14. Januar 2026

INSEL: Kelly Thoma, Koe Komoy & Agostino Subacchi legen an

Musik-Fans dürfen sich auf zwei hochkarätige Konzerte im Kulturzentrum INSEL freuen. In der Reihe „Klangkosmos NRW“ steht das Kelly Thoma Duo auf der Bühnen(22.01.). Einen Tag später heisst es in der Reihe „Songs & Arien“: Koe Komoy trifft Agostino Subacchi (23.01.). 

Kelly Thoma (r.) – hier mit Mayu Shviro (L.), die erkrankt ist und deshalb von ist Chrysanthi Gkika vertreten wird – ist eine exzellente Musikerin – © Ensemble

Kelly Thoma und Chrysanthi Gkika lernten sich im Labyrinth Musical Workshop auf Kreta kennen und arbeiten seit vielen Jahren zusammen. Sie präsentieren ein Repertoire zeitgenössischer modaler Kompositionen von Kelly Thoma, gespielt auf Kemenche und Lyra, beeinflusst von verschiedenen Musiktraditionen der Welt und mit Schwerpunkt sowohl auf Improvisation als auch auf einem kreativen Umgang mit alten Klängen. 

Konzerte auf der ganzen Welt

Ihre Bögen interagieren durch ihre außergewöhnliche Virtuosität und Musikalität in einem magischen Tanz aus Melodien und Rhythmen. Der Begriff „zeitgenössische modale Musik“ wurde von Ross Daly geprägt und beschreibt die Gesamtheit zeitgenössischer Kompositionen, die heute von Musikerinnen und Musikern geschaffen werden, die in verschiedenen modalen Traditionen arbeiten. 

Kelly Thoma wurde 1978 in Piraeus in Griechenland geboren. Ab 1995 studierte sie Lyra bei Ross Daly auf Kreta und drei Jahre später nahm sie bereits an Konzerttourneen mit seinem Ensemble “Labyrinth” teil, die sie zu Konzerten in Europa, Asien, Australien und in die USA führte. Als Mitglied von „Labyrinth“ und dem Labyrinth Musical Workshop hatte sie die Gelegenheit, viele renommierte Musikerinnen und Musiker wie das Trio Chemirani, Ömer Erdoğdular, Derya Türkan, Zohar Fresco, Efrén López, Pedram Khavar Zamini, Dhruba Ghosh, Ballake Sissoko, Erdal Erzincan, Mehmet Erenler, Yurdal Tokcan, Mayu Shviro, Ustad Mohammed Rahim Khushnawaz und viele mehr kennenzulernen und mit ihnen zu spielen.

Kreative Herangehensweise an traditionelle Musik

Daraus entwickelte sie einen einzigartigen Klang und persönlichen Stil auf der Lyra sowie eine kreative Herangehensweise an traditionelle Musik. Sie nimmt an den meisten Projekten von Ross Dalys teil und ist seit 2008 Mitglied des Tokso Folk String Quartet mit Anne Hytta, Eleonore Billy und Sigrun Eng, die von nordischen Traditionen inspirierte Musik erforschen und kreieren. Mit Ross Daly ist sie in der Carnegie Hall, im Theatre de la Ville in Paris, in der Queen Elizabeth Hall, im San Francisco WMF, im Rainforest WMF, bei Womadelaide, im Festival tff Rudolstadt und an vielen anderen Orten auf der ganzen Welt aufgetreten. Sie hat drei Alben mit ihren eigenen Kompositionen veröffentlicht: Anamkhara (2009), 7Fish (2014) und „As Τhe Winds Die Down“ (2018) und hat die Abteilung für Englische Literatur der Universität Athen sowie die Tanzschule „Rallou Manou“ abgeschlossen.

Chrysanthi Gkika wurde in Athen geboren und kam schon früh mit griechischer Volksmusik und Volkstänzen in Berührung. Mit 13 Jahren begann sie, neben ihrem Studium der westlichen klassischen Musik und des Klaviers, die Lyra bei Stratis Psaradellis, Sokratis Sinopoulos und Derya Turkan zu studieren. 2014 setzte sie ihr Studium am Fachbereich Musik der Universität von Makedonien fort und spezialisierte sich auf das Lyra- und Kemenche-Spiel sowie auf griechische Volksmusik und Musik des östlichen Mittelmeerraums. 

Seitdem hat Chrysanthi mit renommierten Musikern und Ensembles aus Griechenland und international bei Konzerten und Studio-Aufnahmen zusammengearbeitet, darunter Ross Daly, Kudsi Erguner, George Kazantzis und das Nederlands Blazers Ensemble (NBE).

Termin:  

Klangkosmos NRW – Kelly Thoma Duo 

Schwebeklang auf der INSEL

Kelly Thoma – Lyra

Chrysanthi Gkika – Kemenche

Chrysanthi Gkika vertritt kurzfristig die erkrankte Mayu Shviro

Donnerstag – 22. Januar 2026 – 19:30 Uhr (Einlass: 19 Uhr)

Eintritt: 13/5 (VVK) – 15/5 (AK)

Eine Veranstaltung von Schwebeklang e.V. in Kooperation mit der INSEL.

Koe Komoy alias Olivia Sawano mit dem bekannten Opernsänger Agostino Subacchi, der in Europas Opernhäusern zuhause ist – © Foto-Montage Sara Gayk

Die einen sind klassische Sängerinnen und Sänger aus dem Ensemble der Wuppertaler Oper, die anderen Singer-Songwriter oder spielen Jazz. „Songs & Arien“ verbindet Musik und Gespräche zu einem Abend, wie es ihn sonst nicht gibt: Arie trifft Song, Jazz trifft Kunstlied. Musikwelten begegnen sich auf Ohrenhöhe. Live, spielerisch und im Dialog mit dem Regisseur, Sänger und Autor Torsten Krug. In der vierzehnten Ausgabe der Reihe treffen die Kölner Songwriterin Koe Komoy und der italienische Bariton Agostino Subacchi aufeinander. Die Bar ist geöffnet. Wir lauschen.

