17. Januar 2026

Orientierungshilfe: Ein vertrautes Gesicht und Zuwendung

Ein Krankenhausaufenthalt ist für viele Menschen der Worst Case, eine Ausnahmesituation, die ihnen Angst und Sorgen bereitet. Das gilt besonders  für Patientinnen und Patienten mit Demenz, kognitiven Einschränkungen, hohem Lebensalter oder negativen Vorerfahrungen. Um Menschen professionell und mit Fingerspitzengefühl zu betreuen, setzt das Agaplesion-Bethesda Krankenhaus speziell geschulte Pflegefachkräfte ein, die während des gesamten Klinikaufenthalts für Orientierung und Sicherheit sorgen – auch im Operationsbereich.

Eine feste Ansprechpartnerin  im Klinikalltag für Menschen mit besonderen Bedürfnissen trägt nachweislich zur Verbesserung des Wohlbefindens bei – © Agaplesion Bethesda Krankenhaus

Die sogenannten Orientierungshilfen sind examinierte Pflegefachkräfte, die im Bethesda ein Orientierungsnetzwerk bilden. Sie begleiten Betroffene vor und nach operativen Eingriffen sowie auf der Station und bei diagnostischen Verfahren. Ziel ist es, durch ein vertrautes Gesicht und individuelle Zuwendung Ängste zu reduzieren und die Orientierung zu erleichtern. 

Angehörige und Betreuende werden aktiv einbezogen; bei Bedarf erfolgt die Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst oder der Familialen Pflege des Bethesda.

Angehörige können sich bereits vor dem stationären Aufenthalt über das zentrale Callcenter (Telefon: 0202-290 2727) melden, um Fragen zu klären und eine individuelle Begleitung für ihre Angehörigen zu organisieren. So wird sichergestellt, dass die besonderen Bedürfnisse frühzeitig berücksichtigt werden.

Vertraute Ansprechpartner und feste Abläufe

Das Bethesda-Orientierungshilfe-Netzwerk übernimmt hier für andere Kliniken im Bergischen Land Vorreiterrolle. Denn dieses Angebot für Menschen mit besonderen Bedürfnissen ist einzigartig in der Region Bergisches Land und trägt nachweislich zur Verbesserung des Wohlbefindens bei: Verwirrtheit und Unruhe treten seltener auf, die Gefahr von Delirien wird reduziert und die Zusammenarbeit zwischen Patientinnen und Patienten, Pflegepersonal und Ärzteschaft gestaltet sich ruhiger.

„Unser Ziel ist es, nicht nur die medizinische, sondern auch die emotionale Versorgung sicherzustellen. Nähe und Verständnis sind entscheidend, um Vertrauen zu schaffen und Ängste zu reduzieren. Gerade für Menschen mit Demenz oder besonderen Bedürfnissen ist diese Begleitung ein wichtiger Beitrag zu einem sicheren und würdevollen Klinikaufenthalt“, erklärt Stefanie Eisenberg, Pflegedienstleitung des Bethesda-Krankenhauses. 

 

 

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