10. Februar 2026

Bilanz-Summe zeigt positiven Trend bei der Sparkasse

Auch wenn der Gewinn aufgrund gestriger Kosten leicht rückläufig war, so konnte sich die Wuppertaler Sparkasse bei der Jahres-Pressekonferenz einmal mehr solide und stark präsentieren. Die Bilanzsumme 2025 von 8.295 Mrd. Euro lag mit 63 Mio. Euro Reingewinn nur leicht unter dem Wert des Vorjahres. „Gemeinsam Zukunft gestalten – gut aufgestellt in allen Lebenslagen“: Mit diesem Motto eröffnete Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Axel Jütz zum Jahresauftakt 2026 mit seinen Vorstandskollegen Patrick Hahne und Holger Iborg die Pressekonferenz des Kreditinstituts.

Das erfolgreiche „Dreigestirn der Sparkasse Wuppertal: (v.l.l) Holger Iborg (stv. Vorstandsmitglied), Axel Jütz (Vorstandsvorsitzender) und  Patrick Hahne (Vorstandsmitglied) – © Sparkasse Wuppertal

Mit dem Jahresergebnis 2025 sehen sich die Wuppertaler nach den Rekordjahren in einem positiven Trend. „Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen sind wir mit dem Jahr 2025 zufrieden“, so Axel Jütz. Sinkende Leitzinsen haben die Ertragslage im Vergleich zum Hochzinsjahr 2024 leicht unter Druck gesetzt. Aber auch gestiegene Personalausgaben durch Tarifabschlüsse sowie auch Investitionen in die IT-Sicherheit belasteten die Kostenstruktur. Axel Jütz sprach von den immer weiter fortschreitenden Veränderungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt, die in der Sparkasse Wuppertal aber auch neue Ideen und Lösungen entstehen ließen, um die Transformation für Kunden und Mitarbeiter positiv zu gestalten.

Testsieger für hohe Beratungsqualität

So konnte die Sparkasse ihre Erreichbarkeit für ihre Kunden dank 1.200 Mitarbeitern plus Auszubildende weiter verbessern. Die meisten sind tätig in den in 27 Filialen bzw. Servicestellen, den Herzstücken des Unternehmens. Daneben gibt es 12 weitere Erreichbarkeiten, wie z.B. Video-Beratung, Online-Beratung, WhatsApp oder ein textbasiertes Dialogsystem (Chatbot),  dazu kommen täglich rund 5.000 Telefonberatungen. Annähernd neun von zehn Angelegenheiten ließen sich direkt im ersten Kontakt lösen.

Damit schneide die Sparkasse Wuppertal auch im Wettbewerbsvergleich sehr gut ab. „Individuelle und umfassende Beratung auf Augenhöhe ist uns ein sehr großes Anliegen“, sagte Holger Iborg. „Auf diese Qualität sind wir stolz, denn wir wurden 2025 zum vierten Mal in Folge als Testsieger vom Fachmagazin Focus Money ausgezeichnet.“ Das neue Beratungs-Center, das im Sommer am Islandufer eröffnet, unterstreiche diese Botschaft.

Geldgeschäfte werden zunehmend digital

Dabei setzten die Kundinnen und Kunden 2025 verstärkt auf die hybriden und digitalen Angebote. Beim 2023 eingeführten Video-Service gab es im vergangenen Jahr mehr Standorte und in der Folge deutlich mehr Gespräche. Die Nutzung des Chatbots legte gegenüber 2024 um fast 85 Prozent zu, und auch die Nutzung von Sparkassen-App und Internet-Filialen wachsen weiterhin dynamisch. Bei den Zahlungsverfahren ist die „Sparkassen-Card“ auf dem Vormarsch. Das liegt auch daran, dass sie mittlerweile weltweite Kartenzahlungen ermöglicht. Allein der internationale Umsatz mit den Karten hat sich um fast 40 Prozent erhöht. Die Anzahl der Transaktionen mit Smartphone und Co. via Android und Apple stieg 2025 auf mehr als 915.000 an, ein Plus von fast 64 Prozent!

D4r Vorstand und Vorstands-Chef Axel Jütz bei der Jahrespressekonferenz des bergischen Geldinstituts – © Siegfried Jähne

Immobilien-Traum: 1.700 Menschen geholfen

Finanzielle Vorsorge bleibt ein wichtiges Thema. Das Neugeschäft der privaten Wohnungsbaudarlehen wuchs 2025 im Vergleich zu 2024 um mehr als 19 Millionen auf knapp 355 Millionen Euro. Darin zeigen sich laut Holger Iborg die Einflüsse unter anderem von steigenden Preisen, Angebotsverknappung, des hohen Zinsniveaus sowie hoher Bau-und Energiekosten. „Unser Fokus liegt auf soliden Finanzierungen und guter Beratung. Das ist im Sinne unserer Kundinnen und Kunden und stärkt die Qualität unsers Kredit-Portfolios. Wir haben voriges Jahr mehr als 1.700 Menschen dabei unterstützt, sich den Traum rund um die eigene Immobilie zu erfüllen, vom Kauf bis zur Sanierung.“ Der Bestand der privaten Wohnungsbaudarlehen blieb trotz der zahlreichen wirtschaftlichen Unsicherheiten mit rund 2,8 Milliarden Euro 2025 stabil.

