeitgenössischem Jazz, und doch tief verwurzelt in der Originalsprache Schumanns.
Der musikalische Ansatz ist kein Crossover im üblichen Sinne, es entsteht eine eigenständige Klangwelt, in der die Poesie der romantischen Charakterstücke für Klavier auf Elemente aus dem Jazz trifft. Dabei wird die lyrische Essenz der „Kinderszenen“ bewahrt, lässt sie durch veränderte harmonische Farben, neue rhythmische Perspektiven oder freie formale Gestaltung in ein neues Licht treten. Das Trio vereint drei Musiker mit langer Erfahrung an der Schnittstelle von klassischer Musik, freier Improvisation und modernem Jazz. Die Instrumentierung schafft dabei eine transparente, kammermusikalische Ästhetik, die die Tiefe der Vorlage respektvoll reflektiert – und zugleich offen ist für klangliche Neuentdeckungen.
Joerg Kaufmann studierte Schulmusik und Germanistik in Saarbrücken und Jazz-Saxophon und Flöte an der Musikhochschule Köln, u.a. bei Wolfgang Engstfeld, Jiggs Whigham, Axel Jungbluth, Manfred Schoof und Rainer Brüninghaus. Es folgten zahlreiche Tourneen und Produktionen, z.B. mit Supersession, Alphonse Mouzon, Slide Hampton, Pete York, Bobby Shew, Peter Herbolzheimer, Billy Cobham, Bob Mintzer, Danny Gottlieb, Axel Fischbacher und vielen anderen. Der Saxophonist war von 2000 bis 2008 festes Mitglied der SWR Bigband und hatte dort Gelegenheit, mit zahlreichen internationalen Stars der Bigband-Szene wie Sammy Nestico, Toshiko Akiyoshi, Bob Florence, Don Menza oder Rob Mc Connell zusammenzuarbeiten.
Mathias Haus gehört zu den vielseitigsten Jazz-Vibraphonisten unserer Zeit. 1963 geboren, lernte er als Kind zunächst Klavier und Schlagzeug. Seine Affinität zum Vibraphon erwuchs aus der logischen Verknüpfung von Klavier und Schlagwerk. Bereits mit 16 begann er in Düsseldorf, klassisches Schlagwerk zu studieren. Nach der Produktion einer Duo CD Vibraphon/Klavier als 17-jähriger (mit Oliver Kels) lud Gary Burton ihn mit 20 nach Boston ein, um dort bei ihm Jazzvibraphon zu studieren. Zudem studierte er dort Komposition bei Hal Crook, John LaPorta und Herb Pomeroy. Der vielfach preisgekrönte Musiker ist auf mehr als 30 CDs als Leader oder Gastmusiker zu hören. In eigenen Bands und Projekten spielte er u.a. mit dem Atom String Quartet, Jim Black, Pablo Held, Donny Mc Caslin, Christian Jacob, Vadislav Sendecki, Hugo Read, Andre Nendza und Philipp van Endert zusammen.
Conrad Noll ist ein in Köln lebender Kontrabassist und Cellist. Seine musikalische Ausbildung begann er im Alter von acht Jahren zunächst mit klassischem Cellounterricht. Seine Liebe zu den tiefen Tönen und sein Interesse am Jazz brachte ihn jedoch im 16. Lebensjahr dazu, Kontrabass zu lernen. Angefangen als Hobby, verdrängte der Bass mit zunehmenden Ambitionen das Cello. 2011 begann Conrad sein Studium an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Dort hatte er unter anderem Unterricht bei Sebastian Gramss, Dietmar Fuhr und Dieter Manderscheid. Neugierde und Lust am Experimentieren ließen ihn schließlich das Cellospiel fortsetzen, diesmal jedoch im Jazz-Kontext. Und so folgte dem abgeschlossenem Kontrabass-Studium noch ein Bachelor im Fach „Jazz-Cello“, ebenfalls an der HfMT Köln. Als Bandleader ist Conrad Noll u.a. mit seiner Formation „My Little Cello“ zu hören, mit der er seine Klangvorstellungen vom Cello als Melodieinstrument im Jazz umsetzt.
Der INSEL Musiksalon, kuratiert von dem Pianisten Mark Kantorovic, belebt eine alte Idee neu. Musikerinnen und Musiker von Klassik bis Neue Musik spielen und singen auf der INSEL und erzählen von ihrer Musik. Immer sonntags. Die Bar ist geöffnet. Wir lauschen.
