19. Januar 2026

„Die Walküre“: Musikdrama mit viel Emotionen

Weiter erfolgreich unterwegs auf den Spuren des großen Komponisten Richard Wagner! Generalmusikdirektor Patrick Hahn, das Sinfonieorchester Wuppertal und ein exzellentes Ensemble setzten ihren konzertanten „Ring des Nibelungen“ am Wochenende mit Wagners Oper „Die Walküre“ in der Historischen Stadthalle Wuppertal fort. Ein wahrer musikalischer "Triumphzug", der am Ende mit Standing Ovations belohnt wurde.

Der deutsche Opernsänger Michael Kupfer-Radecky stand als „Wotan“ auf der Bühne. Hinter ihm Dirigent und Generalmusikdirektor Patrick Hahn – © Wuppertaler Bühnen / Yannick Dietrich

Nach dem großen Erfolg zum Auftakt mit „Das Rheingold“, übertraf auch der zweite Tag des Bühnenfestspiels mit der konzertanten Version des Opern-Klassikers „Die Walküre“ alle Erwartungen. Es war erneut ein herausragendes Konzerterlebnis – musikalisch wie auch atmosphärisch. Dafür sorgten schon die eindrucksvollen Lichtstimmungen, geschaffen vom Züricher Dramaturg und Produktionsleiter Fabio Rickenmann, Dramaturg und Produktionsleiter.

International renommierte Sängerinnen und Sänger, darunter Michael Kupfer-Radecky, Stéphanie Müther, Maximilian Schmitt und Kurt Rydl machten Wagners Werk zum hochkarätigen „Ohrenschmaus“.

Lebensgefühle inAusnahmesituationen stehen im Mittelpunkt des Bühnenfestspiels: Wotans stark ausgeprägte väterliche Liebe zu seiner Lieblingstochter Brünnhilde sowie die inzestuöse Beziehung zwischen Siegmund und Sieglinde, die ebenfalls von Wotan stammen, sorgen für die Kernkonflikte in der Oper „Walküre“. 

Göttermutter Fricka, Wotans Frau und Hüterin der Ehe, zwingt ihren Mann, dem Geschwisterpaar seinen Schutzstatus zu entziehen. Sollten sie die Regeln der Götter weiterhin missachten, würden diese ihre Autorität gegenüber den Menschen einbüßen. Schweren Herzens überträgt Wotan Brünnhilde die Aufgabe, das Schlachtlos gegen Siegmund zu wenden. 

Drei gewaltige Stimmen in der konzertanten Version der Oper „Die Walküre“ – © Wuppertaler Bühnen / Yannick DietrichBrünnhilde spürt jedoch die innere Zerrissenheit ihres Vaters und missachtet den Befehl. Da Brünnhilde ihre Halbschwester Sieglinde – mittlerweile schwanger von Siegmund – schützt, ist Wotan gezwungen, auch Brünnhilde zu bestrafen. Auf einem von Flammen umloderten Felsen liegt Brünnhilde nun im ewigen Schlaf, bis sie vom „Furchtlos freiesten Helden“ geweckt wird.

Mit seinem „Ring des Nibelungen“ hat Richard Wagner ein monumentales Musikdrama für die Ewigkeit geschaffen, das die Grenzen von Oper als Gesamtkunstwerk neu definiert. Jetzt, 150 Jahre später und etwa 40 Jahre nach der letzten Inszenierung in Wuppertal, führen die Musikerinnen und Musiker des Sinfonieorchester Wuppertal unter der Leitung von Dirigent und Generalmusikdirektor Patrick Hahn an insgesamt vier Konzertabenden ausnahmsweise „Regie“.

Der Züricher Fabio Rickenmann, Dramaturg und Produktionsleiter, baute – wie schon bei der Oper „Rheinbold“ – mit einem prachtvollen Lichtdesign szenische Elemente ein – © Wuppertaler Bühnen / Yannick Dietrich

Richard Wagner vollbringt in seinem „Ring“ eine musikalische Pionierleistung: Noch nie wurden Gefühle, Persönlichkeiten, Objekte und Orte so eng mit den Melodien der Partitur verwoben und kehren in Form von Leitmotiven in einer solchen dramaturgischen Dichte zurück. (SJ)

 

DIE WALKÜRE

Oper von Richard Wagner

Die Besetzung:

Michael Kupfer-Radecky – Wotan

Stéphanie Müther – Brünnhilde

Maximilian Schmitt – Siegmund

Sarah Wegener – Sieglinde

Kurt Rydl – Hunding

Jennifer Johnston, – Fricka

Ann-Kathrin Niemczyk – Helmwige

Catharine Woodward – Gerhilde

Justyna Bluj – Ortlinde

Gundula Hintz – Waltraute

Ekaterina Chayka-Rubinstein – Siegrune

Hanna Larissa Naujoks – Roßweiße

Marta Herman – Schwertleite

Bettina Ranch – Grimgerde

Sinfonieorchester Wuppertal

Fabio Rickenmann – Dramaturgie und Produktionsleitung

Patrick Hahn – Dirigent

http://sinfonieorchester-wuppertal.de/ring

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