5. August 2026

Charles Petersohn: Rückblick auf den ‚Karneval der Vielfalt‘

Charles Petersohn, Musiker, Komponist, DJ, Moderator, lässt seine Fans in seiner Kolumne regelmässig an seiner künstlerischen und musikalischen Gefühlswelt teilhaben. Er macht auch auf Veranstaltungen aufmerksam, bei denen er oder seine Musik-Kolleginnen und -Kollegen für das coole Feeling und den Groove sorgen. Und er gibt zudem der freien Kultur-Szene eine Stimme!

Die drei von der „Zu Zu Family“: (v.l.) Miss Ingwer Roger, Daniel Schmitt (M.) und Charles Petersohn – © DJ Cologne

„Bevor ich euch zum heißen Beats-Wochenende einladen möchte, erlaube ich mir einen „kurzen“ Rückblick auf das Ubuntu Festival, den „Karneval der Vielfalt“. Es hat sich gelohnt. Und wie! Die Poesie dieser seit Jahrhunderten im südlichen Afrika angewendeten Lebensphilosophie „Ich bin, weil wir sind“, kam während der heißen Phase der Vorbereitungen und beim Festival selbst voll zum Tragen. Alle Beteiligten gaben ihr Bestes, manche innerhalb der Crew noch um einiges mehr.

Jede und jeder war für jeden da und das war spürbar. Man fühlte sich jederzeit willkommen, half, wo es nötig war, wurde unterstützt, wann immer Unterstützung gebraucht wurde. Wir alle feierten die Gemeinschaft, die Vielfalt, das Happening! Dieser Geist übertrug sich auf die Bühne und ins Publikum.

Der „Karneval der Vielfalt“, der Umzug, die Demo, war ein großer, zusätzlicher Erfolg. Auf dem Weg vom Laurentius Platz zum Pina Bausch Zentrum wurden die „Karnevalisten“ gefeiert. Menschen reihten sich spontan ein, an den Straßenrändern wurde dem bunten Treiben viel Applaus gespendet. Eine senegalesische Trommelgruppe ging voran, gefolgt von etwa 300 Wuppertalerinnen und Wuppertaler us den unterschiedlichsten Kulturkreisen machten aus dieser „Demo“ ein Volksfest aller in Wuppertal lebenden Menschen. Selbst zwei Gruppen der Wuppertaler Karnevalsvereine mischten mit! Die Polizei war vom Umzug schlichtweg begeistert. Der Einsatzleiter umarmte Kyebo Kafuta, einen der Festivalleiter, und bedankte sich für diese Begeisterung, für diesen friedvollen Freudentanz.

Und auch wir, die Caritas, waren dankbar, als Kooperationspartner Teil des Treibens zu sein. Mit den Sufi Dub Brothers haben wir den finalen Live-Act beigetragen. Pakistanische Sitar Virtuosität im Schneidersitz auf Basis eines elektronischen Feuerwerks von Viktor Marek wurden wie alle anderen Künstlerinnen und Künstler  frenetisch gefeiert. Hätte des Konzert länger gedauert, wäre Ashraf Sharif Khan, auf einem türkischen Teppich sitzend, wahrscheinlich davongeflogen.

Das angesagt Electronic Live-Duo „HEIKE“ ist beim 11. „Electric Garden“ mit dabei – © HEIKE

Die Afterhour Party im Foyer des Zentrums „Ubuntu Dance Night“ war für Miss Ingwer Rogers und mich ein krönender Abschluss für diese zwei unvergesslichen Tage. Bereits beim ersten Track strömten Leute auf die Tanzfläche und feierten unseren Sound. Der Mix aus African und Brasilian Grooves tief eingebettet in House Music war sehr deep, sehr tropisch. Es ist etwas besonderes, dieses riesige Atrium, der Bühne und Tanzfläche im Foyer des Alten Schauspielhauses zu erleben und überall lächelnde, wild oder entspannt tanzen zu sehen. Für mich persönlich war es ein Highlight, auch einen 16 minütigen, sehr anspruchsvollen Jazz-Track zu spielen und zu erleben, wie die Crowd dieses Pharoah Sanders Tribute feierte.

Herzlichen Dank Bettina Milz, Anjira Ganjira und Kyebo Kafuta!!!

Mit diesen Vibes im Gepäck freuen wir uns tierisch, dann wieder mit unserem Partner aus der Zu Zu Family, Daniel Schmitt, am Freitag (14.08.) beim AIRPLAY auf dem Dach des Café 23 aufzulegen und am 15. unseren mittlerweile elften Electric Garden im KuKuNa zu zelebrieren. Mit dabei einmal mehr die RaumZeitPiraten, sowie das Electronic Live-Duo aus der MAUKE und dem Open Ground, HEIKE.

Und zum Schluss gehen wir als Gäste ins Open Ground, um einen unserer Helden, Theo Parrish, einem der Mitbegründer der House Music aus Detroit und Chicago zu feiern.

Das Afterhour DJ-Set von Ingwer und mir wird demnächst in der soundcloud veröffentlicht. We give Bescheid!

Peace, Miss Ingwer Rogers und mir.“

Euer Charles Petersohn

 

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