22. Januar 2026Peter Pionke
WSV geht mit neuem Elan in den Abstiegskampf
Die erste Pressekonferenz mit dem neuen WSV-Trainer Mike Wunderlich (r.) vor einem Meisterschaftsspiel. Zuversichtlich und gut gelaunt Sportdirektor Gaetano Manno (l.). In der Mitte Pressesprecher Max Schleicher – © Jochen ClassenWegen der großen Bedeutung haben in diesem Abstiegskampf ab sofort Jugendliche bis 18 Jahre freien Eintritt. Von dieser Maßnahme erhofft man sich bei den Rotblauen natürlich eine lautstarke Unterstützung von den Rängen, nichts wäre da schlimmer, als gähnend leere Ränge im Stadion. Der WSV verspricht: „Alle unter 19 kommen mit einem Stempel an der Kasse rein.“
Angst vor gähnender Leere
Der neue WSV-Trainer hatte nur drei Wochen Zeit, um das Team auf die schwere Aufgabe vorzubereiten. Sieht man von dem Erfolg bei den Wuppertaler Hallen-Meisterschaften ab, gelang in den drei Vorbereitungsspielen kein einziger Sieg, lediglich ein Unentschieden und nur ein einziges Tor. Mike Wunderlichs Erkenntnis aus dieser Zeit: „Wir haben individuelle Fehler gemacht, die zum Glück jetzt nur in Testspielen passierten, Fehler, die wir eigentlich nicht mehr machen wollten. Wir wollen dagegen erwachsen und seriös bleiben“.
WSV-Sportdirektor Gaetano Manno (l.) mit Neuzugang Nicolas Hirschberger, der vom Liga-Konkurrenten 1. FC Bocholt ausgeliehen wurde – © WSVDie Hoffnung auf eine Rekonvalenz der lange verletzter Spieler konnte sich nur bedingt erfüllen. Semir Saric und Muhammed Bejdic fallen weiter aus und werden ebenso wie Jeff Fehr wohl noch fehlen. Kadi Atmaca konnte dagegen im Trainingslager an der türkischen Riviera bereits eingesetzt werden. Neu dabei sein werden Nicolas Hirschberger und Innenverteidiger Marko Stojanovic. Beide kommen vom Liga-Konkurrenten 1. FC Bocholt, beide waren auch schon mit im Trainingslager. Mike Wunderlich: „Beide Neuzugänge sind Spieler, die in der Startelf stehen können. Wir wissen, was auf uns zukommt“.
Neuzugänge sollen für Stabilität und Tore sorgen
Marco Stajanovic (31) ist ehemaliger serbischer U18 Nationalspieler und soll die Abwehr verstärken, seine Hauptposition war immer das linke Mittelfeld. Er kann aber auch als linker Verteidiger eingesetzt werden und lief sogar schon als Mittelstürmer auf. Marco Stajanovic spielte bislang 220 Mal in verschiedenen Regionalligen und kam dabei zu elf Torerfolgen. Zuletzt war er vereinslos. WSV-Sportdirektor Gaetano Manno. „Marco bringt sehr viel Erfahrung mit, in der Hinrunde hat uns genau diese Erfahrung oft gefehlt.“
Nicolas Hirschberger (26) kommt auf Leihbasis und soll beim WSV Tore schiessen. Seine bisherige Hauptposition war das offensives Mittelfeld, er kann aber auch im zentralen Mittelfeld oder als Rechtsaussen eingesetzt werden. In seinen bisherigen 147 Regionalliga-Spielen erzielte er 14 Tore. Zu seinen bisherigen Stationen gehörten u.a. auch Fortuna Düsseldorf II und der VfB Homberg.
Spieler des Regionalisten Wuppertaler SV beim Training auf der Sportanlage an der Oberbergischen Straße – © Siegfried JähneTabellen-Schlußlicht SSVg Velbert hat sich noch nicht aufgegeben. Den Klassenerhalt wollen die Nachbarn mit einem signifikant veränderten Kader anvisieren. Dazu gehören als Neuzugänge der 20jährige Japaner Haruto Idoguchi (20) für die Stürmerposition sowie im Tor Kevin Jackmuth (31), der von Eintracht Hohkeppel aus der Mittelrheinliga geholt wurde. Allerdings startete das Team von Trainer Bogdan Komorowski schon mit einer bitteren Niederlage ins neue Jahr: Im Nachholspiel gegen die SG Lotte mussten sich die Velberter letzte Woche vor 500 Zuschauern im eigenen Stadion 0:3 geschlagen geben und verloren zusätzlich Rechtsverteidiger Ismael Remmo, der nach zwei unnötigen Foulspielen mit gelb-rot vom Platz musste.
Torwartfrage noch ungeklärt
WSV-Trainer Wunderlich hat personell die Qual der Wahl. Vor allem die Torwartfrage wird ihm Problem bereiten, nachdem alle drei Keeper in der Vorbereitung eklatante Fehler machten. Da droht jetzt sogar dem bisherigen Stammtorhüter und Mannschaftskapitän Michael Luyambula möglicherweise die Ersatzbank. Mike Wunderlich brachte seine Erwartungen auf den Punkt – nicht nur was die Torhüterleistung angeht: „Es geht am Samstag um drei Sachen: Erwachsen sein, Fehler minimieren und das Ergebnis.“
Text: Siegfried Jähne
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