13. April 2026Peter Pionke
Quartiersnahe Notfallversorgung für Pflegebedürftige
Stellten das Projekt „Quartiersnahe Notfallversorgung im Wuppertaler Norden – inklusive Nachtversorgung“ vor: (v.l.) Birgit Uessler, Quartiermanager; Nicolas Starck, Geschäftsführer Feuchter Stiftung; Angelika Hörter, Leitung Geschäftsstelle LV Alzheimer NRW e.V. – © Feuchter StiftungHinter dem Projekt stehen die Feuchter Stiftung und der Landesverband Alzheimer NRW e.V. im Rahmen des §123 SGB XI. Die Initiative wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, den Landesverbänden der Pflegekassen in NRW und dem Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. in NRW.
Drehtüreffekte im Krankenhaus, Stresssituationen und hohes Belastungserleben sind häufige Folgen, wenn der pflegende Angehörige plötzlich aus gesundheitlichen Gründen ausfällt. So passiert es schnell, dass die Notlösung einen unnötigen Krankenhausaufenthalt bedeutet, weil die Situation nicht anders zu lösen ist.
Unmittelbare Versorgung so sichergestellt werden
Da braucht es kurzfristige und unbürokratischer Angebote, die auch in akuten Situationen zugänglich sind und die unmittelbare Versorgung sicherstellen. Dies gilt im Besonderen für Menschen mit Demenz, da für sie das Stress- und Belastungserleben bei einschneidenden Veränderungen sehr hoch ist.
Die Feuchter Stiftung hilft Menschen im Quartier, bevor die Notaufnahme überhaupt zum Thema wird: mit nächtlicher Begleitung zu Hause, einer Notfallwohnung und der Option, ein Krisenzimmer im Pflegeheim zu öffnen. Dies sind konkrete, kurzfristige Lösungen, wenn es eine pflegerische Notfallsituationen gibt.
Geholfen wird pflegebedürftige Menschen und ihre pflegenden An- und Zugehörigen im Stadtteil Uellendahl-Katernberg und Dönberg sowie interessierte Senioren z.B. für Schulungsangebote. Das Modellkonzept mit präventiver Quartiersarbeit soll der zukunftsfähigen, sektorenübergreifenden Pflegeversorgung in akuten häuslichen Krisensituationen dienen.
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