24. März 2026Peter Pionke
Sparkassen-Ausstellung mit Felx Baltzer & Volker Wevers
Die Künstler Felix Baltzer (l.) und Volker Wevers bei der Eröffnung der 150. Kunstausstellung in der Glashalle am Johannisberg – © Sparkasse Wuppertal/Bettina OsswaldEs war die mittlerweile 150. Ausstellung der Sparkassen-Reihe. Den Auftakt machte eine von Thomas Mau moderierte Gesprächsrunde rund um kreatives Schaffen mit interessanten Beiträgen der beiden ausstellenden Künstler, des Autoren Max Christian Graeff, des Amsterdamer Performance-Duos Guda Koster und Frans van Tartwijk sowie des Sparkassen- Vorstandsvorsitzenden Axel Jütz.
Deser begrüßte die Gäste mit einer Einordnung dieses besonderen Jubiläums. Schon seit fast sechs Jahrzehnten bietet die Sparkasse Wuppertal regionalen Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne mit breiter Außenwirkung – und damit den Wuppertalerinnen und Wuppertalern die Möglichkeit, Kunst mit Heimat-Bezug unmittelbar und mit niederschwelligem Zugang zu erleben.
Die Reihe „Kunst in der Sparkasse“ sei Teil des Selbstverständnisses der Sparkasse als zuverlässige Begleiterin der Menschen in der Stadt, sagte der Vorstandsvorsitzende. „Das Engagement für ein gutes Leben vor Ort prägt das Team Sparkasse genauso wie den zugrundeliegenden Gemeinwohlauftrag – damals wie heute.“
Wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in der Stadt
Die Ausstellungs-Eröffnungen seien ein vielbeachteter Bestandteil des kulturellen Lebens in der Stadt. Folgerichtig wurde die Glashalle gestern zu einem lebendigen Ausstellungs- und Begegnungsraum: Zwischen den groben und filigranen Skulpturen Felix Baltzers, die sich im stillen Dialog mit den großformatigen und räumlichen Bildern des Malers Volker Wevers befinden, entwickelten sich am Eröffnungsabend gehaltvolle Gespräche ebenso wie spontane Begegnungen. Viele Anwesende nutzten die Gelegenheit, um mit den Kunstschaffenden in den Austausch zu gehen und stellten beispielsweise Fragen zu deren Werken, Materialien und Arbeitsweisen.
Kurator der Jubiläumsausstellung ist Peter Klassen, der die Reihe „Kunst in der Sparkasse“ seit rund 15 Jahren begleitet. Unter anderem wählt er die Künstlerinnen und Künstler aus und entwickelt gemeinsam mit ihnen Konzepte für die Ausstellungen. „Kunst verändert im guten Sinn“, sagte Klassen am Rande der Eröffnung. „Und unsere Kunstausstellungen sind eine sehr kommunikative Plattform dafür. Von Anfang an halten wir die Schwelle so gering wie möglich, sodass auch Menschen daran teilhaben können, die vielleicht sonst nicht mit Kunst in Berührung kommen.“
Die Künstlerin Guda Koster und der Künstler Frans von Tartwijk reisten aus Amsterdam an und überraschten die Gäste im Rahmen des Abendprogramms mit Performance Art – © Sparkasse Wuppertal/Bettina OsswaldDass dieses Konzept verlässlich aufgeht, zeigt sich für Klassen sowohl an der Anzahl der Gäste als auch an der Interaktion zwischen den Kunstschaffenden: „Wir zeigen meist Formationen, zwei oder drei Positionen in Kombination. Für die aktuelle Ausstellung haben Felix Baltzer und Volker Wevers erstmals intensiv zusammengefunden. Bestimmte Elemente im Werk des einen tauchen im Werk des anderen wieder auf – ein schönes Beispiel dafür, wie die Kombination künstlerischer Positionen funktionieren kann.“
Für Felix Baltzer ist die Glashalle ein besonderer Ort: „Ich finde es klasse, in so einer großen Halle ausstellen zu können – speziell meine Skulpturen, die ich noch nie in einem so großzügigen Abstand zueinander angesehen habe.“ Drei große Skulpturen entstanden im vergangenen Jahr, seine Werkreihe „Magnolien in Bronze“ entwickelte er eigens für die Ausstellung. Auch eine weitere Skulptur entstand exklusiv für die Ausstellung: Aus zerschlagenen Spiegelelementen spielt sie mit Licht und Reflexion.
Axel Jütz: Kunst regt zum Nachdenken an
Volker Wevers versteht die Glashalle als besonderen Prüfstein für seine Bilder: „Sie müssen sich in einem Kontext bewahrheiten, in dem sie sonst nicht hängen – halten sie der Massivität der Architektur Stand, oder gehen sie unter? Tatsächlich funktionieren meine Arbeiten hier ganz wunderbar.“ Für die perfekte Hängung hatte Wevers eine 20 Meter lange Wand simuliert und die Reihenfolge seiner Bilder anhand von Miniaturen getestet. Die ausgestellten Werke spannen sich über einen Zeitraum von 1992 bis 2026. Eine dieser Arbeiten kommt in der 150. Kunstausstellung erstmals vor Publikum zur Geltung.
Für Axel Jütz ist Ausstellungseröffnung ein gutes Beispiel dafür, wie Gemeinwohlauftrag und Kunstförderung bei der Sparkasse Wuppertal zusammengehen: „Kunst hat das große Potenzial, zu inspirieren, zum Nachdenken anzuregen, sich für neue Perspektiven zu öffnen und Menschen zu verbinden. Genau das wollen wir mit unserem Einsatz ermöglichen.“
Die Ausstellungseröffnungen seien seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Wuppertal. Sämtliche Kunstwerke sind bewusst ohne Etikett ausgestellt und lassen so Raum für Assoziationen. Für Interessierte liegen jedoch detaillierte Listen aus. Die 150. Kunstausstellung der Sparkasse Wuppertal ist noch bis einschließlich 5. Mai 2026 geöffnet – um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 0202- 488-5230 oder per E-Mail unter kunst@sparkasse-wuppertal.de.
Der Eintritt ist frei.
Link zur Webseite der Sparkasse Wuppertal:
http://www.sparkasse-wuppertal.de
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