3. Februar 2020

Radiomoderator Michael Brockordt: Die Stimme des Tals

Seine sonore Stimme kennt jeder Wuppertaler. Michael Brockordt moderiert tagtäglich die Nachmittags-Sendung von "Radio Wuppertal" von 14 bis 18 Uhr. Lokalnachrichten, Facts, Kultur, Geschichten aus der Stadt. Für viele ist der Moderator mit Charme und Humor schon so etwas wie ein guter, alter Bekannter.


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Michael Brockordt an seinem Arbeitsplatz im Rundfunkstudio – © Foto: Radio Wuppertal

 

Wer auch das Gesicht des sympathischen Radiomachers kennen lernen möchte, der sollte sich ein Ticket für das Charity-Festival WUPPERTAL HILFT! Am 15. Februar zugunsten der Vohwinkeler Kinder-Tafel kaufen. Michael Brockordt moderiert die große Benefiz-Veranstaltung bereits zum 12. Mal – selbstverständlich ehrenamtlich. Der „Schönwetter-Jogger“, wie er sich selbst nennt, hat ein großes Herz für die Schwachen der Gesellschaft. Wenn er helfen kann, packt er mit an. Die STADTZEITUNGhat sich mit dem engagierten Radio-Moderator unterhalten

DS: Können Sie sich noch an die erste Anfrage von Stefan Mageney im Jahr 2005 erinnern?

Michael Brockordt: „Ja klar. Da rief ein Stefan Mageney in der Redaktion von Radio Wuppertal an, ich kam gerade aus der Morgensendung. Er plane mit ein paar Leuten ein Benefiz-Festival für die Opfer der Tsunami-Katastrophe in Südostasien. Das war ein paar Tage nach der Katastrophe, die ja am 1. Weihnachtsfeiertag 2004 passiert ist. Wir hatten natürlich ausführlich über das Thema berichet.  Und das ganze Ausmaß war noch gar nicht klar. Jeden Tag mussten wir in der Berichterstattung die Zahl der Opfer nach oben korrigieren. Stefan war gerade dabei, Sänger und Bands zusammenzutrommeln für einen Benefizabend, und man war noch auf der Suche nach einem Moderator, der so ein bisschen durch das Programm führen könnte. Und da haben sie mich gefragt.“

DS: Was hat für Sie den Ausschlag gegeben, zuzusagen?

Michael Brockordt: „Die Möglichkeit, den Opfern zu helfen. Wir haben jeden Tag darüber berichtet, in allen Medien gab es Sondersendugen, überall auf der Welt haben die Menschen Spenden gesammelt. Und wenn ich da ein kleines bisschen helfen kann, einfach, indem ich mit meinem Mikrofon auf der Bühne stehe, dann mache ich natürlich sehr gerne mit.“

DS: Wie hat sich das Festival seither aus Ihrer Sicht entwickelt?

Michael Borckordt: „Es war von Anfang an professionell organsiert. Es gab immer eine große Bühne, es gab immer ein durchorganisiertes Auftritts-Management: Die Musiker werden zur Unihalle geshuttelt, sie werden vor ihrem Auftritt aus der Garderobe abgeholt, der Sound ist perfekt, das Licht stimmt. Weil da einfach Profis am Werk sind. Und trotzdem ist es von Jahr zu Jahr besser geworden. Beim ersten Festival hatten wir nach dem dritten Act schon 20 Minuten Verzögerung im Programm, wir haben morgens um 2:30 Uhr noch auf der Bühne gestanden. Inzwischen gibt es weniger Musiker, es ist alles etwas straffer organsiert. Jeder weiss, dass er nur sein vereinbartes Programm spielen kann, und keine Zugaben. Zischenzeitlich wurde auch die Bühne immer größer und aufwändiger. Davon hat sich Michael Thöne, der Bühne, Licht und Ton macht mit seinen Leuten, auch wieder verabschiedet. Es wird eine tolle, große Bühne aufgebaut, die wirklich Festival-Niveau hat. Aber es gibt keine „Materialschlacht“ mehr. Die machen das ja auch alles ehrenamtlich.  Die bauen nachts die Bühen auf, betreuen das komplette Festival und bauen in der Nacht danach alles wieder ab. Und auch die Vorab-Bewerbung hat sich weiterentwickelt. Beim ersten Festival musste alles innerhalb von vier Wochen gestemmt werden: Plakate, Radio-Interviews, Zeitungsartikel, der Kartenvorverkauf musste geregelt werden, es gab Aufkleber und T-Shirts und jede Menge Orga-Kram. Das läuft inzwischen alles wesentlich entspannter und organisierter.“ 

DS: Wie anspruchsvoll ist die Herausforderung des Festivals an Sie als Moderator?

