{"id":94426,"date":"2026-10-02T18:31:38","date_gmt":"2026-10-02T16:31:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=94426"},"modified":"2026-10-02T18:31:38","modified_gmt":"2026-10-02T16:31:38","slug":"charles-petersohn-auf-den-spuren-von-peter-kowald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/10\/02\/charles-petersohn-auf-den-spuren-von-peter-kowald\/","title":{"rendered":"Charles Petersohn: Auf den Spuren von Peter Kowald"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_78439\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2566px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-78439\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/cropped-charles.petersohn-osswald-fotografie-2-scaled-1.jpg\" alt=\"\" width=\"2556\" height=\"1341\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der bekannte, erfolgreiche Musiker, Komponist und Autor Charles Petersohn ist seit Jahren in Wuppertal eine kulturelle Institution &#8211; \u00a9 Bettina Osswald<\/span><\/div>\n<p>Am Samstag (03.10) und Sonntag (04.10.) sind bei der WOGA Ost (f\u00fcr nicht Wuppertaler \/ Wuppertaler Offene Galerien und Ateliers) zwei junge K\u00fcnstlerinnen zu Gast, die ich im Sommer 2025 im FKK (Freies Kunst Kollektiv) kennengelernt habe, Xenia Jil Noir und Lilia Haase.<\/p>\n<p>Aus dieser Begegnung ist ein reger Austausch und gegenseitiges Besuchen, meistens im KuKuNa oder LOCH, geworden. Die Gemeinschaftsausstellung wird sehr kontrastreich. Dennoch haben die\u00a0Beiden etwas Entscheidendes gemeinsam,\u00a0sie widmen sich dem Sehnsuchtsort Natur.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Xenias Werke springen einem durch ihre enorme Farbigkeit beinahe ins Gesicht. Malereien von Pflanzen, die sie in einem Acker s\u00e4t, auf Wiesen findet und gelegentlich im Blumenladen kauft. In diese Bilderwelt kann man sehr tief eintauchen.<\/p>\n<p>Lilia hingegen zeichnet. Seit ihrer Kindheit. Bilder aus M\u00e4rchen-, Fabel-, Comic- und Traumwelten. Schwarz weiss mit Bleistift oder digital auf dem Screen. Die Natur in ihren\u00a0Arbeiten schenkt ihnen Kraft und Ruhe. Erm\u00f6glicht ihnen Zeit au\u00dferhalb von Stadt und Zivilisation.\u00a0Beide verbinden durch ihre bildende Kunst das intensive Auseinandersetzen mit sich selbst.<\/p>\n<p>Ich steuere bei der Ausstellung ein wenig Musik bei: Ambient, Jazz und House.\u00a0Samstag von 14 bis 20 Uhr &#8211; Sonntag von 12 bis 18 Uhr im KUKUNA \u2013 H\u00fcnefeldstra\u00dfe 52c &#8211; 42285 Wuppertal.<\/p>\n<div id=\"attachment_94429\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94429 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Magazin-Auf-Stuhl.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"649\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Kultur-Magazin \u201eInterkulturfestival\u00a0Wuppertal\u201c aus dem Jahr 1994 &#8211; \u00a9 Charles Petersohn<\/span><\/div>\n<p>In der gerade erschienenen\u00a0Ausgabe 04\/26 des Kunst- und Kulturmagazins \u201eDie beste Zeit\u201c habe ich \u00fcber den Sehnsuchtsort Natur geschrieben.\u00a0Die Ausstellung und pers\u00f6nliche Aspekte, die zur\u00a0Kunst der beiden Frauen f\u00fchren, aber auch das KuKuNa selbst, stehen im Mittelpunkt des Artikels.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/diebestezeit.online\/\">diebestezeit<\/a>\u00a0gibt es ausschlie\u00dflich als Druckwerk. Findet es in Caf\u00e9s, kauft es im Laden eures Vertrauens oder bestellt ein Abo!<\/p>\n<h4>Musikalische Begegnungen im ORT<\/h4>\n<p>Der ORT, das Wuppertaler Zentrum f\u00fcr improvisierte Musik und Kunst, war und ist f\u00fcr mich ein Ort der Inspiration, obwohl ich viel zu selten dort bin. Es war das Haus, der Proberaum und die B\u00fchne f\u00fcr Heimspiele des Free Music Bassisten Peter Kowald.<\/p>\n<p>Seit seinem Tod wird das Zentrum von Nachbarinnen, Nachbarn Freunden und Fans weiterbetrieben. Die Peter Kowald\u00a0Gesellschaft pflegt das Erbe, \u00fcbertr\u00e4gt den Geist seines Schaffens durch &#8222;Genre&#8220; typische und untypische Konzerte, Residenzen und Happenings verschiedener K\u00fcnste.