{"id":94717,"date":"2026-10-16T09:30:22","date_gmt":"2026-10-16T07:30:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=94717"},"modified":"2026-10-16T09:30:22","modified_gmt":"2026-10-16T07:30:22","slug":"foerderverein-buga-wir-stehen-zu-haengebruecke-seilbahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/10\/16\/foerderverein-buga-wir-stehen-zu-haengebruecke-seilbahn\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderverein BUGA: Wir stehen zu H\u00e4ngebr\u00fccke &#038; Seilbahn"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_50792\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1290px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-50792\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/615c24ff256e82e4028d12bebc7bf783-3.jpeg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"1093\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Holger Bramsiepe, Vorsitzender des BUGA-F\u00f6rdervereins , setzt sich weiter f\u00fcr H\u00e4ngebr\u00fccke und Seilbahn ein &#8211; \u00a9 Generationdesign<\/span><\/div>\n<p>Hier der Wortlaut: Die Petition \u201eK\u00f6nigsh\u00f6he sch\u00fctzen!\u201c fordert, H\u00e4ngebr\u00fccke und Seilbahn aufzugeben. Der F\u00f6rderverein der BUGA 2031 widerspricht: Beide geh\u00f6ren zum Kern der Bundesgartenschau, \u00fcber die Wuppertal 2022 abgestimmt hat, und beide tragen einen gro\u00dfen Teil dessen, was sie der Stadt dauerhaft bringen soll. Wer sie streicht, bekommt nicht eine andere BUGA, sondern eine kleinere Stadt.<\/p>\n<h4>Die K\u00f6nigsh\u00f6he geh\u00f6rt allen<\/h4>\n<p>August und Selma von der Heydt haben ihren Waldpark vor \u00fcber hundert Jahren nicht eingez\u00e4unt, sondern allen ge\u00f6ffnet, die aus dem Tal heraufkamen. Seit den 1920er-Jahren geh\u00f6rt er der Stadt. Wer dort t\u00e4glich spazieren geht, hat ein berechtigtes Interesse, und es wird geh\u00f6rt. Aber es ist nicht das einzige. Die K\u00f6nigsh\u00f6he liegt sechzig Meter \u00fcber dem Tal. \u00c4ltere, Menschen im Rollstuhl, Familien mit Kinderwagen kommen heute kaum hinauf. Die Seilbahn \u00e4ndert das, dauerhaft. Und die Br\u00fccke verbindet zum ersten Mal die beiden H\u00f6hen \u00fcber das Tal hinweg, die K\u00f6nigsh\u00f6he mit der Kaiserh\u00f6he, die Sambatrasse mit der Nordbahntrasse. Ein Landschaftsschutzgebiet zu sch\u00fctzen hei\u00dft, es f\u00fcr alle zu bewahren. Nicht, es f\u00fcr wenige zu reservieren.<\/p>\n<h4>Es geht um Zukunft aus eigener Kraft<\/h4>\n<p>Wuppertal ist eine Stadt, die sich nichts schenken lassen kann. Die BUGA ist der Hebel, mit dem sie in diesem Jahrzehnt F\u00f6rdermittel in zweistelliger Millionenh\u00f6he in ihre eigene Entwicklung lenkt. F\u00fcr Investitionen in die Stadtentwicklung liegen die F\u00f6rderquoten erfahrungsgem\u00e4\u00df zwischen 50 und 80 Prozent, bei einem Rahmen von rund 73 Millionen Euro; zehn Millionen f\u00fcr die Planung hat das Land bereits bewilligt. Dieses Geld ist zweckgebunden. Es flie\u00dft nicht in Schulen oder Stra\u00dfen, wenn die BUGA kleiner wird. Es flie\u00dft dann gar nicht. Die Seilbahn baut und betreibt ein privater Investor, die Br\u00fccke soll gef\u00f6rdert werden<\/p>\n<div id=\"attachment_51594\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 193px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-51594 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Buga-logo.png\" alt=\"\" width=\"183\" height=\"275\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das offizielle Logo der BUGA 2031 &#8211; \u00a9 BUGA-F\u00f6rderverein<\/span><\/div>\n<p>Und dann der Nutzen, der bleibt. Mindestens 1,8 bis 2,2 Millionen G\u00e4ste im Jahr 2031, wahrscheinlich bis zu 2,6 Millionen, bedeuten \u00dcbernachtungen, Gastronomie, Handel, Handwerk, Auftr\u00e4ge. Die Besucherzahlen tragen die Durchf\u00fchrung, und sie bringen ein Vielfaches in die Stadt zur\u00fcck: Auf jeden Euro, den die Stadt investiert, kommen sechs weitere, aus F\u00f6rdermitteln, privaten Investitionen und den Ausgaben der G\u00e4ste. Und der Effekt endet nicht mit der Schau: F\u00fcr den Dauerbetrieb der H\u00e4ngebr\u00fccke rechnet eine Prognose von Montenius Consult mit 662.000 Besucherinnen und Besuchern im Jahr.