{"id":95153,"date":"2026-11-05T08:24:11","date_gmt":"2026-11-05T07:24:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=95153"},"modified":"2026-11-07T08:26:01","modified_gmt":"2026-11-07T07:26:01","slug":"insolvenzverwalter-verkauft-wkw-an-investor-rea","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/11\/05\/insolvenzverwalter-verkauft-wkw-an-investor-rea\/","title":{"rendered":"Insolvenzverwalter verkauft WKW an Investor Rea"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_95155\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-95155 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Joachim-Exner-Dr.-Beck-Partner-Quelle-Dr.-Beck-Partner-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">F\u00e4delte erfolgreich die teilweise Rettung der WKW-Group durch den kanadischen Investor ein: Insolvenzverwalter Joachim Exner &#8211; \u00a9 De. Beck &amp; Partner<\/span><\/div>\n<p>Die WKW Automotive Deutschland GmbH hat die Produktionsstandorte der deutschen WKW.group in Wuppertal (Korzert), Velbert und Sprockh\u00f6vel mit 1.050 Arbeitspl\u00e4tzen \u00fcbernommen und will diese langfristig fortf\u00fchren und entwickeln. Hinzu kommen die WKW-Produktionsstandorte in den USA, Frankreich und Tunesien.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der Investor hat angek\u00fcndigt, die erforderlichen Investitionen zu t\u00e4tigen, um die deutschen Standorte der WKW.group wieder langfristig wettbewerbsf\u00e4hig aufzustellen. \u00dcber den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Gl\u00e4ubigerausschuss hat dem Verkauf zugestimmt. Der Betriebs\u00fcbergang hat bereits stattgefunden.<\/p>\n<p>\u201eDiese Investorenl\u00f6sung ist ein Gl\u00fccksfall f\u00fcr WKW und die deutschen WKW-Standorte\u201c, betonte Insolvenzverwalter Joachim Exner nach dem heutigen Abschluss des Verkaufsprozesses. \u201eDie WKW geh\u00f6rt nun zu einem wirtschaftlich starken und international t\u00e4tigen Unternehmensverbund, der von der Zukunft des Automobil- und Produktionsstandorts Deutschland \u00fcberzeugt ist.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Joachim Exner ist gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der Kanzlei Dr. Beck &amp; Partner und hat bereits zahlreiche deutsche Automobilzulieferer erfolgreich saniert. Die deutschen Unternehmen der WKW.group hatten vor rund zwei Jahren Insolvenzantrag gestellt.<span class=\"Apple-converted-space\"> \u00a0<\/span>Joachim Exner hatte umgehend einen sogenannten \u201estrukturierten Investorenprozess\u201c eingeleitet, bei dem potenzielle Investoren weltweit gezielt angesprochen werden. Dem Insolvenzverwalter war es zudem gelungen, die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten l\u00e4ngerfristig zu sichern und gemeinsam mit der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung erste wirksame Restrukturierungsschritte umzusetzen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Investitionen in Produktionsstrukturen<\/h4>\n<p>Trotzdem war es angesichts der tiefgreifenden Krise der Automobilindustrie keineswegs sicher, dass es gelingen w\u00fcrde, bis zu einer Investorenl\u00f6sung die deutschen WKW-Gesch\u00e4ftsbetriebe fortzuf\u00fchren und zugleich rund zwei Drittel der deutschen Arbeitspl\u00e4tze zu erhalten. \u201eDie deutschen und internationalen Standorte der WKW.group sind eine ideale Erg\u00e4nzung f\u00fcr unser Automotive-Portfolio\u201c, betont Nat Rea, Chairman der Rea Automotive GmbH. \u201eDas gesamte Team hat mit gro\u00dfem Einsatz daran gearbeitet, diese \u00dcbernahme m\u00f6glich zu machen. Besonders hervorheben m\u00f6chte ich Marcus Nyman und meinen Sohn Sean Rea, die mit gro\u00dfer Beharrlichkeit s\u00e4mtliche Herausforderungen auf dem Weg zum erfolgreichen Abschluss gemeistert haben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMit der \u00dcbernahme von WKW legen wir den Grundstein f\u00fcr die Zukunft von Rea Automotive. WKW verf\u00fcgt \u00fcber ein etabliertes internationales Produktionsnetzwerk, eine weltweite Vertriebsstruktur, langj\u00e4hrige Kundenbeziehungen und vor allem \u00fcber erfahrene und hoch motivierte Mitarbeitende. Wir werden gezielt in Technologien,<\/p>\n<p>Produktionsstrukturen und Prozesse investieren, um WKW wieder zu einem international f\u00fchrenden Tier-1-Zulieferer zu entwickeln und das Unternehmen mit L\u00f6sungen auf Basis deutscher Ingenieurskunst auf die n\u00e4chste Stufe zu heben.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_78309\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-78309 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/car-4578584_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Viele Unternehmen der Automobil-Zulieferer-Branche haben derzeit Probleme &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Hakan Civelek, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IG Metall Velbert, sagte: \u201eEs ist uns zwar am Ende gelungen, \u00fcber 1.050 Arbeitspl\u00e4tze zu retten, dennoch m\u00fcssen die verbliebenen Besch\u00e4ftigten Zugest\u00e4ndnisse und Einkommensverluste hinnehmen. Die IG-Metall- Mitglieder haben mit einer breiten Mehrheit einem abweichenden Tarifvertrag zugestimmt und werden f\u00fcr einen befristeten zeitlichen Rahmen auf wichtige Entgeltbestandteile wie Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld verzichten sowie unentgeltliche Mehrarbeit leisten. Das sind schmerzhafte Einschnitte, es gab jedoch keine Alternative! Im Gegenzug f\u00fcr diesen harten Beitrag der Arbeitnehmer konnten wir jedoch substanzielle Gegenleistungen durchsetzen, die unter anderem \u2013 aber nicht abschlie\u00dfend \u2013 eine vierj\u00e4hrige Standort- und Besch\u00e4ftigungsgarantie beinhalten, sodass betriebsbedingte K\u00fcndigungen f\u00fcr knapp 1.000 Besch\u00e4ftigten ausgeschlossen sind.