{"id":95069,"date":"2026-11-03T08:18:42","date_gmt":"2026-11-03T07:18:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=95069"},"modified":"2026-11-03T08:18:42","modified_gmt":"2026-11-03T07:18:42","slug":"bayer-ag-steigert-umsatz-jahresausblick-verbessert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/11\/03\/bayer-ag-steigert-umsatz-jahresausblick-verbessert\/","title":{"rendered":"Bayer AG steigert Umsatz &#8211; Jahresausblick verbessert"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_69749\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1915px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-69749\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Bill-Andersondefault.jpg\" alt=\"\" width=\"1905\" height=\"1282\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Bayer-Vorstandsvorsitzende Bill Anderson legte heute die Konzernzahlen f\u00fcr das dritte Quartal 2026 vor &#8211; \u00a9 Bayer AG<\/span><\/div>\n<p>\u201eWir haben bei der Wachstumsentwicklung von Pharmaceuticals inzwischen einen Wendepunkt erreicht, und wir sehen, dass es aufw\u00e4rts geht. Unser Pharmagesch\u00e4ft zeigt eine starke Wachstumsdynamik, vor allem mit Nubeqa\u2122 und Kerendia\u2122\u201c, sagte der Vorstandsvorsitzende Bill Anderson am Dienstag bei der Vorlage der Mitteilung zum 3. Quartal.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr das Gesamtjahr erwartet Bayer f\u00fcr die Division nun ein Umsatzwachstum am oberen Ende der Prognose. Die Divisionen Crop Science und Consumer Health entwickeln sich im Rahmen ihrer Prognose \u2013 trotz des jeweils herausfordernden Marktumfelds. Der Konzern hob seinen Ausblick f\u00fcr die Marge von Pharmaceuticals sowie das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen des Konzerns an. Verbessert hat sich auch der Ausblick f\u00fcr den Free Cashflow und die Nettofinanzverschuldung.<\/p>\n<p>Auch strategisch machte Bayer zuletzt gro\u00dfe Fortschritte: Die Zulassung f\u00fcr Asundexian zur Sekund\u00e4rpr\u00e4vention von Schlaganf\u00e4llen unter dem Markennamen Sunharbo\u2122 in China in der vergangenen Woche war f\u00fcr Anderson \u201edie wichtigste Nachricht zu unserer Pipeline.\u201c Asundexian ist weltweit der erste zugelassene Faktor-XIa-Inhibitor. Der Fokus von Bayer liege nun darauf, weitere Zulassungen zu erhalten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>\u201eUnsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Wuppertal haben dieses Molek\u00fcl erfunden und mehr als ein Jahrzehnt lang daran gearbeitet\u201c, w\u00fcrdigte der Vorstandsvorsitzende. \u201eSie haben unser Organisationsmodell und KI konsequent genutzt und den Zeitplan so deutlich verk\u00fcrzt. So konnten wir dieses Medikament ein Jahr fr\u00fcher zu den Patientinnen und Patienten bringen. Das ist eine unglaubliche Leistung!\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_48589\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2313px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-48589 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/2019-8705_DE_4F773CD21BD7B3ECC12583F200443D4D.jpg\" alt=\"\" width=\"2303\" height=\"1535\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Farmer \u00fcberpr\u00fcft den Gesundheitszustand einer Maispflanze &#8211; \u00a9 Bayer AG<\/span><\/div>\n<h4>Umsatz und EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen erh\u00f6ht<\/h4>\n<p>Der Konzernumsatz lag im 3. Quartal 2026 bei 10,053 Milliarden Euro, nominal ein Plus von 4,1 Prozent, w\u00e4hrungs- und portfoliobereinigt (wpb.) von 1,9 Prozent. Positive W\u00e4hrungseffekte wirkten sich mit 246 Millionen Euro aus. Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen stieg um 6,9 Prozent auf 1,615 Milliarden Euro. Hierin enthalten waren positive W\u00e4hrungseffekte von 36 Millionen Euro. Das EBIT betrug minus 110 (Vorjahr: minus 543) Millionen Euro und war belastet durch eine Wertminderung der Marke Xofigo\u2122 in der Division Pharmaceuticals von 307 Millionen Euro. Im EBIT enthalten waren zudem per saldo Sonderaufwendungen von 407 Millionen (Vorjahr: 1,064 Milliarden) Euro. Diese resultierten im Wesentlichen aus einer Wertminderung in der Division Consumer Health von 215 Millionen Euro f\u00fcr die Marke Claritin\u2122 sowie aus Aufwendungen f\u00fcr Rechtsstreitigkeiten. Das Konzernergebnis betrug minus 672 (Vorjahr: minus 963) Millionen Euro.