2. April 2026

BHC will gegen Stuttgart den ersten Heimsieg 2026

Drei Mal in Folge hat der Bergische HC vor ausverkauftem Haus gespielt, aber gegen die Mannschaften aus der Top Vier der HBL jeweils verloren. Auch am kommenden Sonntag deutet sich eine voll besetzte Halle an. In der Wuppertaler UNIHALLE ist um 16:30 Uhr der TVB 1898 Stuttgart zu Gast. Es sind nur noch wenige Restkarten verfügbar.

Sie wollen ihren BHC so schnell wie möglich ans rettende Ufer führen: Die beiden Trainer Arnor Thor Gunnarson (l.) und Markus Pütz sowie Sportdirektor Fabian Gutbrod (r.) – © Archivfoto Jochen Classen

Der Kampf um den Erstliga-Klassenerhalt ist in vollem Gange. Der BHC hat in diesem Jahr vier Punkte geholt und wahrt somit vor dem 28. Spieltag ein kleines Polster von drei Zählern zu den Abstiegsplätzen. Zu Hause haben die Löwen 2026 aber noch nicht zugeschlagen. 

Die Gegner hatten es in sich: Melsungen, Berlin, Magdeburg und Gummersbach fuhren jeweils mit einem Sieg nach Hause. „Gegen den TVB Stuttgart sind wir etwas näher dran, so dass wir uns noch etwas mehr Hoffnung auf Zählbares machen“, sagt Markus Pütz für das BHC-Trainerteam, das er mit Arnor Gunnarsson formt.

Die Schwaben sollten mit 21:33-Punkten gesichert auch in der kommenden Saison erstklassig spielen und reisen auf einer kleinen Erfolgswelle ins Bergische Land. Seit sechs Spielen ist die Mannschaft von Trainer Misha Kaufmann ungeschlagen, hat aber auch nur zwei davon gewonnen. 

Siege gegen Hannover und Kiel

In Leipzig, Minden und Wetzlar sowie gegen Lemgo holte der TVB jeweils ein Unentschieden. Gegen Hannover und überraschenderweise sogar gegen den THW Kiel feierte die Truppe Siege. „Wir rechnen uns trotzdem etwas aus“, sagt Pütz, der die BHC-Abwehr in diesen Tagen auf den unbequemen Stuttgarter Angriff vorbereitet. „Sie agieren eigentlich ausschließlich mit vier Rückraumspielern und verzichten auf einen klassischen Kreisläufer“, weiß der Coach. 

Arnor Gunnarsson ergänzt: „Automatismen in der Deckung fallen weg. Das ist schon eine Herausforderung.“ TVB-Coach Kaufmann setzt voll auf das System. „Auch Eisenach, Lemgo und Göppingen machen es manchmal, aber es ist weiterhin nicht so häufig“, meint Pütz.

Beim Bergischen Handball-Club hofft man, dass Leistungsträger Eloy Morante Maldonado (Nr. 33) nach seiner langwierigen, schweren Verletzung schnell wieder zur alten Form zurückfindet – © Archivfoto Jochen Classen

Im Hinspiel hatte der BHC große Probleme, verlor 28:35, hatte aber drei Tage zuvor gegen den HC Erlangen gespielt und daher kaum Zeit zur Vorbereitung. „Das ist nun anders. Wir bereiten uns auch auf die 3:3-Abwehrvariante vor, die Stuttgart ab und zu statt der normalen 6:0 spielt“, betont Gunnarsson.

Leistungsträger beim TVB sind Simone Mengon, der die meisten Feldtore (112) erzielt hat, und Kai Häfner, der mit 216 Treffern, 118 davon per Siebenmeter, eine starke Saison absolviert. Ausfallen wird Marco Mengon, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

Fraatz und Schöttle fallen bis zum Saisonende aus

Der BHC muss neben Yannick Fraatz auch auf Nico Schöttle bis zum Saisonende verzichten. Der Rückraumspieler musste sich einer Schulter-OP unterziehen, die erfolgreich verlaufen ist. So rechnen Gunnarsson und Pütz mit derselben Mannschaft, die zuletzt im Heimspiel gegen Gummersbach auf der Platte stand.„Wir freuen uns auf die erneut tolle Kulisse und wünschen uns natürlich Punkte“, sagt Pütz. Unabhängig vom Gelingen schalten die Löwen im Anschluss in den Pokal-Modus. Am 18. und 19. April steht das Lidl Final4 in Köln auf dem Programm. 

Gunnarsson: „Jetzt ist der Fokus auf Stuttgart, danach haben es sich die Jungs verdient, eine Woche nicht an die Bundesliga zu denken, um das Final Four zu genießen.“

Wer am Sonntag in der Unihalle dabei sein möchte, sollte schnell sein. Noch sind im Online-Ticketshop unter www.bhctickets.de ein paar Tickets verfügbar.

Kommentare

Neuen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert