2. Mai 2026Peter Pionke
Isi Glück: Die steile Karriere der Miss Germany
Isi Glück auf der Insel Wangerooge beim Training auf einem Surfbrett – © Manfred Osenberg„Die Schöne auf dem Surfbrett“, „Die Blondine in den Dünen“, „Die Miss am Strand“ – so die Schlagzeilen. Und aus Isabel Gülck wurde die Sängerin Isi Glück. 200 Auftritte folgten, bevor sie ab 2017 im Megapark auf Mallorca der große Ballermann-Star wurde.
Nach ihrer Premiere in der Sommerausgabe 2025 des Magazins „Playboy“ kamen immer mehr Angebote. In diesem Jahr sitzt sie zwischen Dieter Bohlen und Buschido in der DSDS-Jury und kann sich vor Komplimenten kaum retten. Kurz: Isi Glück ist glücklich.
Mit 36 Jahren ein begehrter Fernsehstar, auf dem noch viele große Aufgaben warten. Auch dank Wangerooge und Mega-Manager und Osenberg-Freund Horst Klemmer (89). Der auf der Insel lebende Oldenburger organisierte seit 1960 die „Miss Germany-Wahlen“ mit seiner Firma „MGC – Miss Germany Corporation“.
Berufung statt Bikini
Sein Enkel Max Klemmer hat inzwischen als sein Nachfolger und neuer Geschäftsführer der „Miss Germany Corporation“ am Strand von Wangerooge die Idee umgesetzt, die Regelungen zu ändern: Berufung statt Bikini. Davon profitierte in diesem Jahr Rose Mondy, „Miss Germany 2026“.
Isabel Gülck alias Isi Glück als „Miss Germany“ neben Hoteldirektor Hans Martin Drews (l.) auf der Terrasse des Strandhotels Upstalsboom – © privatSie gab auch bei den Talkshows des NDR und WDR ihr Bestes. Und das war nach dem Geschmack des Fernsehpublikums. Rose Mondy war als „Streamerin des Jahres” angetreten, um Miss Germany 2026 zu werden. Sie überzeugte im Finale in den Bavaria Studios mit ihrer Mission, aus Streaming mehr zu machen als Unterhaltung. Nämlich einen „digitalen Safeplace“ (sicherer Raum) für Menschen, die gerade Halt brauchen.
Mit ihrem Streaming-Kanal hat sie eine Plattform aufgebaut, auf der sie persönliche Erfahrungen und Gespräche mit ihrer Community teilt. Rose möchte zeigen, dass auch aus schwierigen Lebensphasen neue Stärke entstehen kann und dass Verletzlichkeit kein Hindernis, sondern oft der Beginn von persönlichem Wachstum ist. Die Auszeichnung zur „Miss Germany 2026“ erfolgte am Vorabend des „Internationalen Weltfrauentags“ und setzt damit ein Zeichen für mehr Teilhabe und Gleichberechtigung.
Rose Mondy: „Ich bin überwältigt und unglaublich dankbar. Mir ist wichtig zu zeigen, dass es egal ist, woher du kommst oder welche Herausforderungen du erlebt hast. Deine Geschichte hat Wert. Wenn mein Werdegang anderen Menschen Mut macht, an sich zu glauben und ihren eigenen Weg zu gehen, dann hat all das einen Sinn.“
Isi Glück wirft mit Manfred Osenberg, Herausgeber und Chefredakteur von „Moin“, einen Blick auf ihre Story in dem Wangerooger Nordsee-Magazin – © Kurt KeilCollien Fernandes in der Jury
Beim Finale der „Miss Germany Awards“ traten die Finalistinnen – darunter auch die gebürtige Wuppertalerin Aileen Tina Hufschmidt – in drei Kategorien an: Female Founder (Next Gen Gründerinnen), Female Mover (Frauen in männerdominierten Berufen) und Female Leader (Frauen in Führungspositionen).
Über die Kategorie-Auszeichnungen entschieden Content Creatorin Dagi Bee, Schauspielerin Collien Monica Fernandes und Unternehmerin Ann-Katrin Schmitz als Jury. In jeder Kategorie zeichnete die Jury zunächst eine Gewinnerin aus. Die drei Kategoriegewinnerinnen traten anschließend mit einem finalen Pitch um den „Miss Germany Award“ an. Wer schließlich „Miss Germany 2026“ wurde, lag letztendlich in den Händen des Publikums: Die Zuschauenden konnten über die JOYN-App an einer Abstimmung teilnehmen und damit bestimmen, welche der drei Finalistinnen den Titel am Ende erhielt.
Rose Mondy, „Streamerin des Jahres” und jetzt auch aktuelle „Miss Germany“ – © „MGC – Miss Germany Corporation“Der neue Ansatz des Max Klemmer
Das Finale fand in diesem Jahr erstmals in den Bavaria Studios in München vor einem Publikum aus knapp 1.000 Frauen und Männern statt. Die Veranstaltung wurde als Live-TV-Show auf „Sixx“ ausgestrahlt und ist weiterhin auf der Streaming-Plattform JOYN abrufbar.
Für Max Klemmer, Geschäftsführer von Miss Germany Studios, verkörpert die neue „Miss Germany“ Rose Mondy eine Generation von Frauen, die mit ihren Missionen Zukunft gestalten: „Mit ihrer unglaublich wichtigen Vision und ihrer Fähigkeit, Menschen zu inspirieren, ist sie eine starke Botschafterin für die Themen unserer Zeit. Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Zusammenarbeit im kommenden Jahr.”
Rose Mondy freudestrahlend nach der Bekanntgabe des Endergebnisses. Ganz rechts klatscht Max Klemmer Beifall – © „MGC – Miss Germany Corporation“Über den „Miss Germany-Wettbewerb“
Gegründet im Jahr 1927 als reiner Schönheitswettbewerb, hat sich die „Miss Germany“-Wahl unter der Leitung von Max Klemmer, der das Familienunternehmen seit 2019 in dritter Generation führt, zu einer bedeutenden Auszeichnung für Frauen, die Zukunft gestalten, entwickelt.
Die Plattform zeichnet seit 2019 Frauen aus, die in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen, wobei die fortlaufende Weiterentwicklung und Modernisierung von Miss Germany eine zentrale Rolle spielt. Die „Miss Germany Staffel 2025/26“ hat mit traditionellen Vorstellungen gebrochen. Und auch künftig soll beim dem Award nicht mehr nach den nächsten Beauty-Influencerinnen, sondern nach zukünftigen DAX-Vorständinnen und erfolgreichen Gründerinnen gesucht werden.
Text: MANFRED OSENBERG
Max Klemmer trat in die Fußstapfen seines Großvaters Horst Klemmer, beschritt aber in Sachen „Miss Germany Award“ neue Wege – © „MGC – Miss Germany Corporation“
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