20. Oktober 2026

Dieter Abholte beschreibt den Wandel der Insel Ibiza

Er ist ein hochdekurierter Journalist und ein begnadeter Autor, der regelmässig für die großen deutschen Magazine und Blätter schrieb. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere verlor Dieter Abholte, der seit über 50 Jahren glücklich mit seiner Christine verheiratet ist, sein Herz ein zweites Mal - ohne allerdings, dass seine geliebte Ehefrau einen Grund zur Eifersucht gehabt hätte. Denn auch sie teilt seine große Leidenschaft für Ibiza. Gemeinsam beschlossen sie, die heute so beliebte Baleraren-Insel zur ihrer zweiten Heimat zu machen. Eine Entscheidung, die beide nie bereut haben.

Leben seit vielen Jahren glücklich auf Ibiza: Der Journalist und IbizaHEUTE-Chefredakteur Dieter Abholte und seine Ehefrau Christine – © Paul Coon

Nach dem Motto einmal Journalist, immer Journalist, wollte Dieter Abholte auch auf dem schönen Mittelmeer-Eiland nicht nur die Sonne am weißen Sandstrand geniessen und sich tatenlos vom einmaligen Flair und der ganz besonderen Atmosphäre Ibizas treiben lassen. Also übernahm er vor Ort die damals kleine Insel-Zeitung „IbizaHEUTE“, die gerade einmal 32 Seiten hatte, von journalistischen Amateuren produziert und in schwarz-weiß gedruckt wurde. Daraus entwickelte der Vollprofi ein farbenprächtiges Hochglanz-Magazin, immerhin 178 Seiten stark.

Längst ist IbizaHEUTE das angesagteste, erfolgreichste Print-Medium auf der Insel, ein moderner Reiseführer und Ratgeber für deutsche Residenten und Touristen. Hier finden sie exklusive Restaurants-Tipps für jeden Geldbeutel, einen attraktiven Event-Kalender, Insider-Promi-Storys, aber auch spannende, informative Hintergrundgeschichten über zum Teil haarsträubende, politische Entscheidungen der Inselregierung. Wer möchte, kann IbizaHEUTE auch abonnieren und sich die acht Ausgaben pro Jahr nach Hause in Deutschland schicken lassen.

IbizaHEUTE: Print-Magazin, Online-Ausgabe oder ePaper

Ibiza-Fans, die immer rund um die Uhr exklusiv und aktuell über das Geschehen auf ihrer Lieblings-Insel im Bilde bleiben wollen, haben die Möglichkeit, die sehr ansprechende Online-Ausgabe oder das ePaper des Magazins zu abonnieren. Dann sind sie auch gut 1.500 Kilometer Luftlinie entfernt immer nah dabei.

Über den Journalisten Dieter Abholte, der in seiner zweiten Heimat Ibiza eine beeindruckende Erfolgsgeschichte schrieb, dort rund neun Monate im Jahr lebt und die restliche Zeit in seinem Haus in Hamburg verbringt, lesen Sie in Kürze an gleicher Stelle ein spannendes, ehrliches und sehr informatives Interview.

Hier schon einmal ein kleiner Vorgeschmack auf einen der inhaltlichen Schwerpunkte des Gesprächs, das wir auf der Terrasse seiner wunderschönen Residenz führten, mit Blick auf den großen Pool, das türkisfarbene Meer und die imposante Altstadt, mit der Renaissance-Stadtmauer und der Kathedrale Santa Maria de las Nieves.

Dieter Abholte thematisiert brillant in dem folgende Editorial den Wandel des alten zum neuen Ibiza:

Ein Dokument des alten Ibizas: Eine Strandparty an einem Chiringuito in der Cala Mitjorn – © IbizaHEUTE

„Ich liebe das alte und das neue Ibiza“

„Das angekündigte Unwetter war da auf Ibiza. Blitze zuckten über den drohend schwarzen Himmel. Gewitter-Böen fegten durch die Pinien und ließen die Wedel der Palmen rauschen. Dazu peitschte der Regen gegen die Fensterscheiben. Ja, im Herbst kann es auch mal ungemütlich werden auf Ibiza und Formentera. Aber anders, als wir es von Deutschland kennen. Wo sich das schlechte Wetter auch mal tagelang festsetzt, ist hier alles in zwei Tagen vorbei. Dann strahlt wieder die Sonne vom makellos blauen Himmel. Und es ist selbst im Spätherbst und Winter so warm, dass man im T-Shirt am Strand sein kann.