Starker Zuwachs im verwalteten Vermögen

Klar auf Wachstum stehen die Zeichen bei den Vermögens-Verwaltungslösungen der Sparkasse. Insgesamt lag die Summe des verwalteten Vermögens zum Ende des Jahres 2025 bei rund 847 Millionen Euro. Sowohl  bei Wuppertal „Premium Invest“ als auch Wuppertal „Smart Invest“: Die Robo-Advice-Lösung für kleinere Beträge verzeichneten mittlere zweistellige Wachstumsraten. Festzins-Anlagen wiesen im selben Zeitraum ein Plus von rund 62 Millionen Euro aus, ihr Volumen stieg auf 569 Millionen Euro.

„Ganz vorn in der Finanzierung des Mittelstandes“

Für die bergische Wirtschaft ist Zukunftsfähigkeit mit Blick auf die konjunkturelle Lage essenziell. „Unsere Aufgabe, die Unternehmen im Strukturwandel in ihrer Transformation zu begleiten, nehmen wir ernster denn je“, sagte Patrick Hahne. Im Neugeschäft der gewerblichen Investitionsdarlehen erzielte man 2025 ein Plus von mehr als 38 Prozent: Die Summe lag bei rund 394 Millionen Euro. Der Bestand legte mit mehr als 40 Millionen Euro leicht zu. Patrick Hahne: „Mit einem Volumen von fast 1,7 Milliarden Euro gewerblicher Investitionsdarlehen liegen wir weiterhin ganz vorn in der Finanzierung des Mittelstandes.“ Auch Start-ups vertrauen der Sparkasse: Allein 2025 begleiteten die Expertinnen und Experten 76 Vorhaben, aus denen rund 200 neue Arbeitsplätze entstanden.

Attraktives Arbeitsumfeld als Zukunfts-Investition

Die fast 1.200 eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen in der Sparkasse aus guten Gründen ein Umfeld vorfinden, das sie motiviert und zu ihren persönlichen Bedürfnissen passt. „Zudem wollen wir sie befähigen und ermuntern, mit ihrer Expertise und ihren Kompetenzen die zukunftsgerichtete Weiterentwicklung unserer Sparkasse mitzugestalten“, sagte Patrick Hahne. Das diene zudem dazu, in einer sich permanent wandelnden Arbeitswelt sowie angesichts der Alterspyramide mit ihren Auswirkungen zukunftsfähig zu bleiben. Die gute Nachricht: 2025 erhielt das Kreditinstitut zum vierten Mal in Folge das unabhängige Qualitätssiegel „audit beruf und familie“ sowie das Siegel „Top Company 2025“ von der Arbeitgeber-Bewertungsplattform „kununu“.

Axel Jütz, erfolgreicher Vorstands-Chef der Sparkasse Wuppertal, konnte positive Zahlen verkünden und eine Entwicklung, die Hoffnung für die Zukunft macht – © Siegfried Jähne

Einsatz und Engagement für sie Stadtgemeinschaft

„Alles, was wir im Sinne der Privatkunkunden, der Unternehmen und unserer Mitarbeitern tun, wirkt verstärkend auf unsere Nachhaltigkeits-Bemühungen in ihren unterschiedlichen Dimensionen – und auf unser Engagement für die Stadtgemeinschaft“, sagte Axel Jütz. Letzteres unterstützt die Sparkasse traditionell mit unterschiedlichen Förderaktivitäten. 2025 kamen über Spenden, Sponsoring und die von der Sparkasse betriebene Plattform  „WirWunder Wuppertal“ rund 5 Millionen Euro zusammen. Darüber hinaus ermöglichte die Sparkasse den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Arbeitstag im Ehrenamt: 150 Freiwillige machten sich mit rund 650 Arbeitsstunden für 15 lokale Institutionen stark.

2026: Entschlossen und engagiert

„Wir haben im vergangenen Jahr viel bewegt. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter“, kündigte Axel Jütz an. Das gute Leben in Wuppertal sichern, auf nachhaltiges, gesundes Wachstum setzen und den Versorgungsauftrag auch in Zukunft weiter erfüllen – diese Erfolgsstrategie bestimmt dem Vorstandsvorsitzenden zufolge das noch junge Jahr 2026 .„Entschlossen und engagiert stehen wir den Menschen in Wuppertal auch weiterhin zur Seite, und zwar auch in einer Zeit, die so stark vom Wandel geprägt ist wie selten zuvor.“  Ziel sei es, mit dauerhaftem Vertrauen, persönlicher Nähe und verlässlicher Sachkompetenz einen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft in der Wupper-Stadt zu ermöglichen.

Text: Siegfried Jähne

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