Besetzung: Joerg Kaufmann (Saxophon – Flöte) – Mathias Haus (Vibrafon) – Conrad Noll (Kontrabass – Cello)
INSEL Musiksalon: Schumann meets Jazz: Kinderszenen – Sonntag – 20.09. 2026 – 18 Uhr (Einlass: 17:30 Uhr) – Eintritt: 12/6 (VVK) und 14/8 (AK)
Für Besucher unter 21 Jahren ist der Eintritt frei. Bitte sendet uns bei Interesse eine kurze Nachricht an kasse@insel.news.
Der englische Jazz-Gitarrist Nick Costley-White – © Nick Costley-WhiteNick Costley-White ist einer der gefragtesten Jazzgitarristen Großbritanniens und bekannt für sein tiefes Verständnis der Jazztradition, seine virtuose Technik und seinen progressiven Ansatz bei der Improvisation. Im Laufe seiner Karriere trat er mit einigen der renommiertesten Musiker Großbritanniens auf und begeisterte das Publikum in Europa, Asien und Australien.
Costley-Whites drittes Album, benannt nach dem portugiesischen Wort für „Punsch“ (das Getränk), ist eine berauschende Mischung kultureller Einflüsse, die die tanzbaren Rhythmen und verspielten Melodien Brasiliens und Kubas mit der Harmonie und dem Swing des amerikanischen Jazz verbindet. Die sieben Originalstücke des Albums „Poncha“ zeigen den melodischen und sehr rhythmischen Kompositionsansatz des Gitarristen und lassen sein Quartett seine komplexen Kompositionen mit Persönlichkeit und Energie interpretieren.
Das lineare melodische Zusammenspiel, beeinflusst von Musikern wie Jacob Do Bandolim und Pixinguinha, die farbenfrohe harmonische Sensibilität von Costley-Whites Vorbildern wie Joe Henderson und die abenteuerlichen und fröhlichen Improvisationen aus allen Ecken des Ensembles werden von der reichen und verspielten Rhythmik und dem Groove Südamerikas umrahmt.
Besetzung: Nick Costley-White (Guitar) – Ivo Neame (Piano) – Phil Donkin (Double Bass) – Jay Davis (Drums)
INSEL Jazz: Nick Costley-White – Samstag – 19.09.2026 – 19:30 Uhr (Einlass: 19 Uhr) – Eintritt: 18/8 (VVK inkl. Gebühren) und 20/10 (AK)
Für Besucher unter 21 Jahren ist der Eintritt frei. Bitte sendet uns bei Interesse eine kurze Nachricht an kasse@insel.news.
www.insel.news/jazz/category/nick-costley-white
Uta Holst Ziegler alias U.T.A. und Milan de Korte gehen in einen Dialog mit dem Regisseur, Sänger und Autor Torsten Krug – © Collage Zara GaykDie einen sind klassische Sängerinnen und Sänger aus dem Ensemble der Oper Wuppertal, die anderen Singer-Songwriter oder Jazzmusiker. „Songs & Arien“ verbindet Musik und Gespräch zu einem Abend, wie es ihn sonst nicht gibt: Arie trifft Song, Jazz trifft Kunstlied.
Musikwelten begegnen sich auf Ohrenhöhe. Live, spielerisch und im Dialog mit dem Regisseur, Sänger und Autor Torsten Krug. In unserer bereits sechzehnten Ausgabe treffen die Singer-Songwriterin und Loopvirtuosin Uta Holst Ziegeler, genannt U.T.A. und der junge niederländische Tenor Milan de Korte aufeinander. Die Bar ist geöffnet. Wir lauschen.
U.T.A., das ist die stimmgewaltige rheinische Singer-Songwriterin und Loopvirtuosin Uta Holst Ziegeler. Seit acht Jahren, unzähligen kleinen und grossen Konzerten sowie vier, von der Fachpresse hochgelobten Alben, begeistert sie mit ihrer Musik aus Soul, Funk, Blues, Country, Folk und Americanaelementen und ihrem feinen Songwriting die Menschen.
Als Onewomanband, ausgerüstet mit Western- und E-Gitarre, Loopstation und Percussion, spielt sie sich in die Herzen ihres Publikums. Ihre aussergewöhnliche Stimme und ihre Songs bewegen Kopf, Seele und Beine. U.T.A. spielt ausschliesslich selbst komponierte und getextete Songs in englisch und deutsch. Sie tritt außerdem gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schauspieler Axel Holst in mehreren Fomaten auf, in dem sie Musik und Rhythmus mit gesprochenem Wort thematisch und emotional verbinden. Im April dieses Jahres kam mit Erfolg ihr Album ON THE WING heraus.
