28. Juni 2026Peter Pionke
WSV: Mit Probespielern zur ersten Trainingseinheit
Cheftrainer Tim Schneider und sein Assistent Niklas Bonnekessel beim Trainingsauftakt des WSV – © Jochen ClassenBeim WSV kalkuliert man für die kommende Spielzeit mit 22 Akteuren, plus zwei oder drei. Bis zur Stunde waren es nach Vereinsangaben bisher aber lediglich vier Spieler, die schon unter Vertrag genommen sind, nämlich Felix Herzenbruch (SSVg Velbert), Dario Biancardi (SpVg Erkenschwick) sowie Fotios Adamiis und Kilian Bielitza (beide WSV).
Dazu soll dem Vernehmen nach auch noch der hochtalentierte Linus Fröhlich (17) kommen, der als A-Jugendlicher bereits gegen den Bonner SC einen 45-minütigen Einsatz im Regionalliga-Team hatte. Aus der ehemaligen Regionalliga-Mannschaft konnten auch noch Semir Saric, Subaru Nishimura und Noa Heim ausgemacht werden, die allerdings bisher noch ohne Vertrag sind.
Ambitionierte WSV-Jugendspieler jetzt im Blickfeld
Die übrigen ambitionierten Spieler stammen zum Teil aus der eigenen U19-Jugend, wie Torwart Max Glogau, Paul Vatav, Giulio Federico, Genc Lajqi, Arlind Bajrami und Georgios Bozouris. Dabei waren zudem mehrere Gastspieler, darunter Verteidiger Phil Britscho (26), der Sohn von Christian Britscho, Trainer des Landesligisten SC Velbert. Phil Britscho hat bereits von 2017 bis 2019 das WSV-Trikot getragen.
Dabei waren auch Probespieler, wie Fabrizio Fili (22 Jahre, Mittelfeld, VfB Lübeck), Giuliano Cantavenera (20, Mittelfeld, FC Hürth], Noel Westenberger (18 Jahre, Innenverteidiger, FC Schalke U19). Weitere kontaktierte Spieler konnten für diese „Traningsvorstellung“ aus vielerlei Gründen nicht gewonnen werden, bleiben aber im Gespräch.
Das Trainergespann Tim Schneider (l.) und Niklas Bonnekessel (2.v.l.) mit den vier Spielern, die bereits WSV-Verträge in der Tasche haben: (v.l.) Feix Herzenbruch, Fotios Adamidis, Dario Biancardi und Kilian Bielitza – ©Jochen ClassenTrainer Tim Schneider: „Ich habe einen positiven Eindruck und bin zufrieden, es ging heute um einen ersten Aufgalopp und ums Kennenlernen. Wir wollten dabei auch direU19-Jungs sehen, die es heranzuführen gilt“.
WSV-Vorstand Sport Lennart Strufe, angesprochen auf die sich darstellende Situation: „Es ist nicht so einfach, einen neuen Kader auf die Beine zustellen, das verlangt eine Menge Arbeit, aber wir sind lösungsorientiert aufgestellt“. Mit welcher Besetzung man also demnächst antreten kann oder antreten wird, ist demnach noch völlig offen.
Unter den Beobachtern am Freudenberg befanden sich neben dem mit dem Fahrrad aus dem nahen Cronenberg „angereisten“ Verwaltungsrats-Chef Dirk Polick weitere Gremiumsmitglieder. Unter den Zuschauern in Gesprächen am Rande auch der ehemalige Verwaltungsratsvorsitzende Dr. Jürgen Hoss.
Highlight die Partie gegen Borussia Mönchengladbach
Sechs Testspiel-Gegner sind bereits bekannt: Gegen VfB Hilden, 5. Juli, 15 Uhr, Freudenberg, gegen DV Solingen, 11. Juli, Uhrzeit noch offen, Sportplatz Zietenstraße sowie gegen 1. FC Wülfrath, 14. Juli, 19:30 Uhr, Lhoist-Sportpark.
Ein besonderes Highlight wird die Begegnung gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach am 18. Juli, 14 Uhr, Stadion am Zoo, sein, dessen Vorverkauf bereits mit gutem Erfolg läuft. Weiter geht es gegen SSV Merten, 26. Juli, 14 Uhr, auf Uellendahl, dann gegen DSC Arminia Bielefeld II, am 1. August, 14 Uhr, Stadion am Zoo. Der Niederrhein-Pokal startet am 9. August, die Saison beginnt am Wochenende 14. bis 16. August.
WSV-Cheftrainer Tim Schneider hält eine Ansprache an die bereits fest verpflichteten Spieler und an die Akteure, die ein Probetraining beim Oberligisten absolvieren – © Jochen ClassenMarc Schulz: „Brauchen Kontinuität, Ruhe und einen klaren Plan“.
An anderer Stelle beschrieb Verwaltungsratsmitglied Marc Schulz seine Sicht der Dinge so: „Unser neuer Cheftrainer Tim Schneider hat in sechs Jahren beim VfB Hilden bewiesen, dass er langfristig eine erfolgreiche Mannschaft aufbauen kann und dass er ihr genau das gibt, was wir in Wuppertal nach langer Zeit endlich wieder sehen wollen: Identifikation, Leidenschaft und eine klare Spielidee. Auch das braucht Zeit und wird nicht von heute auf morgen entstehen. Und wir hoffen sehr, dass Lennart (gemeint Vorstand Strufe) und Tim dafür von allen eine echte Chance bekommen. Denn wenn wir wirklich etwas verändern wollen, braucht dieser Verein endlich einmal Kontinuität, Ruhe und einen klaren Plan“. Eine einleuchtende Analyse.
Text: Siegfried Jähn
Der neue Kader des WSV:
Fotios Adamidis – Kilian Bielitza (bleiben beim WSV) – Dario Biancardi (SpVg Erkenschwick) – Felix Herzenbruch (SSVg Velbert)
WSV-Trainer-Team:
Tim Schneider (Cheftrainer) – Niklas Bonnekessel (Co-Trainer)
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