21. September 2026Peter Pionke
Konzert: Wenn ich mir was wünschen dürfte
Die berühmte Wuppertaler Dichterin Else Lasker-Schüler als Prinz Jussuf – © ELSAus Anlass seines 50. Todesjahrs lädt die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft am Samstag (26.09.) zu einem Friedrich Hollaender-Konzert ein. Titel: „Wenn ich mir was wünschen dürfte“. Kooperationspartnerin der Veranstaltung, die um 17.30 Uhr im Internationalen Begegnungszentrum der Caritas in der Hünefeldstraße 54a beginnt, ist die GEDOK.
Die Partitur ist verschollen, möglicherweise wurde sie von den Nationalsozialisten vernichtet. Denn Friedrich Hollaender war jüdischer Abstammung wie Else Lasker-Schüler. Und wie die Dichterin musste auch er 1933 ins Exil fliehen. Während ELS über die Schweiz nach Palästina ging, gelangte Hollaender in die USA, wo er in Hollywood Filmmusik komponierte.
Dafür wurde er vier Mal für den Oscar nominiert. Kennengelernt haben sich der Komponist und die Dichterin in Berlin. Angeblich ist er ihr erst schüchtern nachgelaufen, bevor er es wagte, sie anzusprechen. Später soll er sogar ihre Bücher für sie verkauft haben, die sie aus Buchhandlungen gestohlen haben soll. Berühmt wurde Hollaender durch seine Schlager, die er für Marlene Dietrich geschrieben hat, wie zum Beispiel „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“.
Ulrich Schütte singt Lieder von Friedrich Hollaender
Friedrich-Hollaenders Schlager und Chansons singt am Samstag (26.09.) der Bassbariton Ulrich Schütte. Er wird begleitet von Jürgen Glauss am Klavier. Ulrich Schütte machte sich einen Namen als Lied- und Oratoriensänger durch Rundfunkproduktionen und Auftritte beim Fernsehen, sowie durch Konzerte im In- und Ausland, u.a in Brasilien, den USA , in der Tonhalle Zürich und im Musikverein Wien.
In der Deutschen Botschaft in Stockholm gab der Sänger anlässlich der von Königin Silvia von Schweden gegründete World Childhood Foundation ein Benefiz-Konzert. Pianist Jürgen Glauss unterrichtete lange als Professor für Liedgestaltungs- und Gesangsprojekte an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz.
Eintritt: € 12,00, für Mitglieder der ELSG und der Gedok € 10,00

BLIND – Uraufführung einer Performance mit Else Lasker-Schüler-Texten
Die Akademie für Film- und Medienkunst in Wuppertal hat mit einigen Studenten und Studentinnen ein eigenes Schauspielensemble gebildet. Acht von ihnen haben eine sensorische Inszenierung zu Texten von Else Lasker Schüler einstudiert, eine Collage aus Lyrik und Prosa.
Die Performance trägt den Titel „BLIND“ und wird am Donnerstag (01.10.) um 18.30 Uhr im Zentrum für verfolgte Künste in Solingen uraufgeführt. Dabei sollen andere Sinne als das Sehen angesprochen werden – auch wenn es zunächst verwunderlich klingen mag, blind zu sein im Museum: Das Publikum bekommt anfangs Augenbinden ausgehändigt und erlebt die Inszenierung von Lyrik und Prosa Else Lasker-Schülers dann nur hörend in kompletter Dunkelheit. Den musikalischen Ausklang gestaltet Herbert A.Mitschke, Saxophon und Flöte.
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