24. Dezember 2025

Stühlerücken beim WSV: Richter und Tyrala weg!

„Tabula Rasa“ beim WSV! Wie das Sportmagazin „Reviersport“ als erstes Medium berichtete, werden beim Wuppertaler Traditionsverein kräftig Stühle gerückt. Der Verein hat Cheftrainer Sebastian Tyrala freigestellt. Laut "RS" wird er durch Mike Wunderlich ersetzt. Außerdem hat Sportvorstand Thomas Richter mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt erklärt. Beide Personalien wurden inzwischen vom Wuppertaler SV bestätigt.

Mike Wunderlich (l.) als Zaungast beim Spiel Wuppertaler SV gegen KFC Uerdingen auf der Tribüne des Stadions am Zoo – © Archivfoto Jochen Classen

WSV-Sportdirektor Gaetano Manno, der die Weihnachtsfeiertage mit seiner Familie in der spanischen Hauptstadt Madrid verbrachte, ist augenscheinlich nach einer intensiven Analyse der enttäuschenden Hinrunde zu dem Ergebnis gekommen sein, dass ein Trainerwechsel zwingend notwendig ist, um den Klassenerhalt in der Regionalliga West zu schaffen. Deshalb muss Ex-Profi Sebastian Tyrala (37) seine Koffer packen und gehen.

Das Sportmagazin „Reviersport“ geht fest davon aus, dass Mike Wunderlich als Nachfolger bereits feststehe und am Silvestertag 2025 um 10 Uhr als neuer Coach des Wuppertaler SV vorgestellt werde. Auffällig: Der 39 Jahre alte Fußball-Lehrer war bereits zu Beginn der Saison mehrfach auf der Tribüne im Stadion am Zoo gesichtet worden und das hatte zu Spekulationen geführt. Der WSV will zeitnah verlautbaren, wer Nachfolger von Sebastian Tyrala wird.

Mit einigen Monaten Verspätung landet Mike Wunderlich jetzt offensichtlich doch noch auf der Trainerbank des WSV. Er und WSV-Sportdirektor Gaetano Manno kennen sich gut. Sie spielten gemeinsam bei Viktoria Köln. Aktuell ist Wunderlich noch Coach des Ahrweiler BC in der Rheinlandliga und steht hier mit seinem Team an der Tabellenspitze. Davor war er Coach von Bergisch Gladbach 09.

Seine aktive Laufbahn hatte Mike Wunderlich am 01. Juli 2023 offiziell beendet. Als offensiver Mittelfeldspieler erzielte er in 630 Pflichtspielen 270 Tore. Beim 1. FC Kaiserslautern und FSV Frankfurt bestritt er insgesamt 43 Einsätze in der 2. Bundesliga, schoß dabei neun Tore und bereitete sechs weitere Treffer vor. In der 3. Liga war er in 123 Spielen am Ball.

Gehen jetzt getrennte Wege: WSV-Sportdirektor Gaetano Manno (m.) und Cheftrainer Sebastian Tyrala (l.) – © Archivfoto Jochen Classen

Seine längste und erfolgreichste Zeit als Profi erlebte Mike Wunderlich beim aktuellen Drittligisten Viktoria Köln. Seine beeindruckende Bilanz: 347 Spiele, 194 Tore, 96 Assists. Hier trug er sich als Rekordspieler und Rekordtorschütze in die Vereins-Geschichtsbücher ein. Außerdem kickte er noch für den 1. FC Köln und für Rot-Weiß Essen. 

Seine Aufgabe beim WSV dürfte glasklar sein: Den Klassenerhalt mit der verunsicherten Mannschaft schaffen, die zudem noch von Verletzungspech gebeutelt ist. Momentan belegt der WSV noch Rang 15 der Regionalliga West – theoretisch ein Abstiegsplatz. Das hängt davon ab, ob möglicherweise ein Westverein am Ende aus der 3. Liga absteigt. Also keine leichte Aufgabe für Mike Wunderlich – wenn offiziell  als neuer Trainer des Wuppertaler SV vorgestellt wird. 

Paukenschläge an der Wupper – kurz bevor mit einem Trainingslager in der Türkei die Vorbereitung auf den Rest der Rückrunde beginnt. Und das vor dem Hintergrund leerer Kassen und großer Abstiegssorgen.  

Thomas Richter ist als Sportvorstand des WSV zurückgetreten, sitzt aber weiter auf der Trainerbank bei der Frauenmannschaft des Traditionsvereins – © Archivfoto Jochen Classen

Presserklärung des Vereins zum Rücktritt von Thomas Richter:

„Der Wuppertaler SV und sein langjähriger Vorstand Sport Thomas Richter gehen künftig neue Wege. Der 63jährige hat den Verein darüber informiert, sein Amt auf eigenen Wunsch niederzulegen. Thomas Richter prägte die sportliche Ausrichtung des WSV über viele Jahre maßgeblich und war eine zentrale Konstante in einer bewegten Vereinsphase. Mit großem Engagement, Fachkompetenz und hohem persönlichen Einsatz hat er die Entwicklung des Vereins nachhaltig mitgestaltet.

Dem Wuppertaler SV bleibt Thomas Richter jedoch weiterhin eng verbunden. Er wird dem Verein auch künftig mit Rat und Tat zur Seite stehen und seine Erfahrung einbringen. Darüber hinaus bleibt er dem WSV als Trainer der Frauenmannschaft erhalten und setzt seine erfolgreiche Arbeit in diesem Bereich fort.

Der Wuppertaler SV bedankt sich ausdrücklich bei Thomas Richter für seine langjährige Tätigkeit als Vorstand Sport, seinen unermüdlichen Einsatz und seine Loyalität zum Verein.“

Presseerklärung zur Entlassung von Cheftrainer Sebastian Tyrala:

„Der Wuppertaler SV hat Cheftrainer Sebastian Tyrala nach einer eingehenden sportlichen Analyse mit sofortiger Wirkung freigestellt und ihn von diesen Aufgaben entbunden.

Sebastian Tyrala übernahm das Traineramt beim WSV im November des vergangenen Jahres und stand seitdem an der Seitenlinie der Rot-Blauen.

Über die Nachfolge auf der Position des Cheftrainers wird der Wuppertaler SV zeitnah informieren.

Zugleich spricht der Verein dem Sportdirektor Gaetano Manno und dem gesamten Staff das volle Vertrauen aus.

Der Wuppertaler SV bedankt sich bei Sebastian Tyrala für seine Arbeit und wünscht ihm für seinen weiteren beruflichen wie privaten Weg alles Gute und viel Erfolg.“(pc)

 

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