26. Januar 2026Redaktion
Mit diesen Tipps bringen Sie Ihren Kleiderschrank schnell auf Vordermann
Pro Jahr landen im Schnitt 60 neue Kleidungsstücke im Schrank. Daher verwundert es nicht, dass die Kleiderschränke in vielen deutschen Haushalten sprichwörtlich aus allen Nähten platzen. Das ist gleich aus mehreren Gründen ärgerlich. Zum einen belegt eine Greenpeace-Umfrage aus dem Jahr 2025, dass ein Drittel der Kleidungsstücke kaum getragen werden. Zum anderen erschwert es ein übervoller Kleiderschrank, das Lieblingsoutfit zu finden. Auch die Ordnung in den Fächern lässt schnell zu wünschen übrig, wenn dafür einfach der Platz fehlt.
Wollen Sie Ihre Garderobe etwas lichten und den Kleiderschrank wieder auf Vordermann bringen, helfen Ihnen die folgenden Tipps.
Der beste Zeitpunkt ist immer jetzt
Gute Vorsätze liegen nicht nur bei der Gen Z wieder im Trend. Viele Deutsche nehmen sich pünktlich zum Jahreswechsel vor, mehr Obst zu essen, öfter Sport zu treiben oder besser Ordnung zu halten. Allerdings belegen Studien: Nur acht Prozent der Bevölkerung schaffen es, solche Neujahrvorsätze langfristig zu verfolgen.
Ein möglicher Grund für das Scheitern ist mangelnde Motivation. Nehmen Sie sich also nur halbherzig vor, im neuen Jahr den Kleiderschrank auszumisten, meldet sich schnell der innere Schweinehund – und der hat auf Aufräumen meist keine Lust.
Wünschen Sie sich blitzblanke und übersichtliche Fächer im Schrank, nehmen Sie sich kurzfristig Zeit zum Großreinemachen. Zum Ausmisten und Aufräumen eignen sich am besten die Tage, an denen keine weiteren Termine anstehen. Schicken Sie etwa Ihre Familie an einem faulen Sonntag auf einen Spaziergang und widmen Sie sich Ihrem Kleiderschrank.
Keine Angst vor Aufräum-Pausen
Wer einen großen und vor allem vollen Kleiderschrank sein Eigen nennt, fürchtet vielleicht, ihn an einem Tag nicht aufgeräumt zu bekommen. Dadurch sinkt die Motivation, bevor das Projekt überhaupt beginnt.
Lassen Sie sich von solch negativen Gedanken nicht aus der Ruhe bringen. Zwar wirkt eine Fülle an Kleidungsstücken, die wahllos in den Fächern liegt oder an Bügeln hängt, wie ein einziges Chaos. Allerdings sieht die Unordnung im Schrank meist schlimmer aus als sie tatsächlich ist.
Abhängig von der Größe Ihrer Garderobe sollten Sie ein paar Stunden für Ihre Aufräumaktion einplanen. Sollten Sie innerhalb eines Tages dennoch nicht fertig werden, müssen Sie die Verzögerung nicht als Scheitern verstehen. Sie gönnen sich einfach eine Aufräum-Pause, um zum nächsten günstigen Zeitpunkt mit voller Stärke fortfahren zu können.
Aufräum-Projekte brauchen das richtige Setting
Ausmisten und Aufräumen verbinden wohl die wenigsten mit Spaß. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um sich die Herausforderung unterhaltsamer zu gestalten. So können Sie etwa:
- Ihre Lieblingsmusik auflegen, um Ihren eigenen Rhythmus zu finden
- die beste Freundin anrufen, um beim Aufräumen mentale Unterstützung zu erhalten
- einen Podcast anhören, um sich nebenbei etwas abzulenken
Mögen Sie es ruhiger, können Sie alternativ für den richtigen Duft im Raum sorgen. Eine Duftkerze mit erfrischenden Aromen kann schließlich ebenso motivierend wirken wie Musik.
Eine Belohnung ist die beste Motivation
Bevor Sie die Ärmel hochkrempeln und dem Chaos im Kleiderschrank zu Leibe rücken, brauchen Sie noch einen kleinen Motivationsboost? Dann überlegen Sie sich doch eine Belohnung, die Sie sich nach dem erfolgreichen Aufräumen gönnen.
Ob es sich um einen großen Eisbecher oder einen entspannten Fernsehabend handelt – mit einem solchen Ziel vor Augen, geht die Arbeit meist schneller und leichter von der Hand.