\u201c<\/p>\n<h4>Transfergesellschaft unterst\u00fctzt Betroffene<\/h4>\n<p>Der Gewerkschafter f\u00fchrt fort: \u201e Zudem wurden Investitionszusagen vereinbart und die Verpflichtung festgeschrieben, wieder vermehrt bei der WKW.group auszubilden. Der Belegschaft war klar: Ohne diese schwere Entscheidung h\u00e4tte der Investor nicht \u00fcbernommen, und die WKW-Gruppe h\u00e4tte komplett schlie\u00dfen m\u00fcssen. Dann st\u00fcnden heute nicht 500, sondern weit \u00fcber 1.500 Kolleginnen und Kollegen auf der Stra\u00dfe. F\u00fcr jedenEinzelnen der knapp 500 Besch\u00e4ftigten, die nicht \u00fcbernommen werden und teils seit,Jahrzehnten im Betrieb sind, ist das finanziell und pers\u00f6nlich leider eine schwierige Situation \u2013 zumal es in der aktuellen Krise der Automobilindustrie nicht einfach sein wird, zeitnah einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Wir werden diese Kolleginnen und Kollegen jedoch nicht allein lassen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Transfergesellschaft werden wir alles tun, um den Betroffenen so schnell wie m\u00f6glich eine echte Anschlussbesch\u00e4ftigung zu vermitteln.\u201c<\/p>\n<p>Der Insolvenzverwalter hob den hohen Einsatz der Besch\u00e4ftigten hervor, die w\u00e4hrend der vergangenen Jahre loyal zur WKW.group gestanden haben. \u201eOhne das Engagement jedes Einzelnen w\u00e4re diese Investorenl\u00f6sung gar nicht m\u00f6glich gewesen\u201c, betonte Exner. Vor diesem Hintergrund zeigte er sich zufrieden, dass die Folgen des Arbeitsplatzabbaus f\u00fcr die Betroffenen durch die Einrichtung einer Transfergesellschaft zumindest ein wenig abgefedert werden k\u00f6nnen. Dort werden sie bis zu acht Monate weiterbesch\u00e4ftigt und erhalten Unterst\u00fctzung bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz. Der Erwerber hat sich ma\u00dfgeblich an der Finanzierung der Transfergesellschaft beteiligt.<\/p>\n<p>Joachim Exner dankte ausdr\u00fccklich nochmals den Automobilherstellern f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung w\u00e4hrend des Insolvenzverfahrens. Diese h\u00e4tten ma\u00dfgeblich zum erfolgreichen Neustart der WKW.group beigetragen. \u201eDie Automobilhersteller haben an die Zukunft der WKW.group geglaubt und diesen komplexen und langwierigen Prozess konstruktiv unterst\u00fctzt\u201c, so der Insolvenzverwalter.<\/p>\n<p>Die WKW.group fertigt Zier- und Funktionsbauteile sowie Dachrelingsysteme aus<\/p>\n<p>Aluminium, Stahl und Kunststoff. Zu den Kunden des Unternehmens geh\u00f6ren zahlreiche gro\u00dfe deutsche Automobilhersteller.<\/p>\n<h4>\u00dcber die Kanzlei Dr. Beck &amp; Partner<\/h4>\n<p>Die Kanzlei Dr. Beck &amp; Partner GbR z\u00e4hlt mit acht Insolvenzverwaltern und mehr als 170 Mitarbeitern an acht Standorten in Bayern zu den f\u00fchrenden deutschen Insolvenzverwaltungs-Kanzleien. In den vergangenen Jahren hat die Kanzlei zahlreiche namhafte Unternehmensinsolvenzverfahren, darunter auch Konzerninsolvenzen mit internationalemBezug, betreut. Joachim Exner verf\u00fcgt \u00fcber besondere Erfahrung insbesondere bei der Sanierung von mittelst\u00e4ndischen Unternehmensgruppen, z.B. EISENMANN, Neumayer- Tekfor, Loewe und Metz. Exner ist Mitglied des Gravenbrucher Kreises, des Zusammenschlusses der f\u00fchrenden deutschen Sanierungsexperten und Insolvenzverwalter.<\/p>\n<p><strong>Link zur Webseite der WKW-Group:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wkw-group.com\">http:\/\/www.wkw-group.com<\/a><\/p>\n<p><strong>Link zur Webseite der Kanzlei Dr. Beck &amp; Partner:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ra-dr-beck.de\">http:\/\/www.ra-dr-beck.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zukunft des insolventen Automobilzulieferers WKW ist gesichert: Insolvenzverwalter Joachim Exner hat die deutschen Gesch\u00e4ftsbetriebe der WKW.group sowie drei Auslandst\u00f6chter an einen strategischen Investor ver\u00e4u\u00dfert. Neuer Eigent\u00fcmer ist die WKW Automotive Deutschland GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Rea Automotive GmbH. Dahinter steht die kanadische Unternehmerfamilie um Natale Rea, Michael Rea und Sean Rea. <\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[],"class_list":["post-95153","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wirtschaft"],"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95153","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=95153"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95153\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95159,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95153\/revisions\/95159"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=95153"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=95153"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=95153"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}