<\/p>\n<p>Erst vor wenigen Tagen ist mir ein altes Magazin in die H\u00e4nde gefallen, \u201eInterkulturfestival\u00a0Wuppertal\u201c 1994, in dem der letzte Artikel 365 TAGE AM ORT\u00a0gewidmet wurde. Ein komplettes Jahr, in dem sich Kowald von jahrelangen Tour Strapazen\u00a0erholt hat. Er fuhr in seinem wei\u00dfen Passat Combi\u00a0st\u00e4ndig von einem Gig zum n\u00e4chsten. Als wir mal zusammen einen Kaffee tranken, offenbarte er mir: &#8222;\u00dcbermorgen spiele ich in Kopenhagen, am n\u00e4chsten Abend in Mailand.&#8220;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_94430\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94430 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Ein-Blick-ins-Heft.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"513\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Kunst- und Kulturmagazin \u201eDie beste Zeit\u201c, in dem ich \u00fcber den Sehnsuchtsort Natur geschrieben haben &#8211; \u00a9 Charles Petersohn<\/span><\/div>\n<p>Das alles mit dem Auto, meist allein, schlafen im Auto, essen und K\u00f6rperhygiene auf Rastst\u00e4tten. Irgendwann war die Luft raus aus diesem tollen Mann. Und so lud er\u00a0Musiker, K\u00fcnstlerinnen, K\u00fcnstler\u00a0und Freunde aus aller Welt ein, ihn vor Ort zu besuchen, um all das kreative\u00a0Treiben ohne Reisestrapazen weiter betreiben zu k\u00f6nnen und mehr Zeit f\u00fcr die\u00a0Menschen und sich selbst zu haben. Bis heute h\u00f6rt man Geschichten aus diesem besonderen Jahr.\u00a0 Als ich vor elf Jahren mit meiner damaligen Band \u201eMoodi\u00a0Allen\u201c im ORT auftreten durfte, f\u00fchlte ich mich au\u00dfergew\u00f6hnlich.\u00a0 Der Raum selbst strahlte enorme Ruhe aus, Lampenfieber hatte ich an diesem Abend nicht. Und wie auch immer man das beschreiben mag, der ORT war wie Peter Kowald selbst. Ruhig und beseelt von etwas Neuem, Unbekanntem.<\/p>\n<p>Das Konzert war gro\u00dfartig. Den im Ort\u00a0gespielten Sun Ra Song <a href=\"https:\/\/charlespetersohn.bandcamp.com\/track\/astro-black\">Astro Black<\/a> k\u00f6nnt ihr bei Bandcamp h\u00f6ren und nat\u00fcrlich auch kaufen.<\/p>\n<p>Am Sonntag (18.10.) von 15 Uhr bis 18 Uhr sind Mitch Heinrich und ich vor Ort und legen Musik auf, Jazz, einfach Jazz und Zeugs, das irgendwie dazugeh\u00f6rt.\u00a0Auf Schallplatten, CDs und mit USB-Stick. Wir spielen dem Kowald ein St\u00e4ndchen &#8211; und hoffen, dass viele Menschen kommen werden.<\/p>\n<p>Ebenso wie bei vielen anderen, nahezu allen Kultureinrichtungen (nicht nur in Wuppertal) muss derzeit jeder Euro mehrfach umgedreht werden! Kommt zahlreich. Eintritt frei &#8211; Spende dringend erw\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Ich freue mich auf das, was da kommt. Denn Musik und Kunst sind ja auch &#8222;me time\u201c.<\/p>\n<p><strong>Euer Charles Petersohn<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Charles Petersohn, Musiker, Komponist, DJ, Moderator, l\u00e4sst seine Fans in seiner Kolumne regelm\u00e4ssig an seiner k\u00fcnstlerischen und musikalischen Gef\u00fchlswelt teilhaben. Er macht auch auf Veranstaltungen aufmerksam, bei denen er oder seine Musik-Kolleginnen und -Kollegen f\u00fcr das coole Feeling und den Groove sorgen. Und er gibt zudem der freien Kultur-Szene eine Stimme!<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-94426","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-10-09 20:23:50","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94426"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94426\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":94433,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94426\/revisions\/94433"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94426"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=94426"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=94426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}