Kontraproduktiv kann es allerdings sein, wenn Sie sich nach dem Ausmisten eine größere Shoppingtour versprechen. Landen nach diesem Einkaufsbummel wieder zahlreiche Kleidungsstücke im Schrank, entsteht zwar ein kurzfristiges Glücksgefühl. Jedoch zieht auch ganz schnell wieder die Unordnung in Ihre Fächer ein – und das erzeugt Stress und Frust.
Der erste Schritt beim Aufräumen: Verschaffen Sie sich einen Überblick
Endlich haben Sie ausreichend Zeit, um Ordnung in Ihren Schrank zu bringen. Doch kaum haben Sie die Schranktüren geöffnet, wissen Sie nicht, wo Sie anfangen sollen. Dabei gehört der erste Schritt noch zu den Aufgaben, die viel Spaß machen:
Schnappen Sie sich alle Kleidungsstücke, die in Ihrem Kleiderschrank liegen oder hängen. Diese landen erst einmal in einem großen Haufen auf dem Bett, dem Teppich oder einer anderen freien Fläche.
Schließlich müssen Sie sich einen Überblick darüber verschaffen, welche Sachen sich überhaupt in Ihrem Besitz befinden. Das funktioniert am besten, wenn Sie Ihre Garderobe in voller Pracht vor sich ausgebreitet sehen.
Erst im Anschluss geht es ans Sortieren und Putzen.
Der zweite Schritt: Schauen Sie sich jedes Kleidungsstück genau an
Um zu wissen, welche Kleidungsstücke Sie behalten oder aussortieren möchten, nehmen Sie jedes wenigstens einmal in die Hand. Dabei können Sie in Ruhe überlegen, warum dieses Kleid oder jene Hose wieder in den Schrank einziehen darf.
Aber Achtung: Lassen Sie sich nicht von sentimentalen Gedanken dazu verleiten, ungenutzte Sachen wieder einzuräumen. Haben Sie ein Sommerkleid in einem Urlaub in Ibiza getragen und anschließend nie wieder, benötigen Sie es nicht mehr.
Damit es mit dem Ausmisten richtig klappt, arbeiten Sie am besten mit verschiedenen Haufen:
- Die Kleidungsstücke, die nicht mehr zu gebrauchen sind, landen auf einem Stapel. Sie können sie nach dem Aufräumen ordentlich entsorgen.
- Sachen, die noch tragbar sind, Ihnen aber nicht mehr gefallen, gehören auf einen zweiten Stapel. Gleiches gilt für die Kleidung, die Ihnen nicht mehr richtig passt. Ob Sie die Stücke verschenken, verkaufen oder spenden, bleibt Ihnen überlassen.
- Auf einen dritten Haufen kommen alle Kleidungsstücke, die Sie in der warmen Jahreszeit tragen.
- Auf dem vierten Stapel legen Sie zum Schluss warme Pullover, Strickjacken und all das, was Sie vorrangig in der Winterzeit anziehen.
Alternativ können Sie die Sommer- und Wintersachen auch direkt wieder in den Schrank packen. Vergessen Sie aber nicht, die einzelnen Fächer wenigstens einmal auszuwischen, bevor Sie wieder Kleidung hineinlegen.
Der dritte Schritt: Überlegen Sie sich ein Ordnungssystem
Die Kleidung wahllos wieder in den Kleiderschrank zu legen, mag zwar schnell gehen. Allerdings schaffen Sie damit die Grundlage für ein erneutes Chaos. Sinnvoller ist es, sich ein System zu überlegen, nach dem Sie T-Shirts, Hosen und Co. sortieren.
So können Sie etwa die Sachen, die nicht zur aktuellen Saison passen, ganz hinten im Schrank platzieren. Weiter vorn haben dann die Kleidungsstücke Platz, die zur derzeitigen Temperatur- und Wetterlage passen. Räumen Sie Ihren Schrank zum Jahresbeginn aus und um, gehören also die Sommersachen nach hinten und die Wintersachen griffbereit nach vorn.
Zudem ergibt es Sinn, T-Shirts, Pullover und Hosen in jeweils separaten Fächern zu verstauen. Möchten Sie dabei Platz sparen, können Sie die Sachen einrollen statt falten. Dadurch passen nicht nur mehr Kleidungsstücke in ein Fach. Sie beugen gleichzeitig lästigen Falten im Stoff vor.
Kleidung aus empfindlichen Materialien wie Seide gehört allerdings an einen Bügel. Gleiches gilt für längere Kleider, Blusen und Jacken.
Dabei gilt: Pro Kleiderbügel sollte es nur ein Kleidungsstück sein. Ansonsten riskieren Sie Schäden am Material. Zudem fällt es bei aufeinander geschichteten Sachen schwerer, schnell das gewünschte Outfit zu finden.
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