Auch da sind wir glückliche Inseln. Manchmal wird einem dieses wunderbare Leben hier im Mittelmeer nicht mehr bewusst. Es ist zur Gewohnheit geworden. Man nimmt das Schöne als selbstverständlich hin, empfindet aber die Schattenseiten dann viel stärker. Das wurde mir am Freitag bewusst. Ich hatte ein Treffen zum Interview mit Peter Pionke. Er ist Chefredakteur des Online-Mediums „DIE STADTZEITUNG“ mit Sitz in Wuppertal und mit großer Liebe zu Ibiza. Das fing damit an, dass er im August 1987 als Reporter des „Kölner Express“ zur Hochzeit von Nina Hagen auf die Insel geschickt wurde.

Die Zeit als Polizei-Reporter in Köln

Auch da verbinden Peter und mich jetzt neu entdeckte Gemeinsamkeiten. Ich  war ein paar Jahre früher Polizei-Reporter beim „Express“. Es war eine aufregende Zeit. Ich deckte einen Bankraub auf, überführte den Täter, schleuste mich in Drogenbanden ein und bekam vom Innenminister einen Waffenschein für einen Revolver, weil Gangster drohten, sich zu rächen: „Für dich haben wir nur noch Messer oder Pistole.“ Lange ist es her, und echte Anschläge auf mein Leben gab es zum Glück nicht.

Doch zurück zu den Worten von Peter Pionke, der mich für seine Ibiza-Seite in seiner DIE STADTZEITUNG interviewte. Er sagte: „Manchmal habe ich den Eindruck, du bist zu kritisch mit dem neuen Ibiza und hängst sehr an der Insel der 1970er Jahre.“ Ja, ich erinnere mich gerne an das alte Ibiza, an die Insel ohne schicke Beach-Clubs, ohne 5-Sterne-Hotels, ohne Schnellstraßen, Parkplatznöte und Restaurants, wo ein Abendessen zu zweit auch mal 500 Euro kosten kann. Damals genügten der Teller voller Gambas für umgerechnet 5 Euro und das Glas Landwein für – wieder umgerechnet – 1,50 Euro.

Es sind Erinnerungen wie an die eigene Jugend. Man weiß: Es war eine schöne Zeit, aber die kommt nie mehr zurück. Und wie es bei Erinnerungen so ist, man vergisst gerne die Sachen, die nicht so toll waren. Und davon gab es auch in den scheinbar schönen alten Ibiza-Zeiten eine Menge. Da liefen die Abwässer der Stadt ungeklärt direkt in den Hafen, was bestialisch stank. Die ärztliche Versorgung war eine Katastrophe. Für das Telefongespräch nach Deutschland musste man ins Hauptpostamt, um nach endloser Wartezeit in einer stickigen Holzzelle so zu brüllen, dass man eigentlich kein Telefon brauchte.

Wer so mondän feiern will, wie hier im berühmten Hotspot Coco Beach Club, kann das tun – es gibt aber nach wie vor preiswertere, urige Strandlokale – © Kim E.

Ibizas Flughafen war eine Graspiste

Der Flughafen war eine Graspiste. Man musste so lange im Flugzeug warten, bis der Staub der Landung verflogen war. Wenn man nötig ein Taxi brauchte – zum Flughafen oder zum Arzt –, irrte man durch die Straßen, um eins zu finden. Taxizentrale gab es nicht. Und wenn wir in unserem roten Jeep zum Essen zu Toni nach Santa Agnès fuhren, ging es über Sant Mateu über einen Camino, dessen Schlaglöcher uns an die Autodecke schießen ließen.

