25. September 2026

Tierschutzzentrum: „Pechpfoten“ hoffen auf das OLG

Die "Pechpfoten" fiebern der Berufungsverhandlung vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf am 06. Oktober entgegen. In erster Instanz vor dem Landgericht in Wuppertal hatte der engagierter Tierschutzverein im Streit um das geplante Tierschutzzentrum auf dem Gelände der Bergischen Diakonie Aprath auf ganzer Linie gewonnen. Doch in letzter Minute vor Ablauf der Frist hatte der Anwalt der Diakonie-Geschäftsführung Berufung gen das Urteil eingelegt

Anke Süper (h.3.v.l.), Vorsitzende des Tierschutzvereins „Pechpfoten e.V.“, mit Vereinsmitgliedern und freiwilligen Helfern vor Tierschutzzentrums-Baustelle – © Pechpfoten e.V.

Ein großes Team: Mitglieder von „Pechpfoten e.V“ und Proviel – ©Dadurch wurden die Mitglieder des „Pechpfoten e.V.“ um die rührige Anke Süper und die ehrenamtlichen Helfer, was Weiterbau und Betrieb des Tierschutzzentrums Wuppertal angeht, erneut in die Tatenlosigkeit verurteilt. Nach mündlicher Verhandlung am 14.08.2025  vor dem Landgericht Wuppertal und Urteilsverkündung am 13.11.2025 hatte sich Bergische Diakonie Aprath dazu entschieden, das vertraglich zugesicherte Projekt weiter zu verhindern.

Zwei Mediationsversuche und drei Petitionen aus der Bürgerschaft mit insgesamt 12.399 Stimmen für die Realisierung des ambitionierten Tierschutzprojektes konnten die Blockade-Haltung des neuen Vorstandes der Diakonie, immerhin eine christliche Einrichtung, in der Franz von Assisi , der Patron der Tiere, eine wichtige Rolle spielt, nicht auflösen. Auch Unterstützungsversuche seitens der Politik blieben ergebnislos. Nun hofft der Verein inständig, im anstehenden Prozess vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf in der ersten Oktoberwoche final Recht zu bekommen und die ruhende Baustelle endlich wieder mit Leben zu füllen.

“Recht hin oder her, natürlich richtet die Situation auch in unserem Verein nachhaltig Schaden an”, berichtet Anke Süper ernst. “Fleißige Bauhelfer, die viel Freizeit und Herzblut investiert haben, haben sich zum Teil  abgewandt. Auch Mitgliedskündigungen mussten wir hinnehmen und Spender und Sponsoren haben zum Teil ihre Unterstützung eingefroren. Darum wird es höchste Zeit für ein rechtskräftiges Urteil”, bleibt Anke Süper trotz allem hoffnungsvoll. “Wir wollen Gutes tun für Mensch und Tier und das bisher überwiegend ehrenamtlich. Ich kann Menschen nicht verstehen, die das bekämpfen”.

Teamgeist wird groß geschrieben bei den Mitgliedern des Wuppertaler Tierschutzvereins „Pechpfoten”. Gemeinsam kämpfen sie für das Tierschutzzentrum – © Heidrun Arensmann

Am 06. Oktober um 12:00 Uhr findet nach jetzigem Stand die öffentliche Berufungsverhandlung vor dem OLG Düsseldorf statt. Der Verein hofft auf Präsenz vor Ort und Rückendeckung durch die Befürworter. “Es muss deutlich werden, dass es hier nicht um eine kleine Idee eines Vereins geht, sondern dass die Umsetzung von öffentlichem Interesse ist, auch damit Wuppertal nach über 10 Jahren endlich wieder ein Tierheim bekommt”, gibt sich der Vereinsvorstand nach wie vor entschlossen.

Sicherheitshalber verweist der Verein auf die Möglichkeit kurzfristiger Terminverschiebungen und rät allen Interessierten, die Terminseite des OLG, die die Verhandlung mittlerweile im Sitzungssaal A208 unter AZ I-21 U 36/26 aufführt, im Auge zu behalten – unter: https://www.olg-duesseldorf.nrw.de/behoerde/sitzungstermine/

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