<\/p>\n<p>Im Umkreis von zwei Stunden leben 35 Millionen Menschen. Deutschland hat acht gro\u00dfe H\u00e4ngebr\u00fccken, Nordrhein-Westfalen keine einzige; Wuppertals w\u00e4re die l\u00e4ngste des Landes und die erste \u00fcber einer Stadt. Koblenz zeigt, wohin das f\u00fchrt: Die Seilbahn der BUGA 2011 war befristet geplant, wurde dauerhaft und geh\u00f6rt heute zur Stadt. Heilbronn, Mannheim und Erfurt zeigen, was eine BUGA einer Stadt an Fl\u00e4chen, Ruf und Zutrauen hinterl\u00e4sst. Das ist der Grund, warum es Br\u00fccke und Seilbahn gibt: Sie sind der Anlass, nach Wuppertal zu kommen, l\u00e4nger zu bleiben und wiederzukommen. Darauf zu verzichten hei\u00dft, auf Einnahmen zu verzichten, die diese Stadt braucht, um ihre Zukunft selbst zu gestalten.<\/p>\n<h4>Wer Nein sagt, muss sagen, womit stattdessen<\/h4>\n<p>Die Petition sagt sehr genau, was sie nicht will. Was sie will, bleibt vage: vorhandene Wege, besserer Nahverkehr, weniger Eingriffe. Das sind keine Alternativen, das sind W\u00fcnsche. Wir fragen deshalb konkret: Mit welchem Vorhaben will die Initiative vergleichbare F\u00f6rdermittel in die Stadt holen? Welches Projekt soll dieselbe Anziehungskraft entfalten, dieselbe Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr Gastronomie, Hotellerie und Handel? Wie kommen Menschen ohne Seilbahn barrierefrei auf die K\u00f6nigsh\u00f6he, mit Bussen durch die Wohnstra\u00dfen? Gepr\u00fcft wurde das alles schon, so wie es das Naturschutzrecht verlangt: drei Trassenf\u00fchrungen, drei Standorte f\u00fcr die Talstation, acht Parkfl\u00e4chen, drei Geb\u00e4udepositionen, eine Bus- und eine Radalternative, dazu der Verzicht. Die gew\u00e4hlte L\u00f6sung ist nicht die bequemste, sondern die schonendste. Wer eine \u00fcber Jahre ausgearbeitete Planung verwerfen will, muss mehr vorlegen als den Wunsch nach einer anderen L\u00f6sung.<\/p>\n<div id=\"attachment_84916\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-84916 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/csm_240115_BUGA_Geschaeftsfuehrerin-1450_Brambora_cut_klein_279beefa68.webp\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Susanne Brambora-Schulz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Gesellschaft \u201eBuga Wuppertal 2031\u201c \u2013 \u00a9 Stadt Wuppertal<\/span><\/div>\n<h4>Was tats\u00e4chlich geplant ist<\/h4>\n<p>Wir reden nichts klein. Die Br\u00fccke wird rund 850 Meter lang, die Seilbahn f\u00e4hrt dauerhaft, und es werden B\u00e4ume fallen, auch f\u00fcr die Schneise zur Bergstation. Die Zahl, die gerade kursiert, \u201e6,5 Fu\u00dfballfelder gerodet\u201c, beschreibt aber nicht das Geplante. Die oft genannten 4,5 Hektar sind die planungsrechtlich erfasste Fl\u00e4che. Gef\u00e4llt wird laut Stadt nur ein Bruchteil davon, die Seilbahn f\u00e4hrt \u00fcber weite Strecken \u00fcber den Baumwipfeln, Fl\u00e4chen f\u00fcr Masten und Baustelle werden wieder aufgeforstet, und was f\u00e4llt, wird mindestens doppelt ausgeglichen. Der Bebauungsplan sichert den \u00fcbrigen Wald der K\u00f6nigsh\u00f6he ausdr\u00fccklich vor Bebauung. Naturschutz verpflichtet zu guter Planung. Genau die findet statt: Umweltbericht, Artenschutzpr\u00fcfung, landschaftspflegerischer Begleitplan. Wir erwarten, dass diese Anforderungen vollst\u00e4ndig erf\u00fcllt werden, und wir werden das in der Offenlage selbst pr\u00fcfen.