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie lag mit 0,31 Euro unter dem Vorjahreswert von 0,49 Euro, denn die operative Ergebnisverbesserung konnte nicht zahlungswirksame Effekte aus Zins\u00e4nderungen nicht kompensieren.<\/p>\n<p>Der Free Cash Flow reduzierte sich unter anderem durch wie erwartet h\u00f6here Auszah\u00adlungen zur Beilegung der Rechtsverfahren auf minus 293 (plus 596) Millionen Euro. Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich zum 30. September gegen\u00fcber dem 30. Juni 2026 um 2,564 Milliarden Euro auf 31,083 Milliarden Euro und im Vergleich zu einem Jahr zuvor um 1,625 Milliarden Euro. Das lag im Wesentlichen an der erhaltenen Zahlung von 3,0 Milliarden Euro von Apollo Global Management, Inc. f\u00fcr den zuvor kom\u00admunizierten Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an einer neu gegr\u00fcndeten Gesellschaft.<\/p>\n<h4>Crop Science: Plus bei Saatgut gleicht Gegenwind im Pflanzenschutz aus<\/h4>\n<p>Im Agrargesch\u00e4ft (Crop Science) lag der Umsatz mit 3,884 Milliarden Euro nominal auf Vorjahresniveau (plus 0,7 Prozent). Wpb. entsprach das einem R\u00fcckgang um 2,4 Prozent.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Dieser resultierte insbesondere aus negativen regulatorischen Auswirkungen und nachteiligen Wetterbedingungen in den Regionen Europa\/Nahost\/Afrika und Asien\/Pazifik.<\/p>\n<div id=\"attachment_48591\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2313px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-48591 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/2019-8712_DE_5BC2C606011AFAACC12583F2004833AB.jpg\" alt=\"\" width=\"2303\" height=\"1535\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Im Bayer Agrargesch\u00e4ft (Crop Science) lag der Umsatz nominal auf dem Vorjahresniveau \u00a0&#8211; \u00a9 Bayer AG<\/span><\/div>\n<p>Dem entgegen stand ein starkes Wachstum in Lateinamerika, vor allem aufgrund einer h\u00f6heren Nachfrage nach Mais- und Sojabohnensaatgut f\u00fcr die Sommersaison. Insgesamt lagen die Ums\u00e4tze mit Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften auf Vorjahresniveau (wpb. minus 0,1 Prozent), die mit Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften erh\u00f6hten sich wpb. um 4,5 Prozent. R\u00fcckg\u00e4nge waren wpb. mit je 8,6 Prozent bei Fungiziden und Herbiziden ohne Glyphosat zu verzeichnen. Im f\u00fcr das Agrargesch\u00e4ft saisonal weniger bedeutenden 3. Quartal sank das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen der Division um 41,3 Prozent auf 101 Millionen Euro. Dies war im Wesentlichen auf gestiegene Herstellungs- sowie h\u00f6here Vertriebskosten zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die negative Kostenentwicklung war teilweise bedingt durch vorteilhafte Effekte in der Vorjahresperiode. Gegenl\u00e4ufig wirkten positive W\u00e4hrungseffekte von 9 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen sank um 1,9 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent.<\/p>\n<h4>Pharmaceuticals startet neuen Wachstumszyklus<\/h4>\n<p>Der Umsatz mit rezeptpflichtigen Medikamenten (Pharmaceuticals) erh\u00f6hte sich nominal um 8,0 Prozent und wpb. um 6,4 Prozent auf 4,680 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren erneut das Krebsmedikament Nubeqa\u2122 (wpb. plus 58,3 Prozent) und Kerendia\u2122 (wpb. plus 64,9 Prozent) zur Behandlung von chronischen Nierenerkrankungen sowie Herzinsuffizienz \u2013 wobei Nubeqa\u2122 allein im 3. Quartal einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro erzielte. Kerendia\u2122 hat ebenfalls Blockbuster-Status erreicht \u2013 in den zw\u00f6lf Monaten seit dem 1. Oktober 2025 \u00fcberschritt das Medikament die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Hinzu kam die erfreuliche Entwicklung des Radiologie-Gesch\u00e4fts. Das erfolgreich auf dem europ\u00e4ischen Markt eingef\u00fchrte Beyonttra\u2122 zur Behandlung von Kardiomyopathie verf\u00fcnffachte durch deutliche Volumensteigerungen den Umsatz. Belas\u00adtend wirkten hingegen wie erwartet Umsatzr\u00fcckg\u00e4nge infolge von Patentabl\u00e4ufen beim oralen Gerinnungshemmer Xarelto\u2122 (wpb. 30,7 Prozent) und bei Eylea\u2122 (wpb. 23,5 Prozent), die sich aber allm\u00e4hlich abschw\u00e4chen. Eylea\u2122 8 mg mit verl\u00e4ngerten Behand\u00adlungsintervallen trug mit rund 60 Prozent zum Umsatz mit dem Augenmedikament bei.