Die Kölner Musikerin und Songwriterin Olivia Sawano alias Koe Komoy wuchs als Tochter einer klassischen Konzertpianistin und eines Lehrers in Düsseldorf auf. Ihre Sommerferien verbrachte die Halbjapanerin bei ihrer Familie in Sapporo und so wurden ihre Ohren schon früh gefüttert mit einer bunten Mischung aus japanischer und deutschsprachiger Musik: Beethoven, Chopin und Verdi oder den Beatles, Dire Straits und Sam Cooke.

Erster Klavierungerricht mit vier Jahren

Mit vier Jahren erhielt sie zum ersten Mal Klavierunterricht, zunächst bei ihrer Mutter Kyoko Sawano, später bei Mechthild Stein. Während ihrer Kindheit trat sie als Statistin an der Deutschen Oper am Rhein auf und erhielt ab dem 16. Lebensjahr klassischen Gesangsunterricht bei Lisa Griffith. Nach dem Abitur zog Olivia Sawano nach Köln, um zunächst Geographie und Sprachen zu studieren. Während dieser Zeit jobbte sie in einem Plattenladen, spielte Theater und sang in der Big Band der Universität zu Köln. Außerdem gründete sie in dieser Zeit die Band „Muskat“ und begann eigene Songs zu schreiben. Später wechselte sie an das Conservatorium Maastricht, wo sie bei Fay Claassen studierte, und machte dort ihren Bachelor-Abschluss in Jazz- und Popmusik mit den Hauptfächern Gesang und Komposition.

Als Keyboarderin und Sängerin im Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld ist Olivia Sawano regelmäßig im ZDF Magazin Royale zu sehen. Mit dem RTO spielt sie ausverkaufte Konzerte in großen Hallen und stand bereits mit Künstlerinnen  und Künstler wie Herbert Grönemeyer, Stromae, Nina Chuba oder Oliver Tree auf der Bühne. Im Sommer 2025 trat sie mit dem RTO auf dem Hurricane und Southside Festival auf. Neben ihrer Tätigkeit im RTO Ehrenfeld ist sie auch als Studio- und Tourmusikerin für Bands wie „The Slow Show“ oder „Bosse“ aktiv und arbeitet als freie Arrangeurin.

Poetische Songs auf Deutsch, Japanisch und Englisch

Unter ihrem Künstlernamen Koe Komoy veröffentlicht Sawano ihre poetischen Songs und singt auf Deutsch, Japanisch und Englisch. Sie bewegt sich mühelos zwischen verschiedenen Musikstilen und legt neben detailreichen Arrangements auch großen Wert auf die Konzepte ihrer Musikvideos. Hierfür arbeitet sie interdisziplinär mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern zusammen und spielte bisher Konzerte in Deutschland, Belgien und Japan. Mit feinem Sinn für Klangfarben und Texturen schafft Olivia Sawano eine Balance aus Songwriting-Handwerk und berührender Ausdruckskraft.

Agostino Subacchi wurde 1995 in Mailand geboren. Nach dem Abschluss des Gymnasiums im Jahr 2014 studierte er Operngesang am Conservatorio G. Nicolini in Piacenza bei der Sopranistin Maria Laura Groppi und schloss sein Studium 2018 ab. Parallel dazu vertiefte er seine Ausbildung als Schauspieler in Piacenza bei Mariangela Granelli und Fabio Marchisio. Nach der Teilnahme an zahlreichen Meisterklassen zur Perfektionierung, darunter bei Giacomo Prestia und Silvia Dalla Benetta, zog er 2020 nach Deutschland und erwarb einen Master-Abschluss in Operngesang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Michelle Breedt. 

Er war 2024 Mitglied der Accademia Verdiana des Teatro Regio in Parma. Nach seinen ersten Auftritten in Norditalien, bei denen er die Rollen des Doktor Grenvil („La Traviata“) und des Colline („La Bohème“) verkörperte, sang er an der Oper Frankfurt die Rolle des Pretore (in Gioachino Rossinis „Die diebische Elster“). Er spielte Don Alfonso („Cosi Fan Tutte“) beim Festival von Kavala und den Komtur („Don Giovanni) am Theater Rasi in Ravenna. 

Er wirkte aktiv als Nebenrolle in den Spielzeiten 2021, 2022 und 2023 an der Oper Frankfurt, am Staatstheater Wiesbaden sowie bei den Bregenzer Festspielen mit. Seine umfangreiche Konzerttätigkeit führte ihn bereits nach Deutschland, Frankreich, Italien und in die Schweiz. Zu den kommenden Engagements von Agostino Subacchi gehören Rollen wie Dulcamara („L’Elisir D’amore“) am Teatro Verdi in Pisa, König von Ägypten („Aida“) beim Amman Opera Festival sowie Masetto („Don Giovanni“) an der Oper Wuppertal.

Termin:

SONGS & ARIEN – KOE KOMOY trifft Agostino Subacchi

Koe Komoy

Agostino Subacchi

Mit: 

Roberto Secilla – Klavier

Philip Breidenbach – Gitarre

Gastgeber: Torsten Krug

Ausstattung: Sarah Prinz

Dramaturgie: Laura Knoll

Gastgeber: Torsten Krug

Freitag  – 23. Januar 2026 – 19:30 Uhr (Einlass: 19 Uhr)

Eintritt: 16/8 (VVK inkl. Gebühren und AK)

Eine Kooperation der INSEL mit der Oper Wuppertal.

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