Michael Brockordt: „Ich muss einfach nur da sein und reden, das kann ich. Es gibt ja nur ganz kurze Umbaupausen, die ich mit einer kurzen Moderation überbrücke. Die Herausforderung ist einfach, dass ich rund 15 Mal kurz auf die Bühne gehe, also den ganzen Abend immer wieder für die Moderation hellwach sein muss. Und genau den Moment abpassen muss, wenn die Bands fertig sind mit ihrem Programm. Ich erinnere mich, dass es einmal auch vorgekommen ist, dass eine Band früher fertig war, als ich dachte. Ich war noch irgendwo in der Halle unterwegs, und plötzlich kamen mir die Musiker entgegen. Da bin ich dann aber gerannt. Und habe die nächste Moderation auf der Bühne etwas atemlos gemacht. Insgesamt macht es aber super viel Spaß, weil die Stimmung immer super ist in der Halle, und weil es einfach live ist.“

DS: Wie bereiten Sie sich auf dieses Festival vor?

Michael Brockordt: „Ich habe mit fast allen Bands und Musikern vor dem Festival kurz gesprochen. Viele habe ich auch zum Interview zu Radio Wuppertal eingeladen. Ich kenne dann so ungefähr die Geschichte der Bands und Musiker, suche mir da ein paar spannende Facts raus, die ich vielleicht in die Anmoderation einbauen möchte. Und dann mache ich mir ein paar Tage vor dem Festival meine Moderationskarten: Zu jeder Band und zu jedem Musiker ein paar Stichpunkte, die drucke ich mir aus und habe dann etwas Material für die Anmoderation.“

DS: Was macht einen guten Moderator aus?

Michael Brockordt: „Ich finde immer, ein guter Moderator muss „er selbst“ sein. Er darf da keine Rolle spielen, wie ein Schauspieler auf der Bühne oder den Leuten eine Show vormachen. Das merken die Zuschauer. Mit ein bisschen Humor kommt man eigentlich immer weiter, man sollte sich selbst nicht zu wichtig nehmen und auch mal über sich selbst lachen können. Ich finde nichts schlimmer, als wenn ein Moderator sich selbst für den coolsten Typen der Welt hält. Und eine solide Vorbereitung ist wichtig. Ich muss einfach wissen, was ich da mache, dann bin ich auch sicher auf der Bühne, weil ich weiss, dass mir nichts passieren kann. Ich habe übrigens nie Lampenfieber, wenn ich auf der Bühne moderiere.“

DS: Wie sind Sie überhaupt Moderator geworden?

Michael Brockardt: „Ich wollte das immer werden. Ich habe mit 14 oder 15 zu Hause im Kinderzimmer eigene Radiosendungen auf Kassetten aufgenommen und an meine Freunde verschenkt. Wenn ich heute darüber nachdenke, ist das eigentlich sehr peinlich. Ich hoffe auch, dass diese Kassetten nie wieder irgendwo auftauchen werden. Dann habe ich bei einem Lokalradio ein Praktikum gemacht, wurde dann irgendwann freier Mitarbeiter. Ich bin dann nach Feierabend, wenn alle weg waren, ins leere Radio-Studio gegangen und habe für mich einfach Radiosendung gespielt. Was super war, weil die ganze Profi-Ausrüstung ja da war. Und irgendwann in einer Gewitternacht hatte der Sender dann einen Sendeausfall. Ich habe das zu Hause gehört, bin dann ganz schnell  in den Sender gefahren, habe eine CD eingelegt (es war in den 90er-Jahren, da hatten wir noch CD-Player im Studio) und habe den Chef angerufen: Was soll ich denn jetzt machen? Er hat gesagt: ‚Spielen Sie Musik und sagen sie zwischendurch mal was.‘ Das habe ich dann gemacht. Ich hatte das ja vorher stundenlang nach Feierabend geübt. Nach 90 Minuten lief alles wieder, ich kam raus aus dem Studio, der Chef war inzwischen da und sagte: Das sollten Sie öfter machen. Und so wurde ich als Moderator engagiert. Klingt wie ein schlechter Hollywood-Film, ist aber echt so passiert.“

Rundfunk-Moderator Michael Brockordt mit dem Mikrofon unterwegs – © Foto: Radio Wuppertal

 

DS: Eigentlich müssten Sie demnächst 12 unterschiedliche Jackets in  Kleiderschrank hängen haben – oder haben Sie eines der Jackets schon auf mehreren Festivals getragen?

