2. Januar 2026

Schwebebahn: Eine Briefmarke als Geburtstagsgeschenk

Happy Birthday, Schwebebahn. Die älteste sich noch in Betrieb befindende Hängebahn der Welt wird 125 Jahre alt. Für das Wahrzeichen Wuppertals gibt es aus diesem Anlass ein ganz besonderes Geschenk: Eine eigene Briefmarke. Das Sonderpostwertzeichen „Wuppertaler Schwebebahn“ gehört zur Serie „Zeitreise Deutschland“.

Die Schwebebahn-Briefmarke, die von der Deutschen Post aus Anlass des 125. Geburtstags der weltweit ältesten Hängebahn, die sich noch in Betrieb befindet, herausgegeben wurde – © Deutsche Post

Das Briefmarken-Motiv zeigt zwei Ansichten des weltberühmten Verkehrsmittels aus den Jahren 1901 und 2025 jeweils an der heutigen Station „Robert-Daum-Platz“, die 1901 noch „Breite Straße“ hieß. 

Die Schwebebahn-Briefmarke hat einen Wert von 95 Cent und ist für den Versand von Postkarten und Standardbriefen innerhalb Deutschlands geeignet. Zu diesem Anlass gibt die Deutsche Post zudem einen passenden Sonderstempel heraus. Es ist die fünfte Briefmarke der Serie „Zeitreise Deutschland“. 

Benjamin Löwen, Vice President Frankierung der DHL Group, erklärt: „Mit der Sonderpostwertzeichen-Serie ‚Zeitreise Deutschland‘ verbinden wir historische und moderne Ansichten eines Ortes. Die Wuppertaler Schwebebahn zeigt dabei eindrucksvoll, wie sich Tradition und Fortschritt über 125 Jahre harmonisch vereinen.“

Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass das Jubiläumsjahr der Schwebebahn mit einer Sonderbriefmarke eingeläutet wird. Denn die Schwebebahn ist das Rückgrat unseres öffentlichen Nahverkehrs, das die Stadtteile in der Talachse staufrei verbindet – und das seit 125 Jahren! Über 80.000 Fahrgäste nutzen sie am Tag, Tendenz steigend. Außerdem ist sie unser Wahrzeichen und Alleinstellungsmerkmal, das viele Besucherinnen und Besucher anzieht. Nun kann sie auch auf Briefen und in Sammler-Alben glänzen!“

Wahrzeichen unter Denkmalschutz

Die Schwebebahn ist nicht nur ein Symbol für technische Innovation, sondern auch für die Geschichte und Identität der Stadt Wuppertal. Die Idee zur Einschienen-Hängebahn entstand Ende des 19. Jahrhunderts durch den Unternehmer und Ingenieur Eugen Langen (1833–1895), um den steigenden Anforderungen an den Personenverkehr in einer topografisch anspruchsvollen Region gerecht zu werden.

Die Schwebebahn der neuesten Baureihe in den Farben der Vorgänger-Generation – @ Achim Otto

Die Bauarbeiten begannen 1898 und endeten 1903. Der offizielle Fahrgastbetrieb begann am 1. März 1901 auf dem Teilabschnitt Kluse-Zoo. Der komplette westliche Streckenteil bis nach Vohwinkel wurde ab dem 24. Mai 1901 befahren. Ein ganz besonderes Ereignis gab es am 24. Oktober 1900: Kaiser Wilhelm II. und seine Gemahlin Auguste Viktoria unternahmen eine Probefahrt.

Die Schwebebahn wurde im 2. Weltkrieg beschädigt, konnte aber bereits ein Jahr nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Betrieb genommen werden. Weltweite Schlagzeilen machte die Schwebebahn 1950 durch einen spektakulären Fahrgast, der Elefantendame Tuffi, die aus einem fahrenden Wagen in die Wupper sprang und nahezu unverletzt blieb. Seit 1997 steht die Schwebebahn unter Denkmalschutz. 

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