24. Februar 2020

Lindh bei Schiffstaufe der Sea-Watch 4

Der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Helge Lindh (SPD) war bei der Schiffstaufe des Seenotrettungsschiffs "Sea-Watch 4" in Kiel dabei. Sein Appell: Endlich eine dauerhafte Seenotrettungsmission im Mittelmeer zu installieren!

Helge Lindh bei der Schiffstaufe in Kiel vor der „Sea-Watch 4“ – © Büro Helge Lindh

 

 

Helge Lindh lobte das Engagement der Evangelischen Kirche Deutschlands und der ehrenamtlichen Crew des Schiffs. Die Sea- Watch 4 steht seit ihrer Taufe am vergangenen Donnerstag im Dienst von United4Rescue und Sea-Watch.

Helge Lindh: „Das Schiff und seine Mission sind für mich ein besonderer Ausdruck der Menschlichkeit. Seenotrettung ist ein Akt der Nächstenliebe und verkörpert daher eine Grundhaltung unserer Gesellschaft. Es vertritt die Schönheit unseres Grundgesetzes, in dem die Würde des Menschen als unantastbar verankert ist, in ihrem täglichen Tun. An einem Tag, der geprägt war von Hass und den zutiefst rassistischen Taten in Hanau, ist dies ein besonders wichtiges Zeichen der Menschlichkeit. Nur durch das Engagement der Crew und vieler anderer kann der politisch ausgehandelte Ad-hoc-Verteilmechanismus und die Öffnung der italienischen Häfen tatsächlich Menschen vor dem Tod sowie einer wochenlangen Odyssee auf dem Mittelmeer bewahren.“

Der Politiker erklärte, man müsse sich aber zugleich eingestehen, dass der politische Wille in Europa – und auch in Teilen Deutschlands – bislang fehle, das Provisorium der ehrenamtlichen Seenotrettung durch eine dauerhaft staatliche zu ersetzen. Der nach schwierigen Verhandlungen vereinbarte Ad-hoc-Verteilmechanismus könne nur wirksam werden, wenn wir eine dauerhafte Seenotrettungsmission garantieren könnten. Unter keinen Umständen sei es jemals legitim, Hilfe in Lebensgefahr zu verwehren.

Helge Lindh (v.r.) bei der Schiffstaufe – © Büro Helge Lindh

Lindh unterstrich: „Ich freue mich besonders, dass es die evangelische Kirche war, die den Ankauf eines neuen Schiffes federführend initiierte und dieses Vorhaben in Windeseile realisierte. Nun kann das Schiff für weitere Restaurationsarbeiten nach Spanien aufbrechen, um ab Frühjahr Menschenleben im Mittelmeer zu retten. In guter christlicher Manier lässt sich daher nur mit den Worten des EKD Ratsvorsitzenden Bedford-Strohm bemerken: Man lässt keine Menschen ertrinken! Die Besatzung der „Sea-Watch 4“ geht hier mit bestem Beispiel voran.“

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