<\/p>\n<div id=\"attachment_91475\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-91475 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Lab-assistant-at-quality-controldefault-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eine Laborassistentin f\u00fchrt eine Qualit\u00e4tskontrolle in einem Bayer Labor durch &#8211; \u00a9 Bayer AG<\/span><\/div>\n<p>Demgegen\u00fcber standen h\u00f6here Aufwendungen f\u00fcr Vertriebsaktivit\u00e4ten, da die Division weiterhin in k\u00fcnftiges Wachstum investiert. Zudem waren positive W\u00e4hrungseinfl\u00fcsse von 30 Millionen Euro zu verzeichnen. Die EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen stieg um 3,5 Prozentpunkte auf 27,6 Prozent.<\/p>\n<p>Bei den rezeptfreien Gesundheitsprodukten (Consumer Health) stieg der Umsatz nominal um 2,1 Prozent auf 1,445 Milliarden Euro und lag damit wpb. auf Vorjahresniveau (plus 0,1 Prozent). Zuw\u00e4chse gelangen insbesondere in den Kategorien Magen-Darm-Gesundheit, die \u2013 vor allem getrieben durch das signifikante Plus bei MiraLAX\u2122 in den USA \u2013 wpb. um 4,5 Prozent zulegte, und Dermatologie (wpb. 3,0 Prozent), insbesondere dank des Wachstums mit Bepanthen\u2122.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>R\u00fcckl\u00e4ufig war dagegen das Gesch\u00e4ft mit Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln (wpb. minus 3,4 Prozent) sowie Erk\u00e4ltungsprodukten (Allergie und Erk\u00e4ltung wpb. minus 2,9 Prozent). Insgesamt legte die Division in Asien\/Pazifik und Lateinamerika zu. Belastet wurde das Gesch\u00e4ft hingegen durch R\u00fcckg\u00e4nge in Europa\/Nahost\/Afrika nach einem starken Vorjahresquartal sowie das anhaltend schwache Marktumfeld in den USA. Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen von Consumer Health sank um 4,4 Prozent auf 347 Millionen Euro.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_33368\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2058px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-33368\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/2019-7734-2048x1365-1.jpg\" alt=\"\" width=\"2048\" height=\"1365\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eine Bayer-Forscherin m Labor &#8211; \u00a9 Bayer AG<\/span><\/div>\n<p>Das kontinuierliche Kosten- und Preismanagement kompensierte die h\u00f6heren Investitionen f\u00fcr die Vermarktung innovativer Produkte nur teilweise. Positiv wirkte sich ein Ertrag aus dem Verkauf einer kleineren, nicht strategischen Marke aus. Zudem waren positive W\u00e4hrungseinfl\u00fcsse von 7 Millionen Euro zu verzeichnen. Die um Sondereinfl\u00fcsse bereinigte EBITDA-Marge verringerte sich um 1,7 Prozentpunkte auf 24,0 Prozent.<\/p>\n<h4>Jahresausblick f\u00fcr 2026 verbessert<\/h4>\n<p>\u201eUnsere bisherige Performance ist ein Beleg daf\u00fcr, dass unsere Strategie aufgeht. Sie gibt uns die Zuversicht, unsere Jahresziele f\u00fcr das bereinigte EBITDA, Free Cash Flow und Verschuldung anzupassen\u201c, sagte Dr. Judith Hartmann, Finanzvorst\u00e4ndin von Bayer. Angesichts der Gesch\u00e4ftsentwicklung bei Pharmaceuticals erh\u00f6ht Bayer f\u00fcr diese Division die f\u00fcr 2026 erwartete EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen auf 25 bis 27 (bisher: 23 bis 25) Prozent. Auf dieser Basis ist f\u00fcr den Konzern w\u00e4hrungsbereinigt nunmehr mit einem EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen von 9,8 bis 10,3 (bisher: 9,6 bis 10,1) Milliarden Euro zu rechnen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Zudem erwartet er den Free Cashflow nun in einer um 1,0 Milliarden Euro verbesserten Bandbreite von minus 1,5 bis minus 0,5 (bisher: minus 2,5 bis minus 1,5) Milliarden Euro. Damit einhergehend rechnet das Unternehmen zum Jahresende mit einer niedrigeren Nettofinanzverschuldung von 28,0 bis 29,0 (bisher: 29,0 bis 30,0) Milliarden Euro. F\u00fcr die \u00fcbrigen Kennzahlen best\u00e4tigt Bayer die Konzernprognose f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2026, wie zuletzt im Halbjahresfinanzbericht ver\u00f6ffentlicht. \u201eWir konzentrieren uns weiterhin auf unsere Priorit\u00e4ten: die St\u00e4rkung der Bilanz, die Steigerung der Produktivit\u00e4t und der Cash-Generierung sowie den Aufbau finanzieller Flexibilit\u00e4t, um in unser k\u00fcnftiges Wachstum zu investieren\u201c, so Dr. Judith Hartmann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Chemie-Riese Bayer AG hat seinen Konzernumsatz im dritten Quartal 2026 gesteigert. 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