{"id":95109,"date":"2026-11-02T15:40:46","date_gmt":"2026-11-02T14:40:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=95109"},"modified":"2026-11-04T15:42:42","modified_gmt":"2026-11-04T14:42:42","slug":"von-1-884-abgordneten-sind-409-selbstaendig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/11\/02\/von-1-884-abgordneten-sind-409-selbstaendig\/","title":{"rendered":"Von 1.884 Abgordneten sind 409 selbst\u00e4ndig"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_95113\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1664px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-95113 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Deutscher-Bundestag-Achim-Melde-2.jpg\" alt=\"\" width=\"1654\" height=\"1173\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Unternehmer Manfred Todtenhausen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Elektro Todtenhausen GmbH, sass \u00fcber acht Jahre f\u00fcr die FDP im Deutschen Bundestag &#8211; \u00a9 \u00a0Deutscher Bundestags \/ Achim Melde<\/span><\/div>\n<p>Ob Altersvorsorgepflicht, B\u00fcrokratieabbau oder neue Vorgaben f\u00fcr Unternehmen: Die politischen Rahmenbedingungen f\u00fcr Selbstst\u00e4ndige werden erneut in Deutschlands Parlamenten diskutiert. Doch wie viele derjenigen, die auf Landesebene Gesetze beschlie\u00dfen, haben selbst unternehmerische Erfahrung? Das It-Unternehmen \u201eAccountable\u201c, Entwickler von Steuersoftware und Steuer-App f\u00fcr Selbst\u00e4ndige mit Sitz in Berlin und Br\u00fcssel, ist der Frage einmal auf den Grund gegangen.<\/p>\n<p>Dabei wurde der Hintergrund aller 1.884 Abgeordneten der 16 deutschen Landesparlamente untersucht. Das Ergebnis: 409 Parlamentarier waren vor ihrem Mandat hauptberuflich selbstst\u00e4ndig. Mit 21,7 Prozent sind es mehr als doppelt so viele wie in der Erwerbsbev\u00f6lkerung, in der ihr Anteil bei rund acht Prozent liegt.<\/p>\n<h4><b>Freie W\u00e4hler und FDP mit h\u00f6chsten Selbstst\u00e4ndigenquoten<\/b><\/h4>\n<p>Im Hinblick auf die Parteien mit mindestens 20 Sitzen erf\u00fcllen zwei Fraktionen ihren Ruf als Partei der Unternehmer. Bei den Freien W\u00e4hlern sind 45,9 Prozent (17 von 37) der untersuchten Abgeordneten selbstst\u00e4ndig, also nahezu die H\u00e4lfte. Dahinter folgt die FDP mit 36,4 Prozent (12 von 33 Abgeordneten). Auch bei der AfD liegt der Anteil mit 31,3 Prozent (102 von 326) \u00fcber dem Durchschnitt aller Landtagsabgeordneten.<\/p>\n<p>Es folgen das BSW mit 28,6 Prozent (8 von 28 Abgeordneten), die CSU mit 28,2 Prozent (24 von 85 Abgeordneten) und die CDU mit 24,1 Prozent (127 von 528 Abgeordneten). Bei den Gr\u00fcnen und der SPD f\u00e4llt der Selbtsst\u00e4ndigenanteil mit 15,8 (45 von 284 Abgeordneten) bzw. 12,1 Prozent (53 von 437 Abgeordneten) niedriger aus. Den geringsten Anteil weist Die Linke auf. Dort sind nur 8,8 Prozent (7 von 80) der untersuchten Abgeordneten selbstst\u00e4ndig.<\/p>\n<h4><b>Bayern an der Spitze, Saarland Schlusslicht<\/b><\/h4>\n<p>Die regionale Verteilung der Selbstst\u00e4ndigen in den Landesparlamenten unterscheidet sich erheblich. Den h\u00f6chsten Anteil verzeichnet Bayern. Dort sind 64 der insgesamt 203 Abgeordneten selbstst\u00e4ndig, was 31,5 Prozent entspricht.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Darunter befinden sich unter anderem Rechtsanw\u00e4lte und Landwirte sowie Metzgermeister, Gastronomen und zwei Hufschmiede. Auf den weiteren vorderen Pl\u00e4tzen liegen Sachsen mit 29,2 Prozent (35 von 120 Abgeordneten) und Brandenburg mit 26,1 Prozent (23 von 88 Abgeordneten).<\/p>\n<p>Am anderen Ende des Rankings steht das Saarland. Nur vier der 51 Abgeordneten sind dort selbstst\u00e4ndig, was einem Anteil von 7,8 Prozent entspricht. Zu den Selbstst\u00e4ndigen geh\u00f6ren eine Rechtsanw\u00e4ltin, ein Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, ein Politik- und Kommunikationsberater sowie ein selbstst\u00e4ndiger Versicherungsvertreter. Damit liegt die Quote in Bayern rund viermal so hoch wie im Saarland.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>NRW landet im Mittelfeld\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Vergleichsweise niedrige Anteile weisen auch Rheinland-Pfalz mit 11,4 Prozent (12 von 105 Abgeordneten) und Hessen mit 13,5 Prozent (18 von 133 Abgeordneten) auf. Nordrhein-Westfalen (22,6 Prozent) belegt im Landesvergleich den sechsten Platz und landete damit im Mittelfeld, gefolgt von Hamburg (22,3 Prozent), Berlin (22 Prozent), Baden-W\u00fcrttemberg (21 Prozent), Sachsen-Anhalt (20,5 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (20,3 Prozent), Niedersachsen (19,9 Prozent) und Schleswig-Holstein (17,4 Prozent).<\/p>\n<p>Tino Keller, Mitgr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Accountable, kommentiert die Ergebnisse: \u201eDass mehr als jeder f\u00fcnfte Landtagsabgeordnete selbstst\u00e4ndig ist, ist zun\u00e4chst einmal eine gute Nachricht. Selbstst\u00e4ndigkeit bringt Herausforderungen mit sich, die man oft erst richtig versteht, wenn man sie selbst erlebt hat. Wer ein Unternehmen gef\u00fchrt hat oder freiberuflich t\u00e4tig war, wei\u00df, wie viel Zeit Steuererkl\u00e4rungen, Buchhaltung, Rechnungen und andere b\u00fcrokratische Pflichten im Alltag beanspruchen. Solche Erfahrungen k\u00f6nnen helfen, politische Entscheidungen n\u00e4her an der Lebensrealit\u00e4t von Selbstst\u00e4ndigen auszurichten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Link zur Webseite von Accountable:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.accountable.de\/\">https:\/\/www.accountable.de\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler bem\u00e4ngeln, dass im Bundestag und in den Landesparlamenten immer mehr Berufspolitiker sitzen, die direkt von der Schulbank oder von der Uni in einem Parteib\u00fcro landen, ohne \u00fcberhaupt einmal einen \u201enormalen\u201c Beruf erlernt oder ausge\u00fcbt zu haben und so die Sorgen eines Unternehmers, der f\u00fcr Arbeitspl\u00e4tze sorgt, nie aus eigener Erfahrung kennen gelernt haben.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"class_list":["post-95109","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik"],"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95109","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=95109"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95109\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95114,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95109\/revisions\/95114"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=95109"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=95109"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=95109"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}