19. Februar 2024

Innovatives Lernkonzept soll Lust auf Natur machen

Was gibt es es Neues an oder aus der Bergischen Universität? Welche Personalien? Welche Veranstaltungen? Welche Auszeichnungen? Welche Innovationen? All das erfahren Sie in unserer Rubrik "Neues aus der Uni"...

© Bergische Universität

Studierenden auf innovative Weise naturwissenschaftliche Kenntnisse näherbringen, das ist die Idee des im April 2024 startenden Projekts „Kollaborativ Biodiversität erleben“ (KollaBio). Prof. Dr. Angelika Preisfeld und Dr. Nadine Domröse vom Wuppertaler Lehrstuhl für Biologie und ihre Didaktik / Zoologie setzen dabei insbesondere auf die Förderung selbstgesteuerten Lernens.

„Ziel des Projekts ist es, der schwindenden naturwissenschaftlichen Kenntnis und dem sinkenden Interesse an der Natur entgegenzuwirken. Durch ein innovatives, offenes Kurs- und Raumkonzept sollen Artenkenntnis, Selbstlernkompetenz und positive Selbstkonzepte von Biologie-Studierenden gefördert werden“, erklärt Nadine Domröse. Dazu sei es besonders wichtig, die Studierenden auch aktiv an der Kursentwicklung zu beteiligen.

Umgesetzt wird das im Projekt KollaBio durch digital-gestütztes und selbstgesteuertes Lernen in Form von freiem Forschen in der Gemeinschaft. Konkret heißt das: Den Studierenden wird ein innovativ ausgestatteter Co-Working Lernraum, das sogenannte CoBioHub, zur Verfügung gestellt, in dem sie an ihren Forschungsprojekten arbeiten können.

„Die Idee ist, dass die Studierenden in einem selbstgewählten Habitat Daten erheben und daraus kooperativ und lösungsorientiert ökologische Zusammenhänge und Wechselwirkungen ableiten. Und das in Teams und im engen Austausch mit den Kommilitoninnenund Kommilitonen“, so Dr. Domröse weiter.

Die Biologin Prof. Dr. Gela Preisfeld – © Sebastian Jarych

Die Ergebnisse sollen anschließend auf einer interaktiven webbasierten Karte festgehalten werden. Ziel ist es, die Relevanz der Organismen für die Natur zu verdeutlichen und Empathie bei den Studierenden zu fördern. Das Konzept wird evaluiert und soll anschließend in weiteren Kursen implementiert werden.

Das Projekt „Kollaborativ Biodiversität erleben“ der Wuppertaler Biologinnen Prof. Dr. Angelika Preisfeld und Dr. Nadine Domröse konnte in der aktuellen Förderrunde des Programms „Freiraum“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre überzeugen und erhält eine Förderung von rund 216.000 Euro.

Über die Förderung

Mit ihrem Programm „Freiraum“ unterstützt die Stiftung Innovation in der Hochschullehre besonders innovative Lehrformate. Lehrende können damit neue Ideen entwickeln und erproben; einen thematischen Schwerpunkt gibt es nicht.

Link zu Webseite der Stiftung:

https://stiftung-hochschullehre.de/

Effiziente Kreislaufwirtschaft für leichte Elektrofahrzeuge

Für eine erfolgreiche Mobilitätswende ist es notwendig, Mobilität und Verkehr nachhaltiger und effizienter zu gestalten, wobei die Entwicklung und Anwendung von kleinen und leichten Elektrofahrzeugen bzw. Leichtkraftfahrzeugen, sogenannten Light Electric Vehicles (LEV), eine große Rolle spielt.

Wie sich eine nachhaltige und ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft für diese Fahrzeuge umsetzen lässt, erforschen nun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Bergischen Universität Wuppertal sowie der Hochschule Bochum.

Mit zunehmender Relevanz der LEV gewinnt auch die Frage nach den Umweltauswirkungen dieser Fahrzeuge an Bedeutung. „Die Produktion der LEV, insbesondere die Herstellung der Batterie, verbunden mit einer kurzen Lebensdauer aufgrund unzureichend robuster Produktgestaltung oder mangelnder technischer Zuverlässigkeit, führt zu komplexen Anforderungen an die Verwertung und Entsorgung des Systems“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Stefan Bracke vom Lehrstuhl für Zuverlässigkeitstechnik und Risikoanalytik, der das Forschungsprojekt leitet.

Im Rahmen des Projekts „Pilotfabrik für End-of-Life (EOL)-Strategien von Light Electric Vehicles (LEV) in einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft (Pilot4CircuLEV)“ werden neue, nachhaltige Wege für die Produktion von LEV erforscht.

Um eine effiziente Kreislaufwirtschaft zu etablieren und geeignete EOL-Strategien zu wählen, ist die Bestimmung der Lebensdauer von LEV und deren Komponenten ein zentraler Aspekt der Forschungsarbeit.

„Um das Potenzial von Batterien, welche in LEV eingesetzt werden, zu maximieren, ist es notwendig, möglichst viele Betriebsdaten mit statistischen Methoden auszuwerten. So können wir Aussagen über die Langzeitzuverlässigkeit und das Ausfallverhalten der Batterien treffen und den (optimalen) Zeitpunkt für die Weiterverwendung in einem anderen Anwendungsfall, also für das zweite Batterieleben, oder die Entsorgung der Batterien bestimmen“, erklärt Professor Bracke.

