23. April 2026Peter Pionke
BHC: Gegen Wetzlar zurück zum Kernziel
Auf meine starke Leistung von Torhüter Christopher Rudeck wird es gar sicher auch wieder beim Abstiegsduell in Wetzlar ankommen – © Archivfoto Jochen ClassenAktuell haben die Löwen vier Punkte Vorsprung auf die Mittelhessen, die als 17. in die 2. Liga gehen müssten, wenn die Saison heute enden würde. Mit einem Sieg könnten es also sogar sechs Zähler und die bessere Tordifferenz werden. „Wir können einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen, indem wir einen direkten Konkurrenten schlagen“, sagt BHC-Trainer Markus Pütz. „In Leipzig ist uns das vor einigen Wochen sehr gut gelungen. Dasselbe wollen wir jetzt in Wetzlar schaffen.“
Gleichzeitig hat die HSG die Chance, wieder heranzukommen. Abhängig davon, wie GWD Minden gegen den ThSV Eisenach spielt, haben die Wetzlarer sogar die Möglichkeit, das rettende Ufer zu erreichen. „Sie hatten jetzt lange Zeit, um sich auf uns vorzubereiten. Wir rechnen mit maximaler Gegenwehr und sehen uns nicht als Favoriten.“
Trainergespann warnt vor stark besetztem Kader
Wir, das ist neben Pütz auch Arnor Gunnarsson, der das BHC-Trainergespann komplettiert. Der Isländer sagt: „Ich bin überrascht, dass Wetzlar so tief unten drin steht. Sie haben eigentlich gute Spieler und auch einen erfahrenen Kader.“ Dominik Mappes, Philipp Ahouansou, Stefan Cavor und Josip Simic sind alles profilierte Erstliga-Akteure. Zudem hat der Club im Winter auch noch Torhüter-Routinier Andreas Palicka nachverpflichtet.
Im neuen Jahr kam die HSG nur etwas besser Schwung. Gegen Leipzig und Stuttgart gelangen Unentschieden, in Minden feierte die Mannschaft einen 33:31-Sieg. „Unter Runar Sigtryggsson als Trainer hat sich Wetzlar im Tempospiel verbessert“, sagt Gunnarsson. „In der Abwehr müssen wir mit einer 6:0- und einer 5:1-Variante rechnen.“
Die Fans des Bergischen HC hoffen auch in Wetzlar auf viele Tore von Noah Beyer – © Archivfoto Jochen ClassenDer BHC befindet sich erst seit Mittwoch wieder im Mannschaftstraining. „Zwei Tage haben wir frei gemacht – und das war auch schön, um es noch ein bisschen zu genießen. Das konnten wir zum Beispiel beim Einzug ins Final4 im Dezember aus terminlichen Gründen nicht“, erklärt Pütz. „Jetzt weiß aber wieder jeder, worum es in der Liga geht. Nach dem Wochenende war für uns am Wichtigsten, das körperliche Niveau wieder herzustellen. Es war eine große Belastung. Beim einen oder anderen mussten wir das Training etwas anpassen. Aber jetzt sind alle wieder voll drin.“
Das gute Gefühl und den Flow aus dem Pokal wollen die Löwen natürlich gerne mitnehmen. „Wir freuen uns auch sehr, dass ein Fanbus nach Wetzlar fährt. Das hilft uns sehr“, betont Pütz, de mit einem heißen Tanz in der Buderus Arena rechnet. „In Köln hatten wir große Teile der Arena hinter uns. In Wetzlar wird das natürlich nicht so sein. Zufrieden sind die Trainer auch damit, dass die Mannschaft das Final Four gut weggesteckt hat. Es ist keine Verletzung hinzugekommen, so dass sich die Ausfall-Liste nicht verändert hat: Elias Scholtes, Yannick Fraatz und Nico Schöttle werden fehlen. Der Rest der Mannschaft ist in Wetzlargesetzt.
Link zur Webseite des BHC:
Weiter mit:
Kommentare
Neuen Kommentar verfassen