Michael Brockordt: „Ich kann mich erinnern, dass ich bei einem Festival mal Hemd und Pullover getragen habe und kein Sakko. Und es gibt ein legendäres Glitzersakko, schwarz mit silbernen Glitzer-Nadelsreifen, das habe ich wegen der großen Nachfrage zwei oder drei mal getragen. Aber gut, dass Sie mir diese Frage stellen, da fällt mir ein, dass ich noch keine Idee habe, was ich in diesem Jahr anziehen soll, ich glaube ich muss dringend nochmal shoppen gehen in den nächsten Tagen.“

DS: Welches war denn Ihr schönstes Erlebnis im Zusammenhang mit WUPPERTAL HILFT!?

Michael Brockordt: „Oh, es gibt so viele tolle Begegnungen mit so vielen unglaublich sympathischen Musikern. Die ich ohne das Festival alle nie getroffen hätte. Was mir immer noch in Erinnerung ist, das ist die Garderobenparty. Eine spanische Band hat nach dem Auftritt einfach in der Garderobe weitergmacht. Wer mal in der Unihalle war, kennt die Garderoben: Das sind diese einfachen Sportler-Gardeoben, die  auch immer nach Sportler-Garderobe riechen. Die haben da echt bestimmt noch zwei Stunden lang weiter unplugged-Party gemacht. Nach und nach sind immer mehr Leute dazugekommen. Und alle haben da mitgemacht. Das zeigt auch so ein bisschen den Spirit von WUPPERTAL HILFT! Alle haben so viel Spaß an dem Festival und alle arbeiten zusammen, ohne Neid und ohne schlechte Stimmung.“

DS: Welcher Künstler oder Gast bei WUPPERTAL HILFT! Hat Sie am meisten beeindruckt?

Michael Brockordt: „Das ist echt eine schwere Frage. Ich finde ja diese Abwechslung so unglaublich spannend. Dass da Cover-Rockbands auftreten und Liedermacher und Chöre und Bigbands und Schlagersänger und Jugendbands, und so weiter, das macht wirklich Spaß. Ich bin immer fasziniert von den ganz jungen Bands. In diesem Jahr zum Beispiel „The Cube“, die sind zwischen 16 und 19 Jahre alt, schreiben ihre eigenen Songs und sind wirklich richtig professionell. Das beeindruckt mich jedes Mal. Wie selbstbewusst und professionell die da auftreten. Und mit welcher Energie die da spielen. Ich war dagegen mit 16 ein kleiner, schüchterner Junge aus der Kleinstadt, ich wäre im Leben nicht auf eine Bühne gegangen.“

DS: Wie oft werden Sie denn im Jahr als Moderator irgendwelcher Events außerhalb Ihres Jobs als fester Moderator von Radio Wuppertal gebucht?

Michael Brockordt: „Das ist ganz unterschiedlich, das kommt immer wieder mal vor und ist auch eine schöne Abwechslung zu meinem Radio-Moderationsjob. Vor allem weil es dann live auf der Bühne ist und nicht in meinem kleinen Radiostudio. Ich stehe gerne für jede Art von Moderation zur Verfügung, für Firmenveranstaltungen oder Galas oder Vereinsfeste oder Benefizkonzerte und so weiter.“

DS: Immer weniger Jugendliche hören Radio oder schauen Fernsehen – sehenhn Sie  eine Möglichkeit, die jungen Leute irgendwo abzuholen oder zurückzuholen?