Leichte Elektrofahrzeuge spielen bei der Mobilitätswende eine große Rolle – © Foto ARI Motors

„Durch die Umsetzung im Rahmen eines ersten Pilotprojekts und die damit verbundene Kreislaufwirtschaft ergeben sich weitere Möglichkeiten, die Komponenten von LEV zu nutzen, sodass auch die Modellbildung für die Prognosen deutlich komplexer wird. Hier profitieren wir von der Zusammenarbeit mit unseren Forschungspartnern, die uns Daten in Form von Produktinformationen und Betriebsdaten aus dem echten Betrieb zur Verfügung stellen“, so Bracke weiter.

Das Projektkonsortium besteht aus Partnern der Wirtschaft und Wissenschaft, wodurch Kompetenzen über den gesamten Produktlebenszyklus abgebildet werden. Dabei kooperiert die Bergische Universität Wuppertal mit folgenden Partnern: Der zertifizierte Entsorgungsfachbetrieb elorec GmbH ist Konsortialführer und für die Umsetzung der EOL-Strategien und die pilothafte Umsetzung verantwortlich, der Elektrofahrzeughersteller ARI Motors übernimmt die Datenerhebung und die Erweiterung des Fahrzeugkonzepts, während die Hochschule Bochum mit Prof. Dr.-Ing. Semih Severengiz (Labor für Nachhaltigkeit in der Technik) für die Entwicklung der EOL-Strategien, die Anwendungsszenarien und die Ökobilanzierung zuständig ist.

Zudem unterstützt der assoziierte Partner und Flottenbetreiber TIER das Konsortium zusätzlich mit LEV-Produkten und Felddaten. Dieses Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) insgesamt mit einer Summe von rund 850.000 Euro gefördert, die Bergische Universität erhält davon 155.800 Euro.

Ausstellung über das reiche Erbe der schwarzen Kultur

In der Universitätsbibliothek auf dem Campus Grifflenberg sind ab Montag (19.02.) Werke von drei lokalen Schwarzen Künstlerinnen und Künstlern zu sehen. Die Ausstellung findet anlässlich des „Black History Months“ statt. Thema des Aktionsmonats 2024 ist „African Americans and the Arts / Black Arts“.

Organisiert wird die Ausstellung vom autonomen BIPoC-Referat der Bergischen Universität Wuppertal. Parallel zu den Werken, die zu sehen sind, stellen sich die jeweiligen Künstlerinnen und Künstler auf dem Instagram-Kanal des BIPoC-Referats persönlich vor und erzählen von ihren Erfahrungen.

Die Ausstellung im Foyer der Universitätsbibliothek kann bis zum 08. März im Rahmen der Öffnungszeiten (montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr – samstags von 10 bis 22 Uhr und sonntags von 10 bis 19 Uhr) besucht werden.

Kontakt:  Aleyna Eroglu – Autonomes BIPoC-Referat – E-Mail bipoc[at]asta.uni-wuppertal.de

Das Plakat zur Ausstellung – © Bergische Universität

Internationale Tagung zur Editionswissenschaft in Wuppertal

Vom 20. bis 24. Februar findet die Tagung der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition an der Bergischen Universität Wuppertal statt. Die international und interdisziplinär ausgerichtete Veranstaltung bringt über 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Literatur-, Musik-, Kultur- und Geschichtswissenschaft, der Philosophie, Theologie sowie den Digital Humanities zusammen.

Das Ziel: Sich zum Thema „Edition als Transformation – Bedingungen, Formen, Interessen und Ziele editorischer Präsentationen“ auszutauschen.

In der Editionswissenschaft geht es um die wissenschaftlich gesicherte Herstellung, Erschließung und Darstellung von Texten zum Zweck ihrer kulturellen Überlieferung. Jeder editorische Akt impliziert, ob gewollt oder nicht, stets eine Transformation seines (historischen) Ausgangsdokuments. Um die Untersuchung der damit verbundenen Phänomene geht es bei der Tagung in Wuppertal.

Tagungsorganisator Prof. Dr. Wolfgang Lukas von der Bergischen Universität erklärt: „Wir wollen uns verschiedene Dimensionen der editorischen Transformation anschauen, sie aus systematisch-theoretischer wie auch historischer Perspektive betrachten.“

Die Themen reichen von Fragen wie „Gehören Orthographie und Typographie zum ‚Text‘ oder sind sie aus diesem exkludiert?“ über die Auseinandersetzung mit dem Akt der Codierung (digitalen Auszeichnung) eines historischen Dokuments bis hin zur historisch-kulturellen Dimension des Editionsprozesses.

Weitere Informationen zur Tagung sowie zum Programm finden Sie auf der
Veranstaltungswebseite.

© Bergische Universität

Bergische Universität: Infoabend zum Studienstart 2024

Alles Wissenswerte über ein Studium an der Bergischen Universität Wuppertal erfahren Studieninteressierte, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer  am Mittwoch (14.02) um 18 Uhr beim Informationsabend der Zentralen Studienberatung (ZSB).

Bei der Veranstaltung geht es um Themen wie die Studienwahl, das Studienangebot der Bergischen Uni, die Bewerbung und Einschreibung und vieles mehr. In allen Teilen der Veranstaltung gibt es Raum für Fragen, im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich beraten zu lassen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Zentralen Studienberatung.

Termin: 14.02. – 18 Uhr – Ort: Bergische Universität Wuppertal – Campus Grifflenberg – Hörsaal 32 (Gebäude K).

 

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