Und es waren die dunklen Zeiten der Franco-Diktatur. Der Kuss auf der Straße wurde mit umgerechnet 20 Euro bestraft, oben-ohne am Strand mit einer Nacht Gefängnis. Und bei jeder Begegnung mit der gefürchteten Guardia Civil hatte man ein ungutes Gefühl, zuweilen auch mal Angst. Rettungsschwimmer am Strand? Natürlich nicht! Der Krankenwagen kam nach einer Stunde oder zwei, wenn man Glück hatte. Statt Blaulicht und Unfallwagen, ließ man bei Notfahrten ein weißes Tuch aus dem Autofenster flattern. Und die Insulaner hatten panische Angst vor dem Krankenhaus. Weil sie befürchteten, nie mehr lebend zurückzukommen…

Ja, so war Ibiza damals: wunderbar und einmalig einerseits – furchtbar andererseits. Und wie ist es heute? Wir haben zwei funktionierende Kliniken. Wenn wir ein Taxi wollen, drücken wir auf die App oder rufen in der Zentrale an. Das Wasser im Hafen ist klar. Am Meer wachen Rettungsschwimmer. Bei den Restaurants und Supermärkten mit den funktionierenden Kühlketten braucht man kaum noch Angst vor heftigen Magenverstimmungen zu haben. Wir haben über WLAN und Handy perfekte Kommunikationswege, funktionierendes Fernsehen und sauberes Trinkwasser.

Ibiza ist einmalig – heute wie früher

Aber was früher wie heute ist: Wir haben diese wunderbare Natur der Insel mit den rund 50 traumhaften Buchten, dem türkisfarbenen Wasser, den Stränden. Mal weißer Sand, mal wilde Felsen. Die urigen Hütten der Fischer gibt es noch immer, auch die – inzwischen moderneren – Strandbuden. Und die Gassen der Festungsstadt haben sich auch nicht verändert. Gut, am Platz gleich hinter der Burgmauer gibt es statt der zwei kleinen Restaurants von 1970 jetzt 20. Aber das ist eine große Auswahl, ein buntes Bild und noch immer romantisch, besonders am Abend.

Wenn Sie mich fragen, wie es mein Kollege Peter Pionke getan hat: „Welches Ibiza ist dein Ibiza, das von früher oder das von heute?“ Dann ist meine Antwort: „Beide!“ Ich erinnere mich gerne an das alte Ibiza, das ich 1968 als Reporter entdecke. Ich liebe auch das neue Ibiza, in dem ich heute glücklich lebe.

Geblieben ist vielfach auch Idylle an den kleineren, versteckten Stränden auf Ibiza und die wunderschöne, mediterrane Landschaft  – © Paul Coon

Ich liebe es besonders im Herbst und im Winter. Denn dann ist Ibiza – und ganz besonders Formentera – ein wenig wie früher: Die Strände gehören Ihnen und mir fast alleine. Die Natur atmet nach der stressigen Hitze des Sommers und dem Regen auf. Beim Spaziergang am Meer duftet es nach Salz und der See, beim Wandern im Norden nach Pinien und den Kräutern der Insel. Und abends ist das Bummeln durch die Gassen der Altstadt einfach wunderbar. Ich war damals glücklich, auf der Insel zu leben – und bin es heute auch. Ich möchte an keinem anderen Platz auf dieser Erde sein als auf „meiner“ Insel.

Der Winter auf Ibiza und Formentera ist traumhaft

Wenn ich Ihnen jetzt Lust auf Ibiza und Formentera gemacht habe, dann ist mein Vorschlag: Kommen Sie rüber. Die Inseln sind im Winter nicht langweilig, sondern voll buntem Leben. Es gibt die Dorffeste, die Musikkonzerte, die Wanderungen, die Radtouren. Es gibt die Museen, die Galerien, auch Restaurants am Strand, mit Blick aufs Meer, das in der warmen Wintersonne glitzert…

Wir von IbizaHEUTE helfen Ihnen mit unserem gedruckten Magazin und unserer Online-Seite (ibiza-heute.de) mit dem großen Veranstaltungs-Kalender und jeden Tag neuen Meldungen, die Insel zu erleben. Und wenn Sie nicht hier sind, träumen Sie gerne mit IbizaHEUTE von Ihrem nächsten Urlaub auf Ibiza oder Formentera.

Ihr Dieter Abholte

 

Link zur Webseite von „IbizaHEUTE“:

https://www.ibiza-heute.de/

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Das Cover des Kriminalromans „Ibiza – Geheimnis eines Sommers“ – © IbizaHEUTE

„Ibiza – Geheimnis eines Sommers“
Dieter Abholte
MLV-Verlagsgesellschaft GmbH
ISBN: 978-3-9820171-0-5

 

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