Der niederländische Tenor Milan de Korte schloss 2023 seinen Bachelor in Classical Voice am HKU Utrechts Conservatorium ab, wo er bei Selma Harkink studierte und weiterhin studiert. Derzeit absolviert er seinen Master an der Dutch National Opera Academy, an der er 2026 graduieren wird. Milan de Korte sammelte Erfahrungen auf bedeutenden Opernbühnen, unter anderem im Ensemble von RITRATTO von Willem Jeths beim Opera Forward Festival der Dutch National Opera & Ballet sowie im Chor von ANIMAL FARM von Alexander Raskatov an der Dutch National Opera & Ballet und an der Wiener Staatsoper. Als Solist der Dutch National Opera Academy sang er die Rolle des Iro (IL RITORNO D’ULISSE IN PATRIA). Neben seiner Opern-Tätigkeit widmet sich Milan de Korte intensiv dem Lied- und Oratorienrepertoire. Ab September 2026 gehört Milan de Korte dem Ensemble der Oper Wuppertal an.
Besetzung: U.T.A alias Uta Holst Ziegler (Gitarre – Percussion – Gesang) – Milan de Korte (Tenor) – Roberto Secilla (Klavier) – Torsten Krug (Gastgeber) – Sarah Prizn & Elisabeth von Blumenthal (Ausstattung) – Laura Knoll (Dramaturgie)
INSEL Songs & Arien: Freitag – 18.09.2026 – 19:30 Uhr (Einlass 19 Uhr) – Eintritt: 20 / 10 / 7 (VVK zzgl. Gebühren und AK).
Tickets über Kulturkarte: https://wuppertaler-buehnen.reservix.de/p/reservix/event/2536194
Die „Rheingans-Sisters“ aus London (England) stehen in Wuppertal auf der INSEL-Bühne – © Dalma Berger & Tamsin ElliotRowan Rheingans ist eine englische Folk-Sängerin, Musikerin und Songwriterin, die Geige und Banjo spielt. Mit ihrer Schwester Anna bildet sie das Duo „The Rheingans Sisters“. Sie wuchsen im Dorf Grindleford im Peak District von Derbyshire auf. Ihr Vater war Geigenbauer und erfand das Bansitar-Instrument, während ihre Mutter samstagmorgens einen Clogging-Club für Kinder leitete und das Eyam Folk Festival in den Derbyshire Dales organisierte.
Rowan Rheingans studierte traditionelles Geigenspiel in Schweden und Norwegen. Sie gehört neben den „The Rheingans Sisters“ auch zur Folk Gruppe „Coven“ (mit den englischen Musikern O’Hooley & Tidow) und spielt in dem Folk-Vokaltrio „Lady Maisery“. Zweimal wurde sie mit dem BBC Radio 2 Folk Awards ausgezeichnet und erhielt 2021 den Paul Hamlyn Foundation Award for Artists. Sie lebt in Sheffield in South Yorkshire, England.
Ihre Schwester Anna Rheingans ist ebenfalls eine preisgekrönte Musikerin, Komponistin, Songwriterin und Textildesignerin. Sie spielt Violine, 5-saitiges Banjo, Tamburin à Cordes sowie Flabuta und singt. In den letzten 15 Jahren hat Anna die Musiktraditionen Schwedens, Norwegens und Südfrankreichs eingehend studiert. Sie liebt es, die verschiedenen musikalischen Traditionen zu kombinieren und zu erforschen. Sie lebt und arbeitet in Großbritannien und Frankreich und tritt Solo und mit verschiedenen Projekten regelmäßig in Großbritannien und Europa auf. Gemeinsam singen The Rheingans Sisters auf Englisch und Französisch und lassen sich von der traditionellen Folkmusik Großbritanniens, Frankreichs, Skandinaviens und Amerikas inspirieren.
2019 feierten sie mit dem Musical „Dispatches on the Red Dress“ Premiere, das sie gemeinsam mit Liam Hurley entwickelt haben. Die Show thematisiert die Jugend ihrer deutschen Großmutter im nationalsozialistischen Deutschland der 1940er Jahre. Das rote Kleid, das dem Stück seinen Titel gab, wurde für ihre Großmutter angefertigt, die es am Ende des Zweiten Weltkriegs trug. Die Show wurde mit dem Edinburgh Fringe First Award ausgezeichnet. „The Rheingans Sisters“ wurden 2019 für den BBC Radio2 Folk Awards als bestes Duo/beste Band nominiert.
Besetzung: Rowan Rheingans (Geige – Banj – Tamburin – Gesang) – Anna Rheingans (Geige – Tamburin – Gesang)
INSEL Schwebeklang: Klangkosmos NRW – The Rheingans Sisters (UK) – Donnerstag – 17.09. 2026 – 19:30 Uhr (Einlass: 19 Uhr) – Eintritt: 13/5 (VVK inkl. Gebühren) und 15/5 (AK)
www.insel.news/schwebeklang/category/the-rheingans-sisters-uk
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