6. Oktober 2026Peter Pionke
„Pechpfoten“ behalten vor dem OLG die Oberhand!
Teamgeist wird groß geschrieben bei den Mitgliedern des Wuppertaler Tierschutzvereins „Pechpfoten”. Gemeinsam erkämpften sie jetzt einen Erfolg vor dem OLG – © Heidrun ArensmannSchon in erster Instanz vor dem Landgericht in Wuppertal hatte der engagierte Tierschutzverein den Prozess gegen die Diakonie-Leitung auf ganzer Linie gewonnen. Doch in letzter Minute vor Ablauf der Frist hatte der Anwalt der Diakonie-Geschäftsführung Berufung gegen das Urteil eingelegt.
Dadurch wurden die Mitglieder des „Pechpfoten e.V.“ um die rührige Vorsitzende Anke Süper und die vielen ehrenamtlichen Helfer, was Weiterbau und Betrieb des Tierschutzzentrums Wuppertal anging, erneut zur Tatenlosigkeit verurteilt.
Zwei Mediationsversuche und drei Petitionen aus der Bürgerschaft mit insgesamt 12.399 Unterschriften, darunter auch die des Bundestagsabgeordnete Helge Lindh, für die Realisierung des ambitionierten Tierschutzprojektes, konnten die Blockade-Haltung des neuen Vorstandes der Diakonie, immerhin eine christliche Einrichtung, in der Franz von Assisi, der Patron der Tiere, eine wichtige Rolle spielt, nicht auflösen.
Dabei war die Einrichtung vornherein in absoluter Übereinstimmung mit dem früheren Leiter der Diakonie Pfarrer, als ambitioniertes Inklusion-Projekt geplant. Das Konzept sah vor, dass im Tierschutzzentrum nicht nur herrenlosen Hunden und Katzen ein sicheres Zuhause auf Zeit finden sollten, sondern auch die Bewohner der Diakonie waren fest für die Pflege der Tiere eingeplant. Eine Win:Win-Situation also.
Der neue Diakonie-Leiter Björn Neßler glänzte bei der Berufungsverhandlung augenscheinlich durch Abwesenheit. Ob er geahnt hatte, dass er eine erneute Niederlage vor Gericht würde einstecken müssen?
„Pechpfoten“-Chefin Anke Süper ist vorsichtig optimistisch, dass die Bauarbeiten am dringend benötigten Tierschutzzentrum bald wieder aufgenommen werden können. Bei aller Freude und Erleichterung über das positive Urteil des OLG, ist sie sich auch bewusst, dass für ihren Verein als Folge des aus Sicht vieler Beobachter völlig unnötigen Rechtsstreits enormer Schaden entstanden ist. Und das betrifft beileibe nicht nur die große Zeitverzögerung.
Anke Süper erklärt: “Fleißige Bauhelfer, die viel Freizeit und Herzblut investiert haben, haben sich zum Teil abgewandt. Auch Mitgliedskündigungen mussten wir hinnehmen und Spender und Sponsoren haben zum Teil ihre Unterstützung eingefroren. Wir wollen doch nur Gutes tun für Mensch und Tier und das bisher überwiegend ehrenamtlich. Ich kann Menschen nicht verstehen, die das bekämpfen”.Jetzt gibt es offensichtlich doch ein Happy-end – zumindest für herrenlose Tiere.
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