20. Januar 2026

Martin Schneider: Handball-Kommentator für 7 Mio. TV-Zuschauer

Spannend und unterhaltsam vermittelte das ZDF seinem Publikum den Erfolgs-Thriller der Deutschen Handballer. Die gewannen bei der EM in Dänemark das wichtige „Endspiel“ um den Einzug in die Hauptrunde gegen Spanien mit 34:32 (17:15) Toren. Am Mikrophon dieses „Krimis“ saß der Wuppertaler Sportreporter Martin Schneider (58). 6,97 Millionen Handball-Fans haben das Spiel im ZDF verfolgt.

ZDF-Sportreporter Martin Schneider als interessierter Zuschauer bei einem Beachvolleyball-Turnier – © Siegfried Jähne

„Totgesagte leben länger“ war Martin Schneiders Kommentar in den Schluss-Sekunden, als der lange umkämpfte  Erfolg zum greifen nahe war. Keine Selbstverständlichkeit, denn das deutsche Team, als Mitfavorit in die Handball-Europameisterschaften gestartet, stand nach der überraschenden 27:30-Niederlage gegen Serbien unter Zugzwang und wäre bei einer Niederlage gegen Spanien vorzeitig ausgeschieden.

20 internationale Großereignisse

Als Julian Köster Minuten vor Spielende zum 34:29 in spanische Tor traf, überschlug sich die Stimme des sonst eher ruhig und sachlich analysierenden Martin Schneider vor Begeisterung. Er, der auch wieder die Zuschauer ansprach, die nicht jede Woche Handball schauen, durfte sich über die riesige Bühne freuen. Ein Spiel, das sicher zu den Höhepunkten seiner langen Karriere mit zahlreichen internationale Einsätzen, darunter viele Welt- und Europameisterschaften in Fußball (wie WM 2018, EM 2024) und Handball (wie Handball-WM 2019), aber auch Olympische Spiele. Viele Jahre war er Assistent von Reporter-Legende Béla Réthy und berichtete von insgesamt über 20 internationalen Großereignissen. Inzwischen ist er auch bei ZDF-Fußball-Highlights Nachfolger seines Lehrmeisters, Kollegen und Freundes Béla Réthy.

Aktuell ist Martin Schneider für das ZDF Hauptkommentator der Handball-EM 2026 in den vier skandinavischen Spielstätten, so dass man sicher davon ausgehen kann, dass er auch die nächsten Spiele des deutschen Teams übertragen wird, soweit das ZDF die Rechte im Wechsel mit der ARD hat. Mit dabei ist auch Sven-Sören Christophersen als Experte und Co-Kommentator. Der 39-Jährige Christophersen bestritt über 100 Länderspiele für Deutschland. Seit dem Ende seiner aktiven Karriere arbeitet der ehemalige Rückraumspieler im Hauptberuf als Sportchef des Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf.

Neue Highlight gegen Norwegen und Frankreich

Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason trifft jetzt in der Gruppe C auf Gastgeber Dänemark, Titelverteidiger Frankreich, Norwegen und entweder Portugal oder Nordmazedonien. Der Gegner am Samstag ist Norwegen, der am Montag Frankreich, für beide Partien ist Martin Schneider als ZDF-Reporter bereits gesetzt. Schneider begann seine Karriere bei Radio Wuppertal, bevor er 1995 beim ZDF anheuerte, wo er inzwischen zu den prägenden Stimmen des Senders gehört. Seine Fachgebiete sind Fußball, Handball, Beach-Volleyball und der Wintersport. Bei den diesjährigen Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo ist er wegen der zeitlichen Überschneidung mit der Handball-EM allerdings nicht dabei.

Martin Schneider (M.) bei einem VBS-Treffen mit Reporter-Legende Béla Réthy (l.) Und Dr. Malte Krüger, Leiter Sportwissenschaft und Athletik beim Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen – © Siegfried Jähne

Präsident der Bergischen Sportpresse

Martin Schneider hat seine Wurzeln in Wuppertal, wo er sein Abitur machte und bis heute mit seiner Familie zu Hause ist. Natürlich ist er hier auch Stammgast beim bergischen Handball-Bundesligisten BHC. Er ist engagierter Präsident des Vereins der Bergischen Sportpresse. Das Amt hat er vor einigen Jahren vom bekannten Wuppertaler Sportjournalisten Manfred Osenberg übernommen. Und er ist auch noch persönlich hochmotiviert auf Ballhöhe – beim Fußballtraining der Sportpresse jeden Mittwoch in der Heckinghauser Sporthalle.

Text: Siegfried Jähne

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