7. August 2023

Bergischer HC: Sieg und Niederlage beim Linden-Cup

Der Bergische HC hat sich am Mittwoch im ersten Spiel des Linden-Cups gegen den TV Hüttenberg durchgekämpft. Mit 30:28 (18:15) gewannen die Löwen und überstanden dabei auch eine Phase in der zweiten Halbzeit, in der der Zweitligist die Führung übernahm. "Wir haben wohl zu viel gewechselt", sagte Trainer Jamal Naji angesichts des Austauschs von kompletten Blöcken alle zehn Minuten. "Trotzdem haben wir uns gut aus dem Schlamassel gezogen."

Linus Arnesson bringt bereits eine ansprechende Frühform auf die „Platte“ – © Archivfoto Jochen Classen

Furios war der Start. Erstmalig in den neuen Saisontrikots aufgelaufen, spielten die Bergischen den Gegner an die Wand. Dass es kein Kantersieg würde, hatte sich aber schon in der ersten Hälfte angedeutet. Die Hüttenberger kamen besser ins Spiel und setzten auch gegen die neue 3:2:1-Deckung des BHC Akzente. Da sie selbst klassischerweise so verteidigen, fiel es ihnen wohl leichter, Lösungen zu finden. „Man muss Hüttenberg insgesamt ein Kompliment aussprechen. Sie haben es gut gemacht gegen uns“, fand Naji.

Zur Pause führte der BHC noch 18:15, es folgte ein 2:7-Lauf, der die Partie endgültig zu wenden schien. Doch nach einer Auszeit kamen die Bergischen zurück, trafen fünf Mal in Serie und blickten nicht mehr zurück. Es blieb zwar eng, aber unter anderem Eloy Morante Maldonado nutzte die Räume gegen die Hüttenberg Abwehr hervorragend. Bester und sicherster Schütze war Noah Beyer mit sieben Treffern.

Weil Naji neben Djibril M’Bengue (Handbruch) und Tim Nothdurft (kurzfristiger Ausfall durch Kapselverletzung) weiterhin auf die Kreisläufer Frederik Ladefoged und Tom Kare Nikolaisen verzichten musste, stand nicht nur Jonas Leppich als Ergänzung bereit. Der ehemalige BHCer und aktuell vereinslose Jonas Dell steht den Bergischen beim Linden Cup als Gastspieler zur Verfügung. Zum Einsatz kam er gegen Hüttenberg noch nicht, doch das könnte sich bereits am Donnerstag ändern. Um 20.15 Uhr treten die Löwen in ihrem zweiten Turnierspiel gegen den dänischen Erstligisten Mors-Thy Handbold an.

BHC-Trainer Jamal Naji hat noch viel Arbeit – © BHC 06

Bergischer HC: Rudeck, Johannesson; Beyer (7), Schmitz, Stutzke (1), Andersen (1), Weck, Arnesson (4/3), Morante Maldonado (5), Babak (1), Seesing (2), Leppich, Dell, Scholtes (2), Persson (4), Fraatz (3)

Gegen den dänischen Erstliga-Vertreter Mors-Thy Handbold lief es am Donnerstagabend beim Linden-Cup für den Bergischen HC nicht wie gewünscht. Beim 29:34 (15:15) war Trainer Jamal Naji vor allem mit dem Positionsangriff unzufrieden. „Dort verlieren das Spiel und kassieren viele Tempo-Tore“, sagte der 37-Jährige. „Ich hatte am Ende auch das Gefühl, dass der Gegner galliger auf einen Sieg war.“

Gerne hätte Naji auch das zweite Spiel des Linden Cups nach dem Sieg über den TV Hüttenberg gewonnen. „Aber nicht um jeden Preis. Im Vordergrund stand schon, dass wir Dinge testen wollen“, erklärte er. So setzte er in der Deckung erneut neben der 6:0-Variante auf die neue 3:2:1-Formation, mit der die Dänen deutlich weniger Probleme hatten. Im Angriff begannen die Bergischen allerdings arg holprig, so dass Naji angesichts der ersten 15 Minuten sogar von einem Totalausfall in diesem Bereich sprach. 4:0 führte Mors-Thy, bevor der BHC seinen ersten Treffer durch Elias Scholtes erzielte.

Die zweite Hälfte der ersten 30 Minuten präsentierte sich die Mannschaft dann deutlich besser, glich aus und ging sogar kurzfristig in Führung. Zur Pause war die Partie (15:15) völlig offen. Dann aber häuften sich wieder die Probleme, der Gegner konterte erfolgreich und zeigte insgesamt Durchschlagskraft. Es half alles nicht, die Löwen standen wenige Minuten vor dem Ende als Verlierer fest.

Bergischer HC: Johannesson, Rudeck; Beyer (3), Schmitz (1), Andersen (2), Stutzke (2), Weck, Arnesson (5/2), Babak (2), Morante Maldonado (1), Seesing (4), Dell (1), Scholtes (2), Fraatz (3), Persson (3).

Am Samstag steht die dritte und letzte Partie für die Bergischen beim Linden-Cup auf dem Programm. Gegner in der Stadthalle ist um 20 Uhr Bundesliga-Konkurrent HSG Wetzlar.

 

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