26. Februar 2026Peter Pionke
Schlüsselspiel in Leipzig
Die Taktik des BHC-Trainergespanns Arnor Thor Gunnarsson (l.) und Markus Pütz muss am Sonntag in Leipzig aufgehen, will der BHC nicht in absolute Abstiegsnöte geraten – © Archivfoto Jochen ClassenSieht man es positiv, haben die Bergischen Löwen in der QUARTERBACK Immobilien ARENA die Chance, mit einem Auswärtssieg auf vier Punkte wegzuziehen. Geht die Partie aber verloren, werden die Karten im Kampf um den Klassenerhalt komplett neu gemischt.
„Wenn wir unsere Leistung bringen, werden wir dieses Spiel gewinnen.“ Die BHC-Trainer Arnor Gunnarsson und Markus Pütz sind von der Qualität ihrer Mannschaft überzeugt. Zwar hat das Team seine ersten drei Spiele des neuen Jahres verloren, doch Gunnarsson und Pütz haben beim 28:35 gegen die Füchse Berlin eine klare Steigerung im Vergleich zu den Begegnungen gegen Melsungen und in Eisenach gesehen. Schon die deutliche Reduzierung der technischen Fehler sind ein Beleg dafür.
BHC will eine Schippe drauflegen
In Leipzig will der BHC eine weitere Schippe drauflegen und den ersten Auswärtssieg der Saison davontragen. „Das sind die Spiele, warum wir in der 1. Liga antreten“, sagt Markus Pütz. „Es ist ein Aufeinandertreffen mit einem direkten Konkurrenten – ein Schlüsselspiel.“ Der BHC hat den Klassenerhalt in eigener Hand und im Vergleich zu den Verfolgern aus Leipzig und Wetzlar weiterhin die bessere Ausgangssituation.
Die beiden genannten Teams haben acht Punkte auf dem Konto, der BHC ist 16. mit zehn Zählern und einer etwas besseren Tordifferenz. Theoretisch ist also vieles möglich. Mit einem Sieg könnte der BHC ein Polster von vier Punkten auf beide bekommen, wenn am Freitag zusätzlich die HSG Wetzlar bei der SG Flensburg-Handewitt verliert. Im Falle einer Niederlage droht aber auch das vorläufige Abrutschen auf einen Abstiegsplatz. „Wir wissen alle, wie wichtig es ist, in diesem Spiel zu punkten“, betont Pütz. „Gleichzeitig müssen wir uns aber darüber im Klaren sein, dass am Sonntag nicht die Saison entschieden wird – unabhängig vom Ergebnis.“
BHC-Torhüter Christopher Rudeck wird auch in Leipzig wieder im Mittelpunkt stehen – © Archivfoto Jochen ClassenDie besseren Resultate 2026 haben die Leipziger erzielt. Sie gewannen mit 35:33 beim HSV Hamburg und sicherten sich im Kellerduell bei der HSG Wetzlar einen Punkt (26:26). Der Fehlstart in die Saison mit 2:22-Zählern ist inzwischen vergessen. Nach dem Trainerwechsel von Raul Alonso zu Frank Carstens holten die Sachsen 6:12-Punkte. Im Dezember sicherte sich der Club die Dienste von Dean Bombac. Der Spielmacher ist spätestens nach der Winterpause voll eingeschlagen. In den letzten beiden Spielen traf er 16 Mal und lieferte neun Assists.
„Das Spiel ist nun schon stark auf ihn ausgerichtet“, sagt Arnor Gunnarsson. „Er ist eine sehr gute Verstärkung.“ An die Mannschaft des Hinspiels, das 28:28 ausging, erinnert der SC DHfK nicht mehr. „Für uns wird es wichtig sein, dass wir von Anfang an da sind und nicht direkt hinterherlaufen“, betont der Isländer. „Wir brauchen einen guten Rückzug, um das gute Tempospiel in den Griff zu bekommen.“
5.000 Fans werden Halle in Hexenkessel verwandeln
Die eigene Mannschaft tritt voraussichtlich in derselben Besetzung an, die auch am Sonntag gegen die Füchse gespielt hat. Die Löwen müssen bereit für einen Hexenkessel sein. „Da werden 5.000 Leute gegen uns sein“, weiß Pütz, der sich umso mehr freut, dass ein Fan-Bus aus dem Bergischen Land anreist. Ein harter Kern begleitet das Team überall hin. „Dafür sind wir sehr dankbar.“ Punkte würden die weite Reise gewiss zusätzlich versüßen.
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