23. Februar 2026

Charles Petersohn: Klare Töne über Kultur-Politik und Musik

Charles Petersohn, Musiker, Komponist, DJ, Moderator, lässt seine Fans in seiner Kolumne regelmässig an seiner künstlerischen und musikalischen Gefühlswelt teilhaben. Er macht auch auf Veranstaltungen aufmerksam, bei denen er oder seine Musik-Kolleginnen und -Kollegen für das coole Feeling und den Groove sorgen. Und er gibt zudem der freien Kultur-Szene eine Stimme!

Der engagierte, grenzenlos kreative Wuppertaler Künstler Charles Petersohn – © Daniel Schmitt / Spitzlicht

„Seit neun Jahren engagiert sich das „Freie Netzwerk Kultur“ (fnwk) in Wuppertal, um mehr Sichtbarkeit für die Interessen der Künstlerinnen und Künstler, sowie den Veranstaltenden und Initiatorinnen und Initiatoren im Stadtbild und in der Verwaltung zu schaffen. Seit längerem ist das fnwk in beratender Funktion auch im Kulturausschuss vertreten.

Dem Netzwerk ist es gelungen, dass sich viele „Einzelkämpfer“ zu einer aktiven gemeinsamen Stimme gegenüber der Bürgerschaft, der lokalen Wirtschaft und der Verwaltung zusammengeschlossen haben. Die Erfahrungen des Netzwerks verursachen jedoch gemischte Gefühle. Einerseits mobilisieren sie viele Menschen, die sich über die Interessen der Freien Szene informieren und diese Interessen uneingeschränkt teilen, nicht selten unterstützen. Doch leider wird die Freie Kunst und Kultur-Szene nach wie vor und vor allem mit Lobeshymnen abgespeist.   

Die Begeisterung über unsere Stadt geht nicht nur auf die Schwebebahn, auf seine Geschichte, die (durch bürgerschaftliches Engagement errichtete) Nordbahntrasse und die seltsam schöne Architektur zurück. Künstlerinnen, Künstler  und Kulturschaffende haben an dieser Begeisterung einen exorbitanten Anteil. Sie/Wir locken Menschen in die Stadt, die über das und von dem, was hier passiert, verwundert und ja, begeistert, sind. Sie/Wir erschaffen und zelebrieren Kunst und Kultur, die jenseits des Mainstreams Mehrwerte schaffen. Doch viele Kulturschaffende leben unterhalb der Armutsgrenze. Viele Künstlerinnen und Künstler müssen tun, was sie tun. Es ist kein Job, es ist ein Leben.

Legt ii, KuKuNa in Wuppertal auf: DJ Amaka – © DJ Amaka

Es ist an der Zeit, dass Kunst und Kultur keine freiwilligen Leistungen bleiben und verpflichtend gefördert werden. Kunst und Kultur sind nahrhaft. Für alle! Dass Wuppertal ebenfalls am Hungertuch nagt, zählt nicht mehr als Argument. Verwaltung muss neu gedacht, Gelder besser verteilt werden. Denn Kunst ist nicht nur Nahrung für die Seele, sie ist mitverantwortlich für die Bestimmung des Zeitgeists und ein verlässlicher Kompass der Lebensrealitäten einer Stadt und zusätzlich ein enormer Wirtschaftsfaktor.

Statistiken belegen, dass jeder Euro, der in Kunst und Kultur investiert wird, 4 bis 6 Euro Umsatz in die Kassen spült.

Politik, höre auf zu loben, beginne zu erkennen und vor allem zu handeln!!! Das betrifft ebenso die Freie Szene wie auch das Pina Bausch Zentrum! Hier offenbaren sich erfolgsträchtige Modelle, Ressourcen und Perspektiven für eine erfolgreiche Zukunft! Wuppertal hat viele Visionäre, Verwaltung sollte den Mut besitzen, davon zu profitieren! Natürlich können wir auch wieder ein Provinznest werden. Aber wer wollte das wollen?! Gerade ist ein Image-Video von und über die Freie Kunst- und Kultur Szene erschienen. Das zeigt eindrücklich, was Sache ist!

FREIE SZENE – Imagevideo

HOMEPAGE FNWK

Black History Month im KuKuNa / Finale:

Am kommenden Samstag (28. Februar) ab 19 Uhr findet im KuKuNa Atelier die Finissage der Ausstellung „Schwarze Wuppertaler Stimmen“ statt. Im Anschluss an Gespräche mit einigen Künstlerinnen und Künstlern der Ausstellung und die Entdeckung verborgener Geheimnisse der Kunstwerke legt die in Köln lebende Sängerin und DJ AMAKA auf. Bislang war sie in Wuppertal in der Band von „Amaka & Friends“, beim „Electric Garden“ und als Sängerin der „Zu Zu Family“ aktiv. Am Samstag ist sie bei uns erstmals als DJ zu Gast. Ich bin sehr gespannt auf ihr Set!

Das Plakat zur Veranstaltung im „LOCH“ – © Charles Petersohn

SCHWARZE WUPPERTALER STIMMEN

Zu Zu Remixes EP – Release Night im LOCH:

Für das im März letzten Jahres erschienene Album „Children Of Zu Zu“ bei Compost Records haben insgesamt sieben Künstlerinnen und Künstler aus Wuppertal, Hamburg, Ittendorf, Manchester, Berlin und Amstersam Remixes der Originalsongs produziert. Während das Albums eine Reise durch Stile, Sound und Rhythmen war, warm, smooth und auch tanzbar, ist die Remix EP Dancefloor pur!

Gefeiert wird im LOCH. Neben den wunderbaren Freunden der „Zu Zu Family“ freue ich mich besonders auf unseren Special Guest: die Brasilianische Künstlerin Mary Olivetti aus Amsterdam. Sie hat einen der Remixe gestaltet und ist ein international gefeierter DJ. Das wird ein tolles Fest!

CHILDREN OF ZU ZU REMIXES / RELEASE NIGHT

Ungewöhnlich viele Ausrufezeichen in diesem Newsletter. Manchmal Muss Das.

Euer Charles Petersohn

Link zur Webseite von Charles Petersohn:

www.charlespetersohn.de

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