18. August 2020

Werner Kreiskott kämpft sich durch die Coronakrise

Die Coronakrise hat viele Unternehmen in Deutschland und auch in Wuppertal angeknockt! Doch im Fokus der Öffentlichkeit stehen meist die großen, bekannten Firmen. Aber auch viele kleine Unternehmen sind hart getroffen und stehen zum Teil vor dem Knock Out. Auch Ex-Schwergewichts-Weltmeister Werner Kreiskott hatte mit seinem "Fight Club" schwer zu kämpfen. Aber das Wort "Aufgeben" existiert im Vokabular des Kämpfers nicht. Und so boxt er sich durch und schmiedet Pläne für die Zukunft.

Werner Kreiskott beim Training in seinem Fight Club – © Dirk Sengotta

Doch damit nicht genug. Es folgte ein weiterer Tiefschlag: Werner Kreiskott musste eine große Boxveranstaltung, die am 28. März in der EMKA-Halle in Velbert stattfinden sollte, zwei Wochen vor dem geplanten Termin absagen. 

Der Sportsmann gibt zu: „Das war für uns eine doppelte Einschränkung. Aber die Entscheidung der Behörden war natürlich verständlich.“

Der „Fight Club Wuppertal“ war insgesamt elf Wochen dicht. Doch hinter den Kulissen kämpfte Werner Kreiskott nachhaltig weiter: „Wir haben bereits weit vor dem offiziellen Okay ein auf unseren Fight Club individuell zugeschnittenes Hygienekonzept erarbeitet. Uns war klar, dass Vollkontaktsport für längere Zeit untersagt sein würde.“

Werner Kreiskott trat mit den zuständigen Behörden in Kontakt. Mit durchschlagendem Erfolg. Der Familenvater und engagierte Tierfreund: „Unser Trainingskonzept machte es möglich, dass wir wenigstens das Training ohne Vollkontakt für unsere Mitglieder wieder ermöglichen konnten. Die Gruppen wurden teilweise geteilt. Es gab und gibt nur den Einbahnstrasseneinlass, um den Kontakt zwischen Mitgliedern zu vermeiden.“

Die weiteren Hygiene-Regeln, deren Einhaltung Werner Kreiskott und sein Team streng überwachen: Jedes Mitglied muss sich bis zum Nachmittag für Trainingsgruppe anmelden, sich vor Ort ausweisen, die Hände desinfizieren und bis zum Trainingsbereich eine Maske tragen.

Zwischen den einzelnen Gruppenstunden werden die Geräte/Sandsäcke etc. sorgfältig gereinigt und desinfiziert. Werner Kreiskott: „Darüber hinaus erhielt jedes Mitglied einen eigenen eingezeichneten Trainings-Bereich. Das sind nur einige der Maßnahmen, die wir getroffen haben. Seit dem 13. Juli darf wieder Vollkontaktsport bei einer Personenanzahl von bis zu 30 Leuten betrieben werden. Entsprechend haben wir unser Konzept angepasst, jedoch die restlichen Hygienemaßnahmen noch weiter beibehalten.“

Ein Herz und eine Seele: Werner Kreiskott mit seiner attraktiven Ehefrau Olga – © privat

Das war der Trainer Werner Kreiskott – aber auch der Box-Veranstalter Werner Kreiskott schaut wieder nach  vorne. Typisch Kämpfer: „Die Absage des Box-Events am 28. März stellt für uns natürlich eine große finanzielle Einbuße dar. Doch wir haben beschlossen, die Vorbereitungen für eine Veranstaltung im November wieder aufzunehmen. Wie es am Ende aussieht, unter welchen Kriterien sie erfolgen kann und ob es bis dahin überhaupt möglich sein wird, steht noch in den Sternen. Aber irgendwann muss man es wieder probieren und auf die offiziellen Vorgaben warten.“

Der Ex-Champ macht die bergischen Box-Fans schon einmal neugierig: „Wenn alles klappt, haben wir dann einen der vier größten Boxverbände der Welt vor Ort und einer unserer Hauptkämpfer kämpft sogar um einen IBO-Titel.“

Der Sportler und Unternehmer Werner Kreiskott läßt sich nicht unterkriegen und er drückt auch allen Wuppertaler Unternehmen kräftig die Daumen: „Wir mussten schwere Zeiten überstehen. Ich hoffe sehr, dass uns eine zweite Corona-Welle erspart bleibt und dass alle Wuppertaler Unternehmen, auch die kleineren Firmen und Einzelunternehmer, weiter durchhalten und diese Krise irgendwann Geschichte ist.“

Für sich ganz persönlich hat Werner Kreiskott sogar einige positive Aspekte aus dem Lockdown gezogen: „Ich konnte mehr Zeit mit meiner Frau Olga verbringen und mich mehr als sonst mit meinem Sohn beschäftigen. Das kann mir keiner ersetzen.“

Text: Peter Pionke

http://www.fightclub-wuppertal.de

 

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