<\/p>\n<h4>Mitgesprochen wurde. Jetzt wird abgewogen<\/h4>\n<p>Diese Planung ist nicht hinter verschlossenen T\u00fcren entstanden. Drei \u00f6ffentliche Dialogabende im Sommer 2025 mit jeweils rund 200 Teilnehmenden, VR-Simulationen von Br\u00fccke und Seilbahn, ein Thementag Beteiligung, eine Roadshow durch die Stadtbibliotheken, das BUGA-Lokal jede Woche. Jetzt folgt der formelle Schritt: Vom 16. November bis zum 23. Dezember liegen die Planentw\u00fcrfe mit allen Gutachten im Rathaus und online aus, zwei Informationsveranstaltungen begleiten die Offenlage. Jede und jeder kann Einw\u00e4nde erheben, und jeder Einwand muss gepr\u00fcft und abgewogen werden. Die Petition fordert genau diese Pr\u00fcfung und verlangt zugleich den Stopp, bevor irgendjemand die Unterlagen gelesen hat. Damit nimmt sie das Ergebnis vorweg.<\/p>\n<p>\u00dcber das Ob hat Wuppertal 2022 entschieden, auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie, deren sichtbarste Bausteine H\u00e4ngebr\u00fccke und Seilbahn waren. Seitdem haben die gew\u00e4hlten Gremien jeden Schritt beschlossen, und das Planungsrecht pr\u00fcft, ob er tr\u00e4gt. Eine Stadt, die diese Grundsatzfrage bei jedem weiteren Planungsschritt neu aufmacht, kommt nirgendwo an. Sie verliert Zeit, F\u00f6rdermittel und das Zutrauen in ihre eigene Gestaltungskraft. Eine Petition ist ein legitimes Instrument, und wir respektieren sie. Aber sie ist ein Instrument zum Stoppen. Die Offenlage ist eines zum Mitgestalten. Wir laden die Initiative ein, dort konkrete Verbesserungen einzubringen. Ihrer Forderung, Br\u00fccke und Seilbahn aufzugeben, erteilen wir eine klare Absage.<\/p>\n<p>Wir stehen f\u00fcr eine BUGA, die Wuppertal dauerhaft voranbringt. Dazu geh\u00f6ren H\u00e4ngebr\u00fccke und Seilbahn. Daf\u00fcr setzen wir uns weiter ein, mit Nachdruck und mit offener T\u00fcr.<\/p>\n<p><strong>Holger Bramsiepe<\/strong>, Vorsitzender, f\u00fcr den Vorstand<\/p>\n<p>Freunde und F\u00f6rderer der Bundesgartenschau Wuppertal 2031 e. V.<\/p>\n<h4>\u00dcber den F\u00f6rderverein BUGA 31<\/h4>\n<p>Der Verein \u201eFreunde und F\u00f6rderer der Bundesgartenschau Wuppertal 2031 e. V.\u201c wurde 2021 gegr\u00fcndet und z\u00e4hlt rund 160 Mitglieder. Er unterst\u00fctzt die Bundesgartenschau ideell und finanziell, f\u00f6rdert Projekte in den Quartieren und versteht sich als Br\u00fccke zwischen der BUGA-Gesellschaft und der Stadtgesellschaft. Der Verein ist als gemeinn\u00fctzig anerkannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Petition \u201eK\u00f6nigsh\u00f6he sch\u00fctzen!\u201c will die Projekte H\u00e4ngebr\u00fccke und Seilbahn, wesentliche Bausteine des Konzeptes &#8222;BUGA 31&#8220;, mit aller Kraft verhindern! Die Gegner des weit \u00fcber Wuppertal hinausstrahlenden Leuchtturm-Projektes haben zwar den B\u00fcrgerentscheid verloren, lassen aber nicht locker. Jetzt setzt sich der F\u00f6rderverein BUGA, angef\u00fchrt von Holger Bramsiepe, in einer unmissverst\u00e4ndlichen Stellungnahme zur Wehr.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-94717","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wuppertal"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-10-23 11:16:08","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94717","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94717"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94717\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":94722,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94717\/revisions\/94722"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94717"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=94717"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=94717"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}