Michael Brockordt: „Wir müssen uns einfach Gedanken machen über die Verbreitungswege unserer Programme. Das lineare Fernsehen hat starke Konkurrenz bekommen durch YouTube und Netflix usw. Weil man sich da seine Inhalte dann abrufen kann, wann man will. Wir Radioleute bekommen Konkurrenz von Streaminganbietern wie Spotify, trotzdem ist das lineare Radioprogramm immer noch erfolgreich. Weil es einfach bequem ist, hier muss ich keine Playlists oder Inhalte selbst auswählen, das kommt alles von selbst aus dem Radio. Unser Programm ist zum Beispiel auch über unsere App oder über „Alexa“ zu hören, das wird auch immer mehr genutzt. Und wir sind dabei, auch unser Podcast-Angebot weiter zu entwickeln, um die Radioinhalte zeitunabhängig anbieten zu können. Außerdem setzten wir auf Netzwerke wie Facebook und Instagram, die den Vorteil haben, dass die Hörer zusätzlich mit uns interagieren können, was dann auch wieder in unserem Programm stattfindet. Unsere regelmäßig gemachten Einschalt-Studien zeigen aber auch, dass Radio immer noch ein viel genutztes, attraktives Medium ist, auch bei jungen Leuten.“ 

DS: Wieviel Fan-Post bekommen Sie – vermutlich alles via Internet?

Michael Brockordt“ Das hält sich eigentlich in Grenzen. Es kommen immer mal wieder E-Mails oder Reaktionen auf Facebook und Instagram, aber es ist keine Flut von Fanpost. Was aber auch daran liegen mag, dass wir uns nicht als „Stars“ sehen beim Radio. Wir sind ganz normale Typen, die hier in der Stadt leben, die gerne hier leben und die einfach nur einen Job haben, in dem sie übers Radio zu den Leuten nach Hause kommen. Aber nach Feierabend gehen wir im gleichen Supermarkt einkaufen wie unsere Hörer, ich gehe in die gleichen Kneipen im Luisenviertel, und ich freu mich, wenn ich da ganz normale Alltagsgespräche führen kann.“

Diesmal nicht mit dem Mikro, sondern mit dem Becher unterwegs: Michael Brockordt – © Foto: Radio Wuppertal

 

DS: Haben Sie als Moderator irgendein Vorbild?

Michael Brockordt: „Ein direktes Vorbild habe ich nicht. Ich höre aber sehr interssiert bei anderen Radiosendern rein, im Urlaub zum Beispiel, einfach um zu hören, wie die das machen. Zuletzt habe ich auf einer langen Autofahrt in Florida verschiedene amerikanische Sender gehört. Bei denen wirkt alles viel schneller und durchgetaktet. Die machen nur ganz kurze Interviews, und sehr kurze Moderationen. Und trotzdem vermisst du als Hörer nix. Danach habe ich selber darauf geachtet, kürzere Moderationen zu machen, die trotzdem auf den Punkt kommen. Und genau das ist Kunst. Lang kann jeder, kurz können Profis.“

DS: Viele Rundfunk-Moderatoren träumen vom Fernsehen – Sie auch?

Michael Brockordt: „Für mich ist Radio das perfekte Medium. Ich kenne Leute, die beim Fernsehen arbeiten, ich finde immer, das ist super aufwändig, was die machen. Die brauchen Kameraleute, Kabelhilfen, Aufnahmeleiter, da sitzen Kollegen in der Regie, die Moderatoren werden vorher geschminkt, sie müssen immer top aussehen. Radio ist so schnell und unmmittelbar. Ich stehe da in meinem Studio, und wenn irgendwas in der Stadt passiert, kann ich damit innerhalb von Sekunden direkt und live on air gehen und die Infos vermitteln. Und für die Hörer geht das alles so nebenbei. Sie müssen sich nicht extra auf die Couch setzen und bewusst auf den Fernseher gucken. Einfach Radio einschalten, beim Autofahren, beim Frühstücken, beim Putzen, beim Lernen oder wenn sie nebenbei auf dem Handy online sind, und wir sind überall dabei. Und ich bin froh, dass ich NICHT überall angesprochen werde, weil man mich aus dem Fernsehen kennt. Die meisten Wuppertaler kennen meine Stimme, wissen vielleicht ungefähr, wie ich aussehe, aber ich kann ganz normal einkaufen gehen oder essen gehen, ohne ständig Selfies machen zu müssen, mit Leuten, die mich erkannt haben. Das soll jetzt niemanden abschrecken! Ich mache gerne Selfies mit Euch, aber es gibt wirklich schönere Motive.“

DS: Gibt es noch andere Charity-Projekte, die Sie unterstützen?

