12. November 2021

HC Erlangen wird für die Löwen kein leichter Happen

Für den Bergischen HC geht es Schlag auf Schlag! Nach den Niederlagen in Kiel und Balingen haben die Löwen bereits am Donnerstag (18.11. - 19.05 Uhr)) die Chance auf Wiedergutmachung. Aber Vorsicht: Den HC Erlangen sollten die Schützlinge von BHC-Cheftrainer Sebastian Hinze nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der Gast bewies zuletzt sehr gute Form.

Konnte mit seiner Mannschaft zuletzt nicht zufrieden sein: BHC-Cheftrainer Sebastian Hinze – © BHC 06

Die 28:30-Niederlage bei HBW Balingen-Weilstetten hat die Mannschaft des Bergischen HC geärgert. Nach der Analyse liegt der Fokus aber bereits auf dem nächsten Gegner. Am Donnerstagabend (19.05 Uhr) empfangen die Löwen den HC Erlangen in der Solinger Klingenhalle.

Die Mannschaft aus Nürnberg hat ihre jüngsten beiden Spiele gewonnen und versucht, zum ersten Mal beim BHC die Punkte mitzunehmen. Indes wurde die Partie gegen die HSG Wetzlar, die kommende Woche Dienstag ebenfalls in der Klingenhalle ausgetragen wird, auf 18:30 Uhr vorverlegt.

„Der HCE hat eine enorm hohe Kaderqualität. Das ist schon das obere Regal in der Bundesliga“, sagt Sebastian Hinze. Trotzdem rechnet sich der Trainer Chancen aus. „In einem Heimspiel stehen sie vielleicht fünfzig zu fünfzig.“ Die Erfahrungen mit den Mittelfranken sind bislang überaus erfolgreich.

Über einen längeren Zeitraum gewann jeweils das Heimteam seine Spiele. Die Löwen hielten diese Serie auch in der vorigen Saison, gewannen dann aber auch zum ersten Mal in der Arena Nürnberger Versicherung. Nach dem 25:20 mussten beide Teams in Quarantäne und treffen an diesem Donnerstag zum ersten Mal wieder aufeinander.

Die Mannschaft hat sich im Vergleich zur vorigen Spielzeit noch einmal verstärkt. Christoph Steinert kehrte vom SC Magdeburg nach Erlangen zurück und dürfte die Erwartungen erfüllt haben. Mit 62 Toren, davon 30 per Siebenmeter, führt der Linkshänder die interne Torschützenliste an.

Ihm folgt Simon Jeppsson, der mit 61 Treffern mit Abstand erfolgreichster Feldtorschütze der Mannschaft ist. Beide Rückraumspieler sind extrem torgefährlich. Dazu kommen weitere namhafte Spieler wie Kreisläufer Sebastian Firnhaber, Rechtsaußen Johannes Sellin sowie der routinierte Rückraumspieler Steffen Fäth.

Ob Antonio Metzner dabei ist, steht offenbar noch nicht fest. Der Linkshänder hat in den vergangenen beiden Partien gefehlt. „Wir bereiten uns auch auf ihn vor“, betont Hinze.

Der Coach hofft, seine Mannschaft gegen Erlangen wieder mit alter Deckungsstärke zu sehen. In Balingen bemängelte Hinze die Stabilität des Abwehr-Torhüter-Pakets. „Die Angriffsleistung war mehr als ordentlich, aber HBW war uns im Umschaltspiel nach vorne und hinten überlegen“, sagt der 42-Jährige.

Zur Stärkung der Abwehr kehrt Tom Kare Nikolaisen nach seiner Roten Karte in den Kader zurück. Auf Max Darj (Bauchmuskelverletzung) und Spielmacher Tomas Babak (Rücken) müssen die Bergischen weiterhin verzichten. Csaba Szücs hat sich in Balingen eine Prellung zugezogen, sein Einsatz ist noch ungewiss.

„Grundsätzlich hat Erlangen eine ähnliche Spielidee wie wir mit starken Defensivreihen und einer hohen Zweikampfbereitschaft“, sagt der Coach. Zuletzt agierte die Mannschaft in sehr guter Form. So verlor das Team von Coach Michael Haaß erst in letzter Sekunde mit 27:28 beim verlustpunktfreien SC Magdeburg, um danach mit 25:23 in Balingen und 23:22 gegen den HSV Hamburg zu gewinnen. „Das war ein defensiv geprägtes Spiel mit sehr guten Torhüterleistungen“, meint Hinze.

Klemen Ferlin, der die meiste Spielzeit zwischen den Pfosten bekommt, parierte gegen die Hanseaten 18 Mal und brachte es dabei auf eine Abwehrquote von mehr als 46 Prozent.

Tickets sind für die Partie in der Klingenhalle noch verfügbar. Die Abendkasse öffnet um 17.30 Uhr. Etwas früher als gewohnt beginnt das Nachholspiel der Löwen gegen die HSG Wetzlar. Die Partie, die wegen eines medizinischen Notfalls abgebrochen wurde, beginnt am kommenden Dienstag nicht um 19 Uhr, sondern bereits um 18.30 Uhr. Spielort ist die Klingenhalle.

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