30. Mai 2021

Wuppertaler SV erkämpft sich den Niederrheinpokal

Großer Erfolg für den Wuppertaler SV.  Der WSV bezwang den Ligakonkurrenten SV Straelen im Finale des Niederrheinpokals in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena vor 200 Zuschauern mit 2:1 (1:0). Auch Oberbürgermeister Prof. Dr. Uwe Schneidewind drückte dem WSV vor Ort im Stadion die Daumen. 

Die Spannung steht ihnen beim Niederrheinpokal-Finale ins Gesicht geschrieben: (v.l.) WSV-Vorstand Thomas Richter, Dezernent Matthias Nocke, OB Prof. Dr. Uwe Schneidewind und WSV-Mäzen Friedhelm Runge – © Jochen Classen

Vor dem Endspiel gab es eigentlich keinen eindeutige Favoriten. In der Regionalliga hatte der Aufsteiger zwar klar mit 3:0 beim WSV gewonnen. Im Rückspiel trennten sich beide Mannschaften dann aber 2:2.

Beide Trainer setzten im Finale erst einmal auf Sicherheit. Keiner wollte den ersten Fehler machen. So dauerte es bis zur 32. Minute, ehe sich der SV Straelen die erste Großchance herauspielen konnte. 

Kaito Mizuta kombinierte sich mit Cagatay Kader bis vor das Tor von Sebastian Patzler durch. Dort zog er völlig freistehend aus sieben Metern ab. Zum Glück für den WSV traf er den Ball nicht voll. Dieser flog knapp am Tor vorbei (32.).

Der WSV machte es sechs Minuten später besser. Moritz Römling brachte einen weiten Einwurf in den Strafraum. Links am Fünfmeterraum stand Marco Königs und verlängerte den Ball, kam dabei aber im Getümmel zu Fall. 

Schiedsrichter Waschitzki ließ jedoch weiterlaufen. Der abgeprallte Ball landete an der Strafraumgrenze bei Kevin Rodrigues Pires. Dieser zog ab. Nach einem erneuten Abpraller kam der Ball zu Semir Saric, der zum 1:0 für den WSV vollstreckte. Keine Abwehrchance für Straelens Torhüter Robin Udegbe, der bereits in die andere Ecke unterwegs war. Ein wahres Billard-Tor (36.)! 

Mit der knappen Führung ging es auch in die Pause. Nach dem Wechsel hatten die Wuppertaler das Momentum auf ihrer Seite. Bereits in der 47. Minute wurde Kevin Hagemann aus dem Mittelfeld heraus von Marco Königs auf die Reise geschickt. Hagemann lief allein auf Straelens Torhüter Robin Edegbe zu, behielt die Nerven und erzielte souverän das 2:0 für die Wuppertaler. Ein ganz wichtiges Tor in seinem 100. Pflichtspiel für den WSV.

Erschöpft aber glücklich. Die strahlenden Niederrheinpokal-Sieger – © Jochen Classen

Im Nachhinein die Vorentscheidung! Doch weil es der WSV versäumte, das dritte Tor zu erzielen und damit den Sack endgültig zu zu machen, wurde es doch noch einmal spannend. 

Denn in der 66. Minute gelang der Mannschaft vom Niederrhein der Anschlusstreffer. Jannik Stevens hatte von der linken Seite in die Strafraummitte geflankt. Dort stand Torjäger Cagatay Kader und köpfte platziert zum 1:2 ein. Hoffnung keimte beim SV Straelen auf, der ebenso wie der WSV von 100 Fans unterstützt wurde.

In der 88. Minute hatte dann der WSV die Möglichkeit, endgültig alles klar zu machen. Joey Paul Müller spielte Mateo Aramburu frei, doch der konnte in letzter  Sekunde doch noch entscheidend beim Abschluss gestört werden. Mit Glück und Geschick überstand der bergische Regionalligist auch noch die vierminütige Nachspielzeit! Willkommen in der Hauptrunde des DFB-Pokals!

Wuppertaler SV – SV Straelen 2:1 (1:0)

Aufstellung des Wuppertaler SV:

31 Sebastian Patzler – 21 Noah Salau, 5 Tjorben Uphoff, 27 Kevin Pytlik, 3 Moritz Römling (78. 22 Tolga Cokkosan) – 10 Kevin Rodrigues Pires, 7 Semir Saric (84. 24 Isaak Simion Akritidis), 6 Joey Paul Müller – 9 Beyhan Ametov (68. 16 Lars Holtkamp), 48 Marco Königs (76. 14 Mateo Aramburu), 30 Kevin Hagemann

Trainer: Björn Mehnert

Stadion: Schauinsland-Reisen-Arena

Zuschauer: 200 (100 aus Wuppertal, 100 aus Straelen)

Tore: 1:0 Saric (38., Vorlage Rodrigues Pires), 2:0 Hagemann (47., Vorlage Königs), 2:1 Kader (66., Vorlage Stevens)

Peter Neururer, Neu-Vorstand des Wuppertaler SV, erklärte nach dem Spiel gegenüber  „WSV online“: „Dieser Erfolg bedeutet für den Verein und seine Darstellung eine ganze Menge. Der Verein ist in den letzten Wochen und Monaten aus einer ganz schweren Situation herausgekommen, hat sich fußballerisch in der Liga etabliert und jetzt mit dem Sieg im Pokal die Möglichkeit, sich vielleicht ein wenig weiter nach vorne zu orientieren. Durch den Sieg ergeben sich plötzlich Möglichkeiten für den Verein, sich neu aufzustellen. Wir sind dabei, eine professionelle Führung zu schaffen, und diesbezüglich hat die Mannschaft heute natürlich dem Verein einen sehr großen Dienst erwiesen. Dass man sich jetzt auf Bundesebene darstellen und in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde dabei sein darf, ist für einen Regionalligisten etwas Großartiges. Essen, Saarbrücken und andere Regionalligisten haben gezeigt, was daraus entstehen kann. Wir wollen die große Hoffnung haben, dass dies keine Einmaligkeit bleibt.“

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