13. April 2026

Quartiersnahe Notfallversorgung für Pflegebedürftige

In NRW werden 88 Prozent der pflegebedürftigen Menschen zuhause versorgt. Um dann auch in akuten Krisensituationen gerüstet zu sein, sind u.a. eine optimal funktionierende Nacht- und Notfallversorgung zwingend notwendig. An diesem Punkt setzt das dreijährige Projekt „Quartiersnahe Notfallversorgung im Wuppertaler Norden – inklusive Nachtversorgung“ an.

Stellten das Projekt „Quartiersnahe Notfallversorgung im Wuppertaler Norden – inklusive Nachtversorgung“ vor: (v.l.) Birgit Uessler, Quartiermanager; Nicolas Starck, Geschäftsführer Feuchter Stiftung; Angelika Hörter, Leitung Geschäftsstelle LV Alzheimer NRW e.V. – © Feuchter Stiftung

Hinter dem Projekt stehen die Feuchter Stiftung und der Landesverband Alzheimer NRW e.V. im Rahmen des §123 SGB XI. Die Initiative wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, den Landesverbänden der Pflegekassen in NRW und dem Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. in NRW.

Drehtüreffekte im Krankenhaus, Stresssituationen und hohes Belastungserleben sind häufige Folgen, wenn der pflegende Angehörige plötzlich aus gesundheitlichen Gründen ausfällt. So passiert es schnell, dass die Notlösung einen unnötigen Krankenhausaufenthalt bedeutet, weil die Situation nicht anders zu lösen ist.

Unmittelbare Versorgung so sichergestellt werden

Da braucht es kurzfristige und unbürokratischer Angebote, die auch in akuten Situationen zugänglich sind und die unmittelbare Versorgung sicherstellen. Dies gilt im Besonderen für Menschen mit Demenz, da für sie das Stress- und Belastungserleben bei einschneidenden Veränderungen sehr hoch ist.

Die Feuchter Stiftung hilft Menschen im Quartier, bevor die Notaufnahme überhaupt zum Thema wird: mit nächtlicher Begleitung zu Hause, einer Notfallwohnung und der Option, ein Krisenzimmer im Pflegeheim zu öffnen. Dies sind konkrete, kurzfristige Lösungen, wenn es eine pflegerische Notfallsituationen gibt.

Geholfen wird pflegebedürftige Menschen und ihre pflegenden An- und Zugehörigen im Stadtteil Uellendahl-Katernberg und Dönberg sowie interessierte Senioren z.B. für Schulungsangebote. Das Modellkonzept mit präventiver Quartiersarbeit soll der zukunftsfähigen, sektorenübergreifenden Pflegeversorgung in akuten häuslichen Krisensituationen dienen.

Weitere Infos unter diesem Link:

https://alzheimer-nrw.de/

 

 

 

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