27. November 2022

ORT beschert spannendes Dezember-Programm

Der ORT ist auch im Dezember wieder Location für hochkarätige Musik-Events und spannende Gespräche. Die Bandbreite reicht von Jazz in verschiedenen Stilrichtungen, über Klassik, neue improvisierte Musik bis hin zu Schlagzeug- und Percussion-Improvisationen.

Die Schlagzeugerin Shiau-Shiuan Hung in Aktion – © Rebecca der Braak

Heute unvorstellbar: an einem Freitagnachmittag des Jahres 1967 sitzen sieben Herren in einem TV-Studio des WDR an Werner Höfers Frühschoppen-Tisch und diskutieren im Ersten den Free Jazz. 

Nicht nur sie, sondern auch die Vertreter des konventionellen Jazz (Klaus Doldinger) und des damals relativ neuen Free Jazz (Peter Brötzmann) ereifern sich. 

Siegfried Schmidt-Joos (geb. 1936, Musik- und Kulturjournalist) war einer der sieben Herren im TV Studio, der die Debatte mit dem Satz „Bevor wir Herrn Brötzmann zum Abschuss freigeben…“ eröffnete. 

Der Musikjournalist Michael Rüsenberg beschäftigte sich eingehend mit der Thematik und wird beim Filmabend Unterhaltsames zu berichten wissen. 

Donnerstag – 08. Dezember 2020 – 20 Uhr

cine:ort Free Jazz vs. Pop Jazz – Brötzmann vs. Doldinger 

Gut ein Jahr nach ihrem ersten Auftritt im ORT darf man sich auf ein weiteres Konzert des eingespielten Trios Jee-Young Phillips, Susanne Müller-Hornbach und Werner Dickel freuen. 

Seit ihrer ersten Begegnung 1995 verbindet die drei eine bewegte Freundschaft, sowohl auf der persönlichen wie auch der künstlerischen Ebene. An diesem Abend spielen sie Werke von Anton von Webern und Johannes Brahms. 

Werner Dickel ist Professor für Viola und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln/Standort Wuppertal. In früheren Jahren war er langjähriges Mitglied des Chamber Orchestra of Europe und des Ensemble Modern. Er arbeitet freiberuflich als Kammermusiker und Dirigent und kuratiert die neue musikalische Reihe im ORT. 

Susanne Müller-Hornbach unterrichtet Violoncello an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Von 1996 bis 2020 hatte sie eine Professur an der Musikhochschule Köln/Wuppertal inne. Als Solistin und leidenschaftliche Kammermusikerin konzertiert sie in verschiedenen Besetzungen im In– und Ausland und gastierte auf diversen Festivals. 

Als außerordentlich vielseitige Künstlerin setzt sie sich neben dem klassisch-romantischen Repertoire intensiv mit historischer Interpretationspraxis und der zeitgenössischen Musik auseinander. Etliche neue Werke wurden ihr gewidmet. 

Jee-Young Phillips wurde in Südkorea geboren und gewann bereits als Jugendliche Preise bei mehreren Klavierwettbewerben und zahlreiche Konzerte, u.a. mit dem Koreanischen National-Symphonieorchester. 

Sie ist hauptamtliche Dozentin an der Musikhochschule Köln/Wuppertal und unterrichtet regelmäßig bei internationalen Meisterkursen. Als Solistin, Liedbegleiterin und Kammermusikerin betreibt sie eine intensive Konzerttätigkeit und ist an mehreren CD-Produktionen beteiligt. 

Freitag – 09. Dezember 2022 – 20 Uhr
Reihe „Neue Musik und Kammermusik im ORT“ Klaviertrio 

Jee-Young Phillips – Piano – Susanne Müller-Hornbach – Cello – Werner Dickel – Violine 

Ein Abend zum Hören, Nachdenken, Reden. Joachim Zoepf präsentiert seine „akustische Kunst“ – in diesem Fall eine Art Hörspiel mit Texten von Theodor W. Adorno und Musikaufnahmen aus den Sechzigern. 

Es regt zum Nachdenken über die Sinnhaftigkeit zeitgenössischer (aktueller) nicht kommerzieller Musik und zum kritischen Denken bezüglich des Konzertbetriebs an. 

Joachim Zoepf wurde 1955 in Düsseldorf geboren, begann als Neunjähriger Klavier zu lernen und ab 1976 mit dem Saxofonunterricht. Sein Musikstudium nahm er 1979 zunächst in Wien auf und setzte es später in Köln fort. Neben dem Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon zählt die Bassklarinette und das Klavier zu seinem Instrumentarium. 

Seit 1983 ist er freiberuflich als Musiker und Musikpädagoge tätig. Er wirkte in den unterschiedlichsten Formationen mit, sei es aus dem Bereich des „aufgeklärten Jazz“ (u.a Kölner Saxophon Mafia, Lunx) oder der „Neuen Musik“ (u.a. Paolo Chagas, Georg Haidu). 

Sein derzeitiger Arbeitsschwerpunkt liegt in der „Neuen Improvisierten Musik“ und der „elektroakustischen Musik“, die er in vorzugsweise kontinuierlich arbeitenden Gruppen oder Solo spielt. Zoepfs besonderes Interesse gilt der genreübergreifenden Zusammenarbeit mit der darstellenden oder bildenden Kunst. 

Donnerstag – 15. Dezember 2022 – 20 Uhr 

Joachim Zoepf – Soundcollagen & Gespräch 

Shiau-Shiuan Hung ist eine taiwanesische Schlagzeugerin der Neuen Musik mit Lebensmittelpunkt in Köln. Sie beschäftigt sich intensiv mit zeitgenössischem Repertoire für Schlagzeug und arbeitete in diesem Zusammenhang bereits mit Komponisten wie Pierluigi Billone, Mark Andre, Peter Ablinger und Hans Thomalla.

Neben ihrer Tätigkeit als Interpretin zeitgenössischer Musik, u.a. mit ihrem Ensemble Trio Abstrakt, arbeitet sie ebenfalls in Kontexten experimenteller Musik als Improvisatorin. 

Sie studierte Schlagzeug an der Nationalen Chiayi Universität in Taiwan und schloss ihr Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen ab. Im Anschluss daran studierte sie ebendort Neue Musik im Master bei Prof. Barbara Maurer. Sie konzertierte auf Festivals wie der Ruhrtriennale, dem NOW! Festival u.a. in der Philharmonie Essen, IMD Darmstadt, IMPULS! 

Graz sowie „Weaving the future“, einem Projekt mit dem Schlagquartett Köln. Sie ist Preisträgerin der Internationalen Stockhausen-Kurse Kürten und derzeit Stipendiatin des InSzene-Programms von Podium Gegenwart des Deutschen Musikrats. 

Freitag – 16. Dezember 2022 – 20 Uhr

Reihe „all female” Shiau-Shiuan – Percussion Solo 

Tickets unter http://www.wuppertal-live.de

ORT – Luisenstraße 116 – 42103 Wuppertal

Link zur Webseite: 

http://www.kowald-ort.com

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