10. Mai 2026

WSV muss auf Abstieg von Fortuna Düsseldorf hoffen

Gut gespielt und dennoch so gut wie abgestiegen! So kann man die dramatische Situation des Wuppertaler SV zusammenfassen. Der Traditionsverein steht nach dem 2:2 (1:1) bei der U23 von Fortuna Düsseldorf am Abgrund. Der letzte Strohhalm: Sollte die 1. Mannschaft von Fortuna Düsseldorf aus der 2. Bundesliga absteigen, müsste deren U23 zwangsläufig die Regionalliga verlassen und der 16. Tabellenplatz würden dann noch zum Klassenerhalt reichen.

Mit Mann und Maus verteidigt: Vincent Schaub blockt einen Schuss des Düsseldorfer Barth. Mangelnden Einsatz konnte niemand den Wuppertalern vorwerfen – © Jochen Classen

Doch es gibt viele Fragezeichen: Den Stand jetzt belegt der WSV mit 26 Punkten und einem Torverhältnis von -33 Platz 17 der Regionalliga West. Davor mit ebenfalls 26 Punkten und einem Torverhältnis von -28 steht die SC Wiedenbrück. Selbst Tabellenschlusslicht SSVg Velbert ist mit 25 Punkten und einem Torverhältnis von -35 noch nicht ganz aus dem Rennen. Wie gesagt, diese letzte Chance wird erste Realität, wenn Fortuna Düsseldorf tatsächlich aus der 2. Liga fliegt. Noch belegen sie dort den Relegationsplatz 16. 

Die hochspannenden Regionalliga-Paarungen am letzten Spieltag (16.05. – 14:00 Uhr): Wuppertaler SV vs. Bonner SC – SV Wiedenbrück vs. Borussia Dortmund U23 – Sportfreunde Siegen vs. SSVg Velbert.

Für Aydogan & Co. war mehr drin

Und jetzt zum Spiel bei der U23 von Fortuna Düsseldorf. Der WSV kam im ehrwürdigen Paul-Janes-Stadion am Flinger Broich sofort gut ins Spiel. Die erste Torchance hatte Vincent Schaub in der 9. Minute. Sein Schuss stellte Düsseldorfs Torhüter Linus Till Langenbruch aber vor keine große Herausforderung. Auch beim Kopfball von Jeff-Deniz Fehr musste er nicht eingreifen. Die Kugel flog klar am Tor vorbei (12.). Von den Gastgeber war bis dahin nicht viel zu sehen.

Das änderte sich aber in der 29. Minute. Nach der zweiten Ecke, die von Leo Mirgartz ausgeführt wurde, köpfte Maksym Len den Ball, ohne bedrängt zu werden, zum 1:0 ins lange Eck. In der 39. Minute dann der Auftritt von Celal Aydogan, der nach einer Ballstafette zwischen Nikolas Hirschberger und Levin Müller mit einem Volleyschuss, der noch den Innenpfosten berührte, zum verdienten 1:1 traf (39.). Zwei Minuten später wäre der WSV um ein Haar sogar in Führung gegangen. Doch der Schuss von Schaub strich knapp über das Düsseldorfer Tor. 1:1 war dann auch der Halbzeitstand. 

Der quirlige Celal Aydogan traf mit einem fulminanten Volleyschuss zum zwischenzeitlichen 1:1 – © Jochen Classen

Die zweite Halbzeit hätte beinahe mit einem Paukenschlag begonnen. Düsseldorfs Amaniampong wollte den Ball zu seinem Torhüter zurückspielen, doch Bouzraa sprintete dazwischen, bekam dann aber den Ball nicht an Torwart Langenbruch vorbei. Was für eine Tormöglichkeit (51.). Aber das Thema Chancenverwertung stand beim Wuppertaler SV die ganze Saison über auf der Agenda. 

Der WSV war die tonangebende Mannschaft. Doch den zweiten Treffer erzielten die Gastgeber. Und das mit dem ersten gefährlichen Angriff in der zweiten Halbzeit. Torschütze war der eingewechselte Noah Nikolaou (74.). Dem ebenfalls eingewechselten Semir Saric, der in Düsseldorf sein 200. Regionalliga-Spiel bestritt, gelang in der 83. Minute der 2:2-Ausgleich. Die Gäste spielten jetzt voll auf Sieg. Doch der erlösende Treffer zum 2:3 wollte einfach nicht mehr fallen. 

Zu allem Pech kam noch hinzu, dass dem Konkurrenten SC Wiedenbrück in Rödinghausen in allerletzter Sekunde der Siegtreffer zum1:0 gelang, mit der Folge, dass der WSV dadurch auf den 17. Tabellenplatz verdrängt wurde. Doch ein Funken Hoffnung bleibt!

Jeff-Deniz Fehr (r.) bejubelt den Treffer seines Mannschaftskameraden Semir Saric zum 2:2-Endstand – © Jochen Classen

Fortuna Düsseldorf U23 – Wuppertaler SV 2:2 (1:1)

Aufstellung Fortuna Düsseldorf U23: 12 Linus Till Langenbruch – 2 Leonard August Brodersen, 10 Hamza Anhari (63. 19 Noah Nikolaou), 11 Lennart Garlipp, 17 Leo Mirgartz, 21 Maksym Len, 26 Deniz Bindemann, 28 Andrii Honcharenko (79. 14 Noah Egouli), 29 Kilian Sauck (63. 27 Karim Affo), 32 Moritz Montag (17. 22 Tom Barth), 33 Kaden Amaniampong (79. 18 Tobias Grulke) – Trainer: Jens Langeneke

Aufstellung Wuppertaler SV: 1 Fotios Adamidis – 22 Levin Müller, 6 Dominic Duncan, 26 Marko Stojanovic (53.  13 Hans Juraj Hartmann), 3 Toshiaki Miyamoto (80. 11 Josue Santo) – 16 Nicolas Hirschberger, 33 Cenk Durgun – 19 Jeff Denis Fehr (71. 7 Semir Saric), 8 Celal Aydogan 10 Vincent Schaub – 37 Amin Bouzraa (80. 9 Fritz Kleiner) – Trainer: Mike Wunderlich

Tore: 1:0 Garlipp (29.), 1:1 Aydogan (39.), 2:1 Nikolaou (74.), 2:2 Saric (83.)

Stadion: Paul-Janes-Stadion

Zuschauer: 1.141  – darunter 500 Fans des WSV

Gelbe Karten: Len (21.) – Fehr (33.), Saric (90.+1), Bouzraa (90.+6)

Ecken: 4:7

Schiedsrichter: Jörn Schäfer / Assistenten: Johannes Liedtke, David Hennig

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