21. Juli 2026

Miriam Scherff: Solidarität mit bedrohter Oberbürmeisterin

Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff hat jüngst öffentlich gemacht, dass sie anonym über soziale Medien in übelster und infamster Weise beschimpft, beleidigt und bedroht wurde. Selbst ihre kleine Tochter verschonten die Hater im Internet nicht. 

Oberbürgermeisterin Miriam Scherff wurde Opfer von anonymen, hinterhältigen Hatern, die sie in sozialen Medien beschimpften, beleidigten und bedrohten – © Stadt Wuppertal

Die gemeinen, verbalen Attacken und sexistischen Anfeindungen gegen ihre Person und ihre Familie, die Miriam Scherff mit einem Video ins Licht der Öffentlichkeit gerückt hat, löste eine Welle der Solidarität aus.

Jetzt haben sich auch Führungskräfte der Stadt Wuppertal über Parteigrenzen hinweg in einem offenen Brief demonstrativ und vorbehaltlos hinter die junge SPD-Politikerin und zugleich hinter alle weiblichen Mandatsträgerin in der Bergischen Metropole gestellt 

Hier der offene Brief im Wortlaut:

„Unsere Oberbürgermeisterin Miriam Scherff hat am 11. Juli 2026 öffentlich gemacht, welchen sexuellen und gewaltsamen verbalen Angriffen sie – und besonders infam auch ihre kleine Tochter – insbesondere auf ihren Social-Media-Kanälen ausgesetzt ist. In der Presse sind die Beleidigungen und verbalen Angriffe teilweise zur Dokumentation aufgezeigt worden. 

Im Anschluss daran haben Mandatsträgerinnen verschiedener demokratischer Parteien ebenfalls veröffentlicht, welche sexuellen und anderen Diskriminierungen sie erfahren.

Der Verwaltungsvorstand, die Führungskräfte der Ämter, Ressorts, Stadt- und Eigenbetriebe der Stadt Wuppertal sowie der städtischen Töchter und Gesellschaften stellen sich mit einer Null Toleranz-Haltung gegen Angriffe und Beleidigungen jeglicher Art hinter Miriam Scherff und die Mandatsträgerinnen.

Die Wuppertaler Dezernentin Dr. Sandra Zeh  gehört auch zu den Unterzeichnerinnen des offenen Briefes – © Stadt Wuppertal

Wir sind froh und stolz, als Stadtverwaltung Wuppertal in herausragenden Funktionen endlich weiblicher geworden zu sein. Dazu gehören eine weibliche Oberbürgermeisterin, drei weibliche Dezernentinnen und zahlreiche weibliche Führungskräfte in den Leitungsfunktionen der Stadt Wuppertal. Unsere Mitarbeitenden und Bürgerinnen und Bürger profitieren von mehr diversen Blickwinkeln und Perspektiven. Sie machen uns als Führungskräfte diverser und damit auch vielfältiger im Denken und Handeln: wir stehen für Vielfalt und gegen Diskriminierung.

Wir alle wissen um abwertende und sexistische Kommentare gegenüber Frauen, doch die aktuelle Steigerung durch extreme Herabwürdigungen, Beleidigungen und Gewaltandrohungen bis zur Bedrohung der Familie haben eine neue, für uns absolut nicht akzeptable Dimension erreicht. Der Versuch, Frauen so aus verantwortungsvollen Positionen in Gesellschaft, Politik, Verwaltung, Unternehmen und Führung herausdrängen und einschüchtern zu wollen, wird nicht funktionieren.

Wir stehen ausdrücklich solidarisch hinter Miriam Scherff und allen weiblichen Mandatsträgerinnen. Beigeordnete Annette Berg, Dr. Katrin Linthorst, Gunnar Ohrndorf, Dr. Sandra Zeh für die Leitungen der Ressorts, Stadtbetriebe, Ämter und Eigenbetriebe/städtischen Gesellschaften und Töchter sowie Christina Escher für die Personalvertretung der Stadt Wuppertal.“Solif

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