Michael Brockordt: „Wenn Anfragen kommen, bin ich jederzeit dabei! Ich habe selbst so viel Glück gehabt im Leben, dass ich davon gerne was abgebe. Natürlich unterstütze ich die Radio-Wuppertal-Hilfsaktion „Kindertal“, die kümmert sich um Wuppertaler Kinder, die an der Armutsgrenze leben. Meine Kollegen kennen da schon meine Standard-Antwort: „Für Kindertal mach‘ ich alles“. Da gehe ich auch gerne nach Feierabend Waffeln backen oder moderiere Benefiz-Veranstaltungen. Ich habe über 10 Jahre lang den Weihnachtsmarkt des DRK Wuppertal moderiert in der Stadthalle. Leider hat das Konzept später nicht mehr so viele Wuppertaler angelockt. Deshalb hat das DRK es dann eingesehen und den Weihnachtsmarkt abgesetzt. Aber die mussten mir am Ende immer nur den Termin sagen, weil sie wussten, ich bin auf jeden Fall dabei. Das ist bei WUPPERTAL HILFT! genau so. Da sprechen wir inzwischen einfach per Mail das Datum ab und ich blocke den Tag in meinem Kalender.“

Michael Brockordt als Jogger auf der Nordbahntrasse – © Foto: privat

DS: Welche Hobbies betreiben Sie nach Sendeschluss?

Michael Brockordt: „Nach Sendeschluss gehe ich nach Hause und enstpanne mit Netflix oder mit Freunden. Ich mag Spiele-Abende oder einfach nette Gespräche. Vor der Sendung findet man mich bei gutem bis mittelgutem Wetter oft auf der Nordbahntrasse. Da gehe ich eine Runde joggen. Bei schlechtem Wetter verlagert sich das auf den Crosstrainer im Fitnesstudio. Ansonsten reise ich gerne um die Welt, ich liebe Bangkok, ich liebe das lokale Essen in den Urlaubsländern und ich liebe es, die Menschen vor Ort kennenzulernen. Was fast immer klappt. Und was immer eine Bereicherung ist, weil man durch sie das „echte“ Leben kennenlernt, und nicht nur die Touristen-Hotspots.“

DS: Sie wirken immer, freundlich, verbindlich und gelassen – was kann Sie so richtig auf die Palme bringen?

Michael Brockordt: „Danke für das Kompliment. Ich bin eigentlich immer bemüht darum, dass es den Menschen um mich rum gut geht, dass sie sich wohlfühlen. So richtig ausrasten kann ich glaube ich gar nicht. Was mich richtig ärgert, ist zum Beispiel schlechter Service im Restaurant. Wenn die Seriveleute offenbar keinen Bock haben, oder wenn sie einfach schlecht geschult sind. Ich will überhaupt nicht, dass sie mich hofieren oder unterwürfig sind. Im Gegenteil. Einfach freundlicher Serivce auf Augenhöhe reicht mir schon. Gerne mit Humor und persönlicher Note. Das ist deren Job. Dafür gehe ich ja ins Restaurant, dass ich da bedient werde und eine schöne Zeit habe. Und wenn das nicht stimmt, bin ich echt genervt.“ 

DS: Haben Sie jetzt Ihr Traumziel als Moderator bei Radio Wuppertal erreicht oder gibt es da noch Träume?

Michael Brockordt: „Für mich geht jeden Tag ein Traum in Erfüllung. Als Jugendlicher wollte ich unbedingt zum Radio. Jetzt mache ich das und bekomme auch noch Geld dafür. Klar sind auch mal Tage dabei, an denen ich nicht so viel Lust habe, das kennt vermutlich jeder aus seinem Job. Ich habe über 15 Jahre lang jeden Tag die Morgensendung moderiert. Das hieß für mich immer spätestens um 2 Uhr aufstehen. Das kann man nur machen, wenn man das wirklich will. Aktuell bin ich am Nachmittag zu hören, und im Moment ist das genau das Richtige. Ich habe wieder ein ganz normal getaktetes Leben, ich kann auch mal abends weggehen, ohne ständig auf die Uhr gucken zu müssen, weil ich weiss, dass um 2 Uhr der Wecker klingelt. Ich habe das nie bewusst geplant, was ich mache. Es hat sich immer irgendwie von selbst ergeben. Deshalb bin ich neugierig, was da noch kommt.“

DS: Vielen Dank für das spannende, interessante Gespräch und viel Spaß bei Moderieren von WUPPERTAL HILFT am 15. Februar in der Unihalle

Das Interview führte Peter Pionke

www.wuppertal-hilft.